accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Pettersson, O.: Studien in der Geophysik und der kosmischen Physik, 219 
Die Differenz zwischen der synodischen (o) und der Draconitischen‘ (6) Mond- 
periode ist 
0 — 6 — 29.58 — 27.21 Tage = 2.32 Tage. 
De 153 6 — 141 6 == 4163 - 4 Tagen = 11,89 Jahre 
ist, so müssen nach dieser Frist die Resonanzzentren auf den höheren und 
niederen Sonnenbreiten zusammenfallen (Okkultation der Erde im tropischen 
Mondumlaufe). - 
Da die verschiedenen Impulse, welche die Resonanz hervorrufen, nicht 
gleichwertig sind, sondern an Intensität wechseln mit der Distanz der betreffenden 
Himmelskörper, bewirken sie den komplizierten Gang des Sonnenfleckenphänomens, 
welches in der Wolferschen Frequenzkurve seinen Ansdruck findet. Die 
Periodizität wird durch die Symmetrie und Asymmetrie der Lage der Mondbahn 
relativ zur Erdbahn und durch die Erd- und Sonnennähe des Mondes, also 
wesentlich durch den anomalistischen Mondumlauf verursacht. Dabei spielt aber 
die eben genannte 11jährige Koinzidenz der Einwirkung des tropischen und 
des synodischen Mondumlaufes auf denselben heliozentrischen Meridian eine 
prädisponierende Rolle auf der Sonnenoberfläche für das Auftreten einer 
11jährigen Fleckenperiode, Denn es liegt in der Natur der Resonanzphänomene, 
daß es nicht nur auf die von außen kommenden periodischen Impulse, sondern 
auch auf den Zustand des Mediums (hier der Sonnenoberfläche) ankommt, welcher 
von den möglichen Perioden bevorzugt wird. In diesem Zusammenhang ist zu 
bemerken, daß die totale Sonnenfleckenfrequenz keine Periodizität zeigt, welche 
kürzer als die Mondperioden (d.h. kürzer als 27 Tage) ist. Schuster äußert: 
‘»The litterature connected with the relation between solar and terrestrial 
phenomena is full of supposed periodiecities approximately coinciding with that 
of solar rotation 26 to 27 days« 
Schuster hat aber keine solche finden können. Dagegen zeigen seine 
Periodoegramme große Intensitäten an für Perioden von 27 und 27.27 Tagen‘). 
Intensity of Periodogram for Periode of 
1886 to 1890 1890 to 1895 1895 to 1900 
27.00 days . +... 2210 50 610 2550 
2721 5 82 7 640 21 930 410 
Es gibt aber eine Reihe von irdischen Phänomenen, wovon die bekann- 
testen und gründlichst studierten die Nordlichter und die Gewitter sind, deren 
Periode von Arrhenius und Ekholm®°) zu 25,945. Tagen bestimmt wurde, 
welche eine kürzere Periodizität als die Mondperioden zeigen, aber dennoch 
einen unverkennbaren Zusammenhang sowohl mit den Sonnenfleckenperioden als 
mit den Mondkonstellationen zeigen. Für diese irdischen Phänomene ist, neben 
dem Einfluß des anomalistischen Mondumlaufes, diejenige der Monddeklination 
(welche für die Sonnenphänomene keine unmittelbare Rolle spielt) maßgebend, 
wie ich schon in der ersten Abteilung gezeigt bei der Besprechung der Be- 
wegungen in den Grenzschichten des Meeres, In der folgenden Abteilung C 
werde ich den Einfluß der Mondperioden auf das Klima besprechen, ) 
N Schuster .. c. 
27) K. Sv. Vet. Aks Handl. Bd. 31 Nr. 3. Stockholm 1898 
(Schluß folgt.)
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.