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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Launceston, 
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Kapitän B. Schumacher, S, »Irene«, der im Jahre 1901 von Hobart Ost 
um "Tasmanien nach Launceston versegelt ist, berichtet über die Ansteuerung: 
‚Von Swan-Eiland in der Banks-Straße wurde nacheinander auf Kap Portland, 
Waterhouse-Eiland, Ninth-Eiland und Tenth-Eiland gesteuert. Bei Tenth-Eiland 
bekamen wir am 10, Oktober abends das Feuer von Low Head in Sicht, worauf 
wir beidrehten, um Tageslicht abzuwarten. Bei Tagesanbruch kam ein Lotse 
mit einem Schleppdampfer, und als um 7h V Flutstrom einsetzte, wurden wir ein- 
und dann stromaufwärts geschleppt. Um 2% N kamen wir in Launceston an. 
Der Hafenmeister war schon 1 Sm unterhalb des Hafens an Bord gekommen und 
hatte die Führung übernommen. « 
Leuchtfeuer. Siehe Lfv.1914, Heft VII, Tit.IX für die Ansteuerung von Westen, 
Für die Einfahrt zur Bass-Straße von Osten und für die Küste Tasmaniens 
Heft VIII, Tit. XII. Das Fahrwasser des Flusses ist durch Leuchttürme und 
Leuchtbaken bezeichnet. 
Eine Signalstation befindet sich auf Low Head. 
Lotsen. Es besteht Lotsenzwang. Die Lotsenstation ist bei Pearsons 
Point, etwa 61/, Kblg südlich von Low Head, und hat mit dem Leuchtturm auf 
Low Head telegraphische Verbindung. Bei der Lotsenwache ist eine Motor- 
barkasse zum Versetzen der Lotsen. Dieses Lotsenfahrzeug ist am Tage durch 
eine kleine Flagge, nachts durch ein Flackerfeuer kenntlich. Falls das Wetter 
das Versetzen von Lotsen außerhalb der Flußmündung nicht gestattet, wird die 
Barkasse innerhalb der Mündung in die Mitte des Fahrwassers gelegt; ein- 
steuernde Schiffe, die einen Lotsen haben wollen, müssen dann darauf zusteuern, 
bis der Lotse an Bord kommt. 
Lotsengeld. Segler 6 d für die R-T. netto ein und 6 d für die R-T, netto 
aus; Dampfer 4 d für die R-T. netto ein und 4 d für die R-T, netto aus, Höchst- 
beitrag 15 £, Mindestbetrag 2 £ für einmaliges Lotsen., Schiffe, die bis George 
Town, aber nicht durch den Whirlpool Reach gelotst werden, haben die Hälfte, 
wenn sie unterhalb George Town ankern, ein Drittel zu zahlen. Tagegeld für 
den Lotsen, wenn er durch Quarantäne oder auf Verlangen des Kapitäns an 
Bord gehalten wird, 15 sh für jeden Tag. Das halbe Lotsengeld soll für Segler 
nicht über 10 £, für Dampfer nicht über 7 £ 10 sh, ein Drittel Lotsengeld soll 
für Segler nicht über 7 £ 10 sh, für Dampfer nicht über 5 £ betragen. Schiffe, 
die von einem Dampfer der Hafenbehörde geschleppt werden, zahlen zwei Drittel 
der sonstigen Lotsengebühren, doch nicht unter 2 £. 
Schleppdampfer liegen stets bereit, um ansteuernde Schiffe flußaufwärts zu 
schleppen. Für größere Segler ist ein Schleppdampfer notwendig. Es besteht 
ein fester Tarif. Die beiden vorher bezeichneten Schiffe zahlten für die Strecke 
von der Flußmündung bis zur Stadt Launceston auf- wie abwärts jedesmal 
650 ./ Schlepplohn, . 
Eine Quarantänestation befindet sich auf Middle-Eiland, etwa 7 Sm 
oberhalb der Flußmündung. Schiffe, die in Quarantäne gelegt werden, müssen 
dort ankern, Die Quarantäne wird ziemlich strenge gehandhabt wegen der in 
vielen Gegenden vereinzelt vorkommenden Pestfälle. Bevor man mit dem Lande 
in Verbindung tritt, muß man die ärztliche Erlaubnis dazu haben. Ein Gesund- 
heitspaß wird stets verlangt. . 
Die zollamtliche Behandlung ist dieselbe wie in allen englischen Kolonien. 
Es wird eine genaue Proviantliste verlangt, in der die zollpflichtigen Gegen- 
stände an Bord angegeben sind. 
Tiden. Die Hafenzeit ist bei der Lotsenstation innerhalb der Fluß- 
mündung 11% 10", bei Georgetown 0b 5min, bei Launceston 1% 0min; die Hoch- 
wasserhöhen betragen bei Springtide. 3.0 m bei der. Lotsenstation und bei 
Georgetown und 3.8 m bei Launceston, Bei Niptide beträgt die Hochwasserhöhe an 
den zuerst genannten beiden Stellen 2,3 m und 1.2 m. Die Hochwasserhöhen sind 
sehr unregelmäßig und werden sehr von den herrschenden Winden beeinflußt. Der 
höchste Wasserstand ist bei stürmischem Nordwestwinde und Nipptide beobachtet 
worden.
	        
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