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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1914.
Es muß wohl hervorgehoben werden, daß die hier für Thorshavn errechneten
Werte nur allererste Annäherungen sind und bei Einziehung weiterer Glieder
besonders für die Amplituden H noch Veränderungen und gegebenenfalls einige
Vergrößerungen erfahren. Da in den Phasen aber nur geringere Änderungen
hierbei zu erwarten sind, so kann bereits jetzt die Art des Einflusses der Umläufe
der Mondknoten und des Perigäums in den berechneten Gliedern auf die Jahres-
periode zu Thorshavn bestimmt werden. Da die Phasen der » enthaltenden
Perioden um etwa 90° von der Phase der einfachen solaren Periode abweichen,
so bewirken diese Glieder eine Verschiebung des Maximums im Luftdruckgange
der einzelnen Jahre, je nachdem sowohl nach dem Frühling als nach dem Herbst
hin unter gleichzeitiger Änderung in der Größe der Jahresschwankung.
Die folgende Tabelle und die Fig. 2 geben die Werte der einfachen
ungestörten Jahresperiode und den Gang des Luftdrucks in mm nach obiger
Formel für die Jahre 1874 und 1905 in halbmonatlichen Werten, beginnend mit
dem 1. Januar:
a u u u
| — 3.95 — 3.09 — 3.18 — 2.45 — 1.35 — 0.55 OA4S +1.49 12,39 3.14 43,06 el
1874 | — 4132 — 349 — 2.41 — LOS 0.15 + 1.47 +2.69 +3,69 A444 +4,89 44.99 4.75
1905 | — 3.85 — 4.21'— 4.29 — 4.07 — 3,55 — 2,80 — 1.57 —0.76 +0,39 1.53 12,54 43.41
yomale I vum 1X X XI XII 1
neriode | + 3,95'4 3.69 + 3.185 + 2.45’ 1.55 + 0.55 —0.45 — 1.49 — 2,39 — 3,14 — 3.66 0 —3.95
1874 {+ 4.204 3.35 42,27 + 1.08'— 0.22 — 1.46 —2,62 — 3,55 — 4.27 — 4.69 — 4.75 — 4.541 — 4.00
1905 {+ 402 4.36 + 4,39 + 4.08’ 3.50 4 2.66 41.66 40.49 — 0.70 — 1.86 — 2,86 — 3.68 — 4,25
x}
Fig. 2,
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Jahresperiode des Luftdrucks zu Thorshavn.
Die Differenzen der halbmonatlichen Luftdruckwerte nach der Formel
zwischen denen der Jahre 1874 und 1905 erreichen Werte bis über 4 mm,
Beachtet man, daß an anderen Orten der Erde die Differenzen dieser Jahre diesen
entgegengesetzt sein müssen, wenn auch nicht notwendigerweise in demselben
Betrage, so wird wohl kaum bestritten werden, daß hierdurch ganz wesentlich
verschiedene Wetterlagen zum Ausdruck kommen. Bemerkenswert ist, daß die
Unterschiede im Frühjahr und Herbst am größten, im Sommer und Winter am
kleinsten sind.