Auskunft für den Verkehr. Frontera hat keine Eisenbahn, hat aber, außer
den bereits aufgezählten See- und Flußdampferverbindungen, Kabelverbindung
mit Vera Cruz und Puerto Mexiko; es können auch Funkentelegramme aufgegeben
werden.
Ein deutsches Konsulat ist nicht in Frontera, wohl aber ein amerikanisches,
ein englisches und ein norwegisches, Das nächste Krankenhaus ist in San Juan
de Bautista, 72 Sm flußaufwärts. Gebräuchliche Zeit ist die mexikanische =
mt. Grw. Zt. — 6hR 36min,
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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1914.
Kleinere Mitteilungen.
Von Kamerun über Boma, Matadi, Säo Paulo de Loando, Swakopmund,
Lüderitzbucht nach Kapstadt. Nach dem Bericht S. M. S. »Panther«,
Komdt. K-Kapt. Schnabel, vom 20. Juni 1913,
Am 19. Mai 1913 5% 30min V verließ S. M.S. »Panther« den Hafen von Duala
und steuerte den Kamerun-Fluß abwärts. Nach Passieren der Heultonne wurde
Kurs 5 Sm frei von Kap Lopez aufgenommen. Nachdem am 20. Mai 1b 15min N
die Linie überschritten worden war, kam um 4% 25min N Kap Lopez in Sicht,
welches um 5b 15min N querab war. Auf der Strecke zwischen der Kamerun-Mündung
und Kap Lopez wurde, entgegen den Angaben der Karte und des
»Africa Pilot«, südlich setzender Strom beobachtet. In der Nähe von Fernando Po
lief er etwa nach SSW, bei der Annäherung an Kap Lopez nach WSW. Die
Stromstärke betrug !/, bis !/, Sm in der Stunde. Nach dem Passieren von Kap
Lopez ging der Strom schnell weiter herum bis auf NW, welche Richtung er bis
zur Kongo-Mündung beibehielt. Am Morgen des 21. Mai machte sich schon auf
250 bis 300 Sm vor der Kongo-Mündung eine deutliche trübe Färbung des Wassers
bemerkbar. Im Laufe des Tages nahm der Strom auch an Stärke rasch zu, so
daß das Schiff trotz Umdrehungen für 9 Sm am 21. Mai nur 7 Sm und am 22. Mai
kaum 6 Sm Fahrt über den Grund machte. Deshalb wurde am 24. Mai 2% V auf
11 Sm Fahrt gegangen, um auf alle Fälle mit Morgengrauen vor Banana zu sein
und nach Anbordnahme des Lotsen noch zu günstiger Tageszeit den Kongo aufwärts
bis Boma zu kommen. Da die Richtung des Stromes nicht ganz einwandfrei
bekannt war, wurde von 2b V ab gelotet, um eine Versetzung nach Land
rechtzeitig zu erkennen. Um 4% 20min V kam das Feuer von Moanda in Sicht
und um 5% 35mina V auch das Feuer von Monte Secca. Während sich der Hauptstrom
des Kongo nach NW richtet, scheint der nördliche Teil desselben um
Red Point herum in die Bucht von Cabinda zu setzen, so daß Schiffe, die von
N kommend den Kongo ansteuern, nach Land zu auf die Bänke versetzt werden.
Da sich nach Aussage der Lotsen diese Bänke immer weiter ausdehnen, ist ein
fleißiger Gebrauch des Lotes dringend anzuraten.
Um 7b 30min V lief S. M. S. »Panther« in den Banana-Kriek ein, um den
Lotsen zu nehmen. Um 8% 5%in ging das Schiff von dort unter Lotsenhilfe den
Kongo aufwärts, um nach Boma zu fahren. Die englischen Kongo-Karten aus
dem Jahre 1905 geben das Fahrwasser in seiner jetzigen Gestalt nicht richtig
wieder, sie werden auch nicht mehr berichtigt, da nach Mitteilung der Beamten
des belgischen Vermessungsamtes in Boma das Fahrwasser sich so rasch ändert,
daß die eben gedruckte Karte schon wieder veraltet sein würde, Die belgischen
Lotsen vermeiden es auch, die Bojen zu scharf zu nehmen, da die Sände häufig
schnell über die Bojenlinie hinauswachsen. Auch von S. M. S. »Panther« wurden
an zwei Stellen Sandzipfel, die über die Linie der Bojen hinausragten, beobachtet,
Am 23, Mai 3b 23" N kam S.M.S. »Panther« in Boma an und ankerte unmittelbar
am Ufer vor der Stadt.
Am 26, Mai 5% 50°in V wurde die Weiterfahrt den Kongo aufwärts nach
Matadi angetreten. Oberhalb Boma ändert sich das Fahrwasser nicht, da dort
das Strombett in das Gestein eingeschnitten ist. Die Tiefen in diesem Teil des
Kongo sind außerordentlich verschieden. Große Steinblöcke, teils tief, teils flach