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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1914.
Signalisiert werden die Wassertiefen, die von dem Pegel in die Einfahrt
abgelesen werden; diese Tiefenangaben können auf keine große Genauigkeit
Anspruch machen. Schiffe, die bei Nacht Tidensignale wünschen, haben 4 kurze
Töne, und wenn sie ein Signal verstanden haben, einen langen Ton mit dem
Nebelhorn zu geben.
Einstenerung. Barre und Fahrwasser ändern sich durch Wind und Wetter
beträchtlich; deshalb sollte man nicht ohne Lotsen einlaufen. Muß man es doch,
so bringe man, noch ehe Kap Sorell mw. West peilt, die Richtmarken, den
Leuchtturm auf Entrance- und den auf Bonnet-Eiland, in der Peilung rw. 158°
(mw. SSO*/,O), zur Deckung und steuere auf dieser Richtlinie über die Barre
und weiter, bis man auf 4.6 m (2!/, Fad.) Wasser kommt. Dann ändere man den
Kurs etwas nach Süden und sobald Bonnet-Eiland mitten zwischen Entrance-
Eiland und dem Bluff, der Westecke der inneren Einfahrt erscheint, steuere
man auf dieser Richtlinie weiter. Ist man an Entrance-Eiland vorüber, so halte
man sich in der Nähe des Westufers und lasse die schwarze Tonne an B-B.
Weiterhin lasse man die Inselchen Bonnet und Cap an Steuerbord. Darauf
bringe man die beiden Richtbaken auf dem Bluff auf dem Kurse etwa rw. 141°
(mw. SO1/,0) in Deckpeilung recht achteraus und steuere auf dieser Richtlinie
südostwärts weiter, bis man an der Leuchtbake vorüber ist, die an der N-Seite
des Fahrwassers rw. 29° (mw. NzO3/,0), 1006 m von Round Hill steht. Ist man
an dieser Leuchtbake vorüber, so nehme man die Leuchtbake, die 1618 m, rw. 86°
{mw. ONO07/40) von Round Hill steht, an B-B. voraus und steuere darauf zu.
Dabei sollte man an der Leuchtbake, die 1129 m, rw. 55° (mw. N01/,0) von Round
Hill steht, in nicht mehr als 1 Kblg Entfernung vorübersteuern, um nicht dem
Ööstlichsten Ausläufer der Untiefen am westlichen Leitdamme zu nahe zu kommen.
Die beiden Leuchtbaken 1618 m rw. 86° (mw. ONO7/,0) und 2085 m rw. 91°
(mw. 0%/,N) von Round Hill lasse man an B-B.
Im Kelly-Kanal, der nur 1!/, Kblg breit ist, lasse man die schwarzen
Fahrwasserbezeichnungen an B-B.; genauere Angaben darüber liegen nicht vor.
Will man nach Strahan, so lasse man die schwarze Bake auf der Spitze der
Untiefe vor Yellow Bluff in nicht weniger als 2 Kblg Abstand an B-B. und
steuere dann nordwärts,
Strahan, die Haupthafenstadt West-Tasmaniens, liegt 2 Sm nördlich von der
Mündung des Kings-Flusses und ist an das Eisenbahn- und Telegraphennetz Tas-
maniens angeschlossen. In ihrer Umgebung wird Gold und Silber gefunden, auch
zroßeBraunkohlenlager sind entdeckt worden. DieStadt hatte imJahre1901 1500 Ein-
wohner. Ihre Kaianlagen sind 305 m lang und haben 4.0 bis 5.8 m Wasser längsseit.
Bahngleise liegen unmittelbar daneben und ein Kran, der 20 t hebt, ist dort.
Dampferverbindung, 2mal wöchentlich ist direkte Verbindung mit Mel-
bourne; nach Hobart und Launceston fahren regelmäßig Dampfer.
Hafenkosten (außer den in Tasmanien geltenden Leuchtfeuergeldern) sind
nicht bekannt.
Eine Signalstation befindet sich auf dem Bluff bei der Einfahrt und eine
in Strahan; sie signalisieren nach dem Internationalen Signalbuche.