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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1914,
und n, schneiden sich in Y. Durch X und Y legt man die Sehne E, E, und er-
richtet auf ihr die Lote XX = k und YY =1. Durch die so erhaltenen Punkte
X und Y legt man die Gerade g. (Alle die soeben genannten Operationen führt
man in genauer und sehr einfacher Weise mit Hilfe des Lineals und dessen
Gleitstücks Gl, wie oben angedeutet, aus.) Nunmehr fällt man mittels des auf
der Drehschiene aufsitzenden Gleitstücks G in der oben (unter I) angegebenen
Weise auf die Sehne E,E, das Mittellot MZ. Jetzt nimmt man die Strecke ZE,
zwischen die Zirkelspitzen Sp_des Lineals und schlägt um Z den Kreis, der die
Gerade XY in den Punkten Ö, und Ö, schneidet. Von Ö, und Ö, werden nun
noch mittels des Lineals in der unter I angegebenen Weise die Lote Ö,O, und
0, O, gefällt. Einer der beiden Punkte O, und O, gibt dann den gesuchten
Schiffsort in seiner Projektion auf die Äquatorebene an. Es ist im allgemeinen
leicht zu entscheiden, welcher von den beiden Punkten in Frage kommt. Ist es
z. B. O,, so dreht man die Schiene so, daß die auf dem Glasstreifen eingeritzte
Linie durch O, hindurchgeht. Die Schienenstellung ML gibt dann unmittelbar
die Länge des Schiffsortes an, die mittels des Nonius bis auf Minuten genau
abgelesen werden kann. KErrichtet man in O, auf MO, das Lot bis zum Schnitt B
mit dem Kreis Kr, so gibt der Bogen LB die Breite des Schiffsortes an. — Ist
die Breite nur gering, liegt also O, ziemlich nahe am Kreise Kr, so findet man
die Breite genauer, wenn man mittels des Lineals in der oben (unter I) angegebenen
Weise zu MG im Abstande O, O, die Parallele zieht, die den Kreis Kr in einem
Punkte B’ (in der Fig. 1b nicht gezeichnet) schneidet; die Schienenstellung MB’
gibt dann unmittelbar die Breite an.
Ebenso wie bei der rechnenden Höhenmethode, so erhält man auch hier
das genauere Resultat, wenn die Sterne keine zu große Höhe haben und der
Azimutunterschied etwa 90° beträgt.
2. Bestimmung der Länge bei bekannter Breite.
Es soll die Länge bestimmt werden, wenn man die Höhe h = 90 — z eines
Sternes von der Deklination *« d und der geraden Aufsteigung * @ gemessen hat
und die Breite 9 kennt.
Von G aus trägt man die Bogen
GC, = g@
GS = mGrZt--Oc-—*a
GC, =GS1#87z, GD, = GS-*Sd--z
auf (siehe Fig. 2), zeichnet die Gerade C, D, und
zieht durch C, die Parallele zu MS, welche C,D,
in X schneidet, Man fällt dann von C, und X die
Lote CE bzw. XF auf MS. Darauf stellt man
mittels der Stellschraube St den Glasstreifen derart,
daß einer der durch die kurzen OQuerstriche
markierten Punkte der eingeritzten Linie sich
genau mit E deckt. Schließlich dreht man die
Schiene so, daß eben dieser Punkt des Glasstreifens
auf das von X auf MS gefällte Lot XF oder
dessen Verlängerung zu liegen kommt, Die zugehörige Schienenstellung gibt die
gesuchte Länge an. (Es ergeben sich zwei Längen, von denen eine dem Schiffs-
ort zukommt.)
Fie. 2.
8, Bestimmung der Breite aus einer nahe am Meridian gemessenen Höhe bei be-
kannter Länge.
Gegeben ist die gemessene Zenitdistanz z sowie die Deklination * ö des
Sternes, ferner die Zeit t vor oder nach der Kulmination,
Vom Anfangspunkte G des Teilkreises trägt man die Bogen GS=t, GC, =t
+ +*0—z, GD, =t++*ö-+z auf. Von irgend zwei Punkten X, und Y, der Sehne