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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Hobart, 
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sicht über die Leuchttürme in Tasmanien und ‘in.der Bass-Straße und befindet 
sich mit der Lotsenbehörde in einem Hause am Hafen. Kranke Seeleute finden 
Aufnahme: im Allgemeinen Krankenhause, es kostet 3 sh für einen Mann und Tag. 
Entweichungen von Schiffsleuten kommen selten vor. ; 
Zeitball. Vgl. Lfv. 1914, .Heft VIIL Der Zeitball beim Fort Mulgrave wird 
jetzt elektrisch ausgelöst; das Zeitsignal ist zuverlässig. Seekarten und Segel- 
anweisungen sind nur im beschränkten Maße zu haben. Nautische und meteoro- 
logische Instrumente können durch die Marinebehörde geprüft werden. - 
Kleinere Mitteilungen: 
i. Gatico, Chile. Ergänzung zum Piloten 1907, S. 173ff, Quellen: Fragebogen Nr. 6423 
von Kapt, A. Witte, S. »Frieda«, vom Mai 1909. Bericht von Kapt, C. Schönewitz, S. »Dione«, 
vom Juni 1909; von Kapt. M. Berlin, S. »Wellgunde«, vom Juli 1909, und Bericht vom Kom- 
mando des Schulschiffes' »Herzogin Cecilie«, mitgeteilt vom Norddeutschen Lloyd. Brit. Adm-Krt, 
Nr. 1277, Point Grande to Point San. Francisco; Amerik, Adm-Krt. Nr.‘ 1181, Cobija Bayand Gatico 
Cove; Chil. Adm-Krt. Nr. 156, Caleta Gatico i Rada de Cobija.‘ Brit. Shb. South America Pilot, 
Part IT, 1905 mit dem Supplement vom Jahre 1911. (Amtlich) 
Landmarken und Ansteuerung. Hierzu bemerkt Kapt. Schönewitz: 
»Schiffe, die von Norden kommen, haben schon öfter Guanillos mit Gatico’ ver- 
wechselt. Eine Verwechslung ist aber ausgeschlossen, wenn man beachtet, daß 
die Klippen vor den Huken bei Guanillos von Darmentleerungen der Seevögel 
weiß gekalkt sind, daß die Gatico-Huk dagegen stets schwarz oder doch dunkel 
aussieht. Guanillos hat auch nur einen kleinen runden‘ Schornstein bei dem 
alten Schmelzwerke, wogegen bei dem alten Schmelzwerke von Gatico zwei 
graue Schornsteine dicht beieinander und außerdem, nördlich davon, noch ein 
großer vierkantiger und beim Maschinenhause noch zwei runde Schornsteine 
stehen.« 
Für von Süden kommende Schiffe bemerkt derselbe Kapitän: »Die Kirche 
von Cobija ist nicht weiß, sondern rotgelb und sieht wie ein großer Schuppen 
aus;. ihr kleiner, achteckiger Turm ist aber weiß, und es stehen 4 große weiße 
Holzpfeiler davor. Die Kirche wurde schon 8 Sm südlich‘ von Whitetopp-Eiland 
ausgemacht.« . ; 
Leuchtfeuer. Vgl. Lfv. 1914, Tit. XII, Heft VIIL. ; 
Lotsenwesen. Der Lotse ist vom Staate angestellt und nimmt bei der An- 
kunft eines Schiffes auch .die Papiere: Manifest, Gesundheitspaß, Proviant- und 
Mannschaftsliste in Empfang. S. »Frieda« hatte für Einbringen und Vermuren 
50 Pesos zu bezahlen; »Herzogin Ceeilie« außerdem 30 Pesos Leichtermiete beim 
Vermuren, 
Beim Ausgehen wird kein Lotse gebraucht. 
Schleppdampfer. S, »Frieda« hat dem kleinen Schleppdampfer der Berg- 
werks-Gesellschaft für Ausschleppen 10 £ bezahlt. S, »Wellgunde« ist von einem 
Schlepper aus Tocopilla in 4 Tagen und für 140 £ von Gatico nach Taltal ge- 
schleppt worden. 
Ladebrücken und Löschen. Im Bericht der »Herzogin Cecilie« heißt es 
darüber: »Das Löschen ging im allgemeinen langsam, Erst waren 4 Segler mit 
Ladung im Hafen, denen auch nicht annähernd genug Leichter geschickt werden 
konnten; als dann aber auf der einzigen Landungsbrücke 2 Dampfkräne in Be- 
trieb gesetzt und auch mehr Leichter beschafft wurden, ging es besser, und als 
später 2 Segler fertig waren, überdies auch die Ladung des dritten nach einem 
anderen Hafen verkauft wurde, ging das Löschen sehr gut. Wenn nur ein 
Segler im Hafen ist, dürfte er, mit Ausnahme der Tage, an denen Küstendampfer 
anlaufen, immer genug Leichter bekommen. Im Winter treten häufig Schwell- 
tage ein.“ 
Die Stadt Gatico hat etwa 2000 Einwohner, das Schmelzwerk und die 
Kupfergruben einberechnet, Eingeführt werden hauptsächlich Koks, Kohlen 
Ann. d. Hydr. usw. 1914. Heft HI.
	        
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