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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1914.
und Sprengstoffe aus Europa oder Australien und Landeserzeugnisse aus dem
Süden von Chile. Ausgeführt wird nur Kupfer in Barren,
Postdampfer liefen Gatico gegen Ende des Jahres 1913 nur einmal wöchent-
lich. an. Ein Brief nach Valparaiso und Antwort darauf soll mindestens 16 Tage
brauchen. Telegraphische Verbindung mit Tocopilla und Antofagasta und
weiter ist vorhanden.
Ausrüstung. Fleisch kostete gegen Ende des Jahres 1913 1 Peso das
Pfund, Trinkwasser 12 Pesos und Ballast 6 Pesos die Tonne, Kartoffeln,
Gemüse usw. mußte man von den anlaufenden Küstendampfern kaufen.
Auskunft. Das nächste deutsche Konsulat ist in Tocopilla. Ein Arzt
der Kupfergruben leistet gegen entsprechende Vergütung Schiffen auf der
Reede Hilfe.
2. Landmarken an der liberianischen Küste zwischen Monrovia und
der Cess-Mündung. Nach einem Bericht von S. M. S. »Panther«, Komdt, K-Kapt.
Schnabel. (Hierzu Tafel 6.)
In den Brit. Adm-Krt. Nr. 2478 und 3648 sind mehrere Landmarken nicht
angegeben, die mit Vorteil zu Ortsbestimmungen von Schiffen verwandt werden
können. Auf den zahlreichen Fahrten von S. M. S. »Panther« zwischen Monrovia
und der Cess-Mündung (River Cess) sind die in Frage kommenden Landmarken
festgelegt worden; diese festgelegten Landmarken gibt die Tafel 6 in Blockschrift.
Monrovia. In 3 bis 5 Sm Abstand an der Küste entlang navigierend,
sieht man nach Verlassen der Reede von Monrovia beim Falschen Kap (Cape
False) mehrere Häuser mit roten Dächern; sie bilden das Lager der Truppen,
das sogenannte Camp, in dem eine Flaggenstange errichtet ist und gut gepeilt
werden kann. Etwa 1'/, Sm südöstlich davon steht eine gut sichtbare, hohe
Palme, eine sehr deutliche Landmarke, deren Lage durch mehrfaches Anschneiden
auf 6° 17.5’ N-Br. und 10° 47’ W-Lg. festgelegt ist. Diese Palme kann leicht
mit der weiter südostwärts stehenden »Tall Palm« der Brit. Adm-Krt. Nr, 2478
verwechselt werden, namentlich da diese, wenn man von Monrovia kommt, vor
dem teilweise dunkeln Hintergrunde schlecht auszumachen ist. Die in der Karte
angegebenen Hütten: »Huts (conspicuous)« sind durch Gestrüpp verdeckt und
nicht mehr zu sehen; wie überhaupt infolge des Kruaufstandes zwischen Mon-
rovia und der Cess-Mündung viele Dörfer vom Strande verschwunden sind.
Unter den weiter südostwärts folgenden Hügeln ist nur der vierkantige
zu peilen, den die Karte mit »Square shaped Clump« bezeichnet. Er erscheint
als einzelner, steilrandiger, oben mit Bäumen bestandener Hügel besonders deut-
lich in den Peilungen rw. 15° bis 90°.
Die nun folgende Küstenstrecke bietet wenig gute Landmarken zu Orts-
bestimmungen. Bei dem roten Flecken, dem »Red Patch« der Karte, ist ein
Wellblechhaus, das sich vom Walde deutlich abhebt. Der rote Flecken selbst
und der rote Felsen »Red Cliff« sind nur bei Sonnenschein gut zu sehen. bei
ungünstiger Beleuchtung aber oft nicht auszumachen,
Wenn man vor der Küste weiter nach Südosten steuert, so sieht man bei
guter Beleuchtung eine Häusergruppe, die etwa 1'/, Sm südöstlich von Marshall
und auf der Stelle liegt, wo in der Karte »Hut« angegeben ist. Der Ort Marshall
ist nur in den Peilungen von etwa rw. 30° bis 330° sichtbar, und man darf die
Häusergruppe, aus der er besteht, nicht mit der vorhin erwähnten verwechseln,
Bei einigermaßen sichtigem Wetter sind die Sattelberge im Hinterlande, die
„Saddle Hills« der Karte, gut zu peilen.
Südöstlich von Marshall erscheinen die stets deutlich sichtbaren, roten und
weißen Felsen »Red and White Cliffs« und weiter hin, auf 6° 2.5’ N-Br. und
10° 13.6’ W-Lg., die Baumgruppe, die in der Karte mit »Clump of Trees« be-
zeichnet ist. Hinter Long Reef-Huk hebt sich dann über dem Walde ein beson-
ders hoher Baum gut ab. Er ist auf 5° 59’ N-Br. und 10° 10.7’ W-Lg. in der
Karte und seine Vertonung ist in der Tafel 6 angegeben,
Grand Bassa, Von der Ansiedlung Groß-Bassa fallen aus der Ferne
zuerst die hohen Baumwollbäume am Ufer auf; beim Näherkommen tritt dann
auch der weiße Leuchtturm, der auf einem Felsen steht, deutlich hervor. Zum