Launceston,
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Die Stadt. Launcestön, die zweitgrößte Stadt in Tasmanien, liegt in einem
Tal, das von Hügeln und von dem etwa 12 Sm entfernten, 1415 m hohen Berge
Barrow eingeschlossen wird, Die Stadt hat etwa 23000 Einwohner, ist schön
mit breiten Straßen angelegt und hat viele öffentliche Gebäude, unter anderen
eine große Volksbibliothek, 21 Kirchen, ein neues Postgebäude, Theater und ein
Museum, mehrere Banken und Krankenhäuser; auch sind Wasserleitungen und
elektrische Beleuchtung durch die ganze Stadt gelegt. Launceston ist der Stapel-
platz für Nord-Tasmanien.
Der Handelsverkehr. Im Jahre 1899 war der Wert der Einfuhr 13 500 000 X,
der der Ausfuhr 16000000 /%. Eingeführt wurden vornehmlich Fabrikate aller
Art, Tee, Zucker, Wein, Kohlen und Holz; ausgeführt wurden Wolle, Weizen,
Futter, Nüsse, Kartoffeln, Früchte, Borke, Gold, Silber, Blei. In demselben Jahre
kamen 170 Schiffe von zusammen 96442 R-T, in den Hafen.
Dampferlinien.. Mehrere Dampfer unterhalten beständigen Verkehr mit dem
Festlande Australiens sowie mit den Hauptinseln in der Bass-Straße. Während
der Sommermonate fahren dreimal, im Winter zweimal in der Woche Dampfer
nach und von Melbourne. Nach Sydney ist ein 14tägiger Verkehr eingerichtet.
Nach den nordwestlichen und westlichen Häfen Tasmaniens verkehren wöchentlich
zwei Linien. Launceston hat mit allen Teilen der Insel Eisenbahn- und
Telegraphenverbindung.
Schiffsausrüstung. Ungefähr 2500 t Newcastler (N. S, W.) Bunkerkohlen
sind immer vorrätig und für 1 £ die Tonne erhältlich. Proviant jeglicher Art
und sonstige Schiffsbedürfnisse sind zu haben und nicht sehr teuer. Wasser
wird aus den Leitungen entnommen, wofür 1 £ zu zahlen ist, einerlei ob eine
Tonne oder mehr genommen wird, Steinballast kostet 3 sh 6 d, Sand 1 sh2d
bis 1sh 9 d die Tonne frei längsseit.
Auskunft für den Schiffsverkehr, Ein Kaiserliches Konsulat, deutsche
Schiffshändler und Schiffsmakler sind nicht vorhanden, ebensowenig be-
sondere Wohlfahrtseinrichtungen für Seeleute, doch gibt es ein gutes Krankenhaus,
in dem auch kranke Seeleute Aufnahme finden. Einrichtungen zum Vergleich
und zur Prüfung von nautischen und meteorologischen Instrumenten sind nicht
vorhanden, doch ist bei Ilfracombe Gelegenheit, Kompasse zu regulieren. See-
karten und Segelhandbücher müssen von Melbourne bezogen werden.
Devonport.
(Amtlich)
Quellen: Engl. Shb. »Australia Directory«, Vol. I, 1907 mit den Nachträgen vom Jahre 1910; »Dues
and Port Charges throughout the World«, Vol. II, 1912. Brit, Adm-Krt. Nr. 1079, »Tasmania« ; Nr. 3717,
Plans in Tasmania. River Merseyv.
Devonport liegt an der Nordseite Tasmaniens, an der Mündung des Flusses
Mersey und ist für Schiffe von 6.7 m (22 Fuß) Tiefgang zugänglich. Die geo-
graphische Lage des Leuchtturms auf Mersey Bluff an der Westseite der Mersey-
Mündung ist 41° 9'$S-Br. und 146° 23’ O-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1914
beträgt 9.0°O. Ihre jährliche Änderung ist sehr gering.
Landmarken. Von der nordwestlichen Huk bei Port Sorell verläuft die
Küste 7'/, Sm in südwestlicher Richtung bis zur Mündung des Mersey, doch
liegt dazwischen, etwa 2 Sm Östlich von der Mersey-Mündung, das Horse Shoe-
Riff, Es besteht aus mehreren, teilweise über, teilweise unter Wasser liegenden
Felsen. Auf seinem nördlichen Teile liegt Egg-Eiland, auf seinem südwestlichen
Wright-Eiland, An der Westseite der Einfahrt in den Mersey liegt Mersey Bluff,
hohes Land, das mit Buschwerk bewachsen ist, ausgenommen am äußersten Ende,
wo der Leuchtturm steht. 11/, Sm westlich von Devonport, an der Mündung des
Flusses Don liegt Don Bluff, ein Küstenabhang, der höher als Mersey Bluff ist.
Don Bluff ist bebaut und es stehen mehrere tote Bäume darauf. Im übrigen