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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

146 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1914. 
sekundäre und tertiäre Maxima mit Perioden von 93 oder 841), 9, 41, Jahren usw. 
auftreten. 
Unter gewissen vereinfachenden Annahmen läßt sich die Amblitude der 
verschiedenen Perioden berechnen. Das Diagramm in der Tafel 4 stellt graphisch 
die Maximalwerte der vertikalen Komponente der gesamten flutbildenden Kraft 
von Sonne und Mond dar während der ersten neunjährigen Periode nach einem 
absoluten Maximum. Die ausgezogene Linie verbindet die Punkte, welche den 
Betrag von jedem jährlichen Maximum angeben, während die Punkte, welche den 
Maximalwert derselben Kraft beim Perihel angeben, durch eine gestrichelte 
Linie verbunden sind. (Die Ordinaten geben den Wert der flutbildenden Kraft 
in Promille von dem absoluten Maximalwert.) 
Was für Wirkungen diese periodischen Schwankungen ausüben auf die 
Sonne und auf die Erde, wird in dem folgenden Abschnitt erörtert. 
(Fortsetzung folgt.) 
Plan einer internationalen Erforschung des Atlantischen Ozeans 
gelegentlich der Panamakanal-Feier. 
Seit 1908 sind die Bestrebungen im Gange, einer internationalen Er- 
forschung zunächst des Nordatlantischen Ozeans die Wege zu Öffnen?). Die 
internationalen Geographenkongresse zu Genf 1908 und zu Rom 1913 sowie die 
Ozeanographenversammlung zu Monaco 1910 haben entsprechende Resolutionen 
gefaßt, und es war, soweit freie Versammlungen von Gelehrten ohne amtliche 
Aufträge in dieser Sache etwas tun können, das nach dieser Richtung hin gesetzte 
Ziel in optima forma erreicht durch die Abgabe der wissenschaftlichen Gut- 
achten über die Zweckmäßigkeit, ja Notwendigkeit einer solchen Untersuchung. Die 
Angelegenheit hat nun im Herbst 1913 eine ganz neue Wendung genommen und 
einen wesentlichen Schritt vorwärts zur Verwirklichung getan dadurch, daß auf 
Veranlassung der Herren Prof. O. Pettersson und Kommandeur Drechsel der 
Zentralausschuß der internationalen Meeresforschung (Conseil permanent inter- 
national pour Vexploration de la mer) das Problem als Verhandlungsgegenstand 
für die Tagung im September 1913 zu Kopenhagen aufnahm, um es zu beraten 
und seine Durchführung gegebenenfalls den Regierungen zu empfehlen. Diese 
Korporation, in der die offiziellen Vertreter der Regierungen aller Staaten Nord- 
guropas und der Vereinigten Staaten Amerikas zur Anstellung tatsächlicher Unter- 
suchungen auf See vereint sind, verfügt nicht nur über Forschungsschiffe und 
Geldmittel, sondern ist auch den Regierungen gegenüber eine berufene Instanz, 
um selbst weit ausschauende Pläne zu empfehlen und zu fördern. 
Es kam weiter die glückliche Idee hinzu, die gewünschten gleichzeitigen 
Forschungen auf dem Atlantischen Ozean, wenn möglich, durch die von den ver- 
schiedenen Staaten bei der Eröffnung des Panama-Kanales zu entsendenden 
Kriegsschiffe ausführen zu lassen; damit war ein fester Termin insoweit gegeben, 
daß seinerzeit eine Gleichzeitigkeit der Beobachtungen gesichert sein wird, auch 
können die Regierungen gegebenenfalls längere Zeit vorher sich darauf einrichten. 
Zur Beratung aller mit dem Plane zusammenhängenden Fragen waren auf 
besondere Einladung seitens des Zentralausschusses der internationalen Meeres- 
forschung als Sachverständige noch Herr Kapt. Ryder, Direktor des Kgl. 
Dänischen meteorologischen Institutes, und der unterzeichnete Berichterstatter als 
Vertreter der Deutschen Seewarte eingeladen worden. Den Beratungen lag eine 
Denkschrift®) der Herren Pettersson und Drechsel zugrunde, aus der zunächst 
einiges mitgeteilt sein möge. 
‘) Sie oszilliert zwischen den angegebenen Werten. 
*) Vgl. hierzu »Annal. d. Hydr. usw.« 1908, S. 406ff. 1910, S, 219£f. 1913, S. 280ff. 
*) Memoire sur des recherches dans l’Atlantique avec programme. (Extrait de vol. XVI, 
rapports et proces-verbaux des reunions.) Conseil permanent international pour Vexploration de la 
mer. Copenhagen, Sept. 1913.
	        
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