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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Pettersson;. O.: Studien in der Geophysik und der kosmischen Physik. 
209 
Studien in der Geophysik und der kosmischen Physik. 
Von 0. Pettersson. i 
(Hierzu „Tafel 11.) 
B, Die Sonnenaktivität. ; 
Die Lage der Mondbahn relativ zur Erdbahn wird in der folgenden Dar- 
stellung dargestellt durch die Winkel!) welche die Apsiden- und die Knotenlinie 
bilden mit der Richtung der Apsidenlinie der Erdbahn bei dem Perihel der Erde, 
Als Ausgangspunkt nehme ich das Jahr 1433 n. Chr., in dem diese Winkel = 0 
waren und die Deklinationsperiode (oder Knotenperiode) D mit der Apsidenperiode 
A gemeinsame Epoche hatten. Die astronomische Konstellation läßt sich schema- 
tisch darstellen durch das Diagramm Fig. 1 in der Tafel 11. 
Die erste Figur stellt die Situation dar bei der Koinzidenz der Knoten- 
und Apsidenachse ar bei dem Perihel 1433.0 sowie bei den drei ersten darauf 
folgenden Knotenapsiden any, @vı und &ıx, die in die Jahre 1436.0, 1439.0 und 
1442.0 fielen. Man bemerkt, daß die gemeinsame Richtung der Achsen bei der 
letztgenannten Koinzidenz aıx nicht ganz mit derjenigen in ar parallel ist, son- 
dern um 6.018° davon abweicht. 
. Berechnen wir jetzt, wenn die erste mit aı möglichst identische Konstellation 
nach 1433.0 eintraf! Es ergibt sich, daß ; 
nach 176.900 Jahren: 
176.900 > 40.692° == 20 >< 360° — 1.65°, 176.900 >< 19.342° = 19 >< 180° — 1.65°, 
. nach 185,895 Jahren: 
185.895 > 40.692° — 21 > 360° + 4.36°, 185.895 > 19.342° = 20 > 180° + 4.36° 
Man findet, daß 177 bis 186 Jahre verstrichen sein mußten”), bevor an- 
nähernd eine Wiederholung der Konstellation ar eintrat. Dazwischen muß aber 
noch eine gleichgerichtete Knotenapside gefallen sein nur mit dem Unterschied, 
daß die Apsidenachse nicht mit der a Spitze wie in 1433.0, sondern mit der 
Perigäumspitze xu11 gegen die Sonne gerichtet war. Die zweite Figur stellt diese 
Konstellation (im Jahre 1523) dar. Zwischen zwei parallelen Koinzidenzen (ab- 
gesehen von der positiven oder negativen Richtung des Apogäums) würden dann 
im Mittel rund 90 Jahre fallen. In der Wirklichkeit oszilliert die Periode 
zwischen den Grenzen 84 und 93 Jahren. Es ist nun zu bemerken, daß diese 
Berechnung sich auf Werten von A und D basiert, welche für die Jahrhunderte 
um 1433 gelten. Beide. Perioden sind aber in einem langsamen Zuwachs be- 
griffen, welcher mit der Zeit auch eine Verlängerung von der hier berechneten 
Periode bewirkt, welche gegenwärtig etwas über 90 Jahre, annähernd 91 bis 
92 Jahre, betragen dürfte. Die Rekurrenz der Knotenapsiden (d. h. 
, 
(Fortsetzung.) 
1) Die Winkel, welche in der Richtung zu rechnen sind, in der die Achsen rotieren, wurden 
von dem Assistenten des Kgl. Observatoriums in Stockholm, Herrn G. Strömberg, aus den Ephe- 
meriden berechnet ebenso wie der Zeitpunkt der letzten Perihelium-Knotenapside (1433,0), Herr 
Strömberg gibt an, daß dieses Jahr sich nicht exakt bestimmen läßt wegen Unsicherheiten in der 
Berechnung: der Mondkonstanten. Für dieselben habe ich in früheren Publikationen: die Werte 
D = 186 Jahre und A = 8.857 Jahre benutzt (nach Youngs General Astronomy). Für kürzere und 
naheliegende Zeitintervalle mögen diese Werte brauchbar sein, da ich aber in diesem Abschnitt Ver- 
hältnisse besprechen muß, welche um 600 bis 700 Jahre oder noch länger hinter uns liegen, habe 
ich die folgenden Werte benutzt (für längere Zeiträume) 
D = 18.612 Jahre, A = 8847 Jahre, 
welche Herr Strömberg auf meinen Wunsch aus Hansens Mondtabellen berechnet hat. Die beiden 
Achsen drehen sich also im Jahr um + 40.692%° und — 19.342°, was eine relative Drehung von 
60.034° ausmacht. Mit Intervallen von 2.9983 Jahren müssen sie also in der Ekliptik genau zu- 
sammenfallen (Knotenapside). Unter Knotenapside verstehe ich die »mittlere« Knotenapside, Die Be- 
zeichnungen « und x beziehen sich nicht auf die momentane Position des Mondes, sondern auf ‚die 
mittlere Position der Apsidenachse der Mondbahn. 
2) Oszillierende Periode!
	        
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