Schütze, A.: Ein neuer Theodolit mit Schnellablesung, insbesondere für Pilotballonbeobachtungen, 101
libelle.. Das Fernrohr ist gebrochen ausgeführt, wodurch ein gleich bequemes
Ablesen aller Höhenwinkel bis zum Zenit, bzw. ohne Umlegen des Instrumentes
darüber hinaus, erreicht wurde, Zur ganz groben Einstellung dienen zwei Visiere,
und zwar kann das Fernrohr vom Okular aus mittels Spiegel und unterem Faden
und in der verlängerten Achse des Objektivs über den Spiegel weg mit dem oberen
Faden gerichtet werden.
Ganz besonderer Wert wurde auf die gesamte Optik gelegt. Außer einem
absolut einwandfreien Prisma fand ein sehr gutes Mikrometer-Okular und ein
lichtstarkes achromatisches Objektiv von 27 mm Öffnung Verwendung. Die Bilder
sind hell und klar. Das Gesichtsfeld hat eine Größe von 3°, Die 14fache Vergrößerung
des Instruments ist für alle Zwecke ausreichend,
Launceston.
(Amtlich)
Quellen: Fragebogen Nr, 1339 des Kapt. C. Schoemaker, S. »Carl«, vom Mai 1900; Nr. 2461
des Kapt. B. Schumacher, S. »Irene«, vom Oktober 1901; »Annalen der Hydrographie usw.« 1901,
S, 296; Engl. Shb. »Australia Directory«, Vol. I, 1907 mit den Nachträgen vom Jahre 1910; »Dues
and Port Charges throughout the World«, Vol, II, 1912; Brit, Adm-Krt. Nr. 1079, Tasmania; Nr. 3649,
Entrance to River Tamar: Nr, 1080, River Tamar.
Launceston liegt auf der Nordseite Tasmaniens am Zusammenflusse der
Flüsse North Esk und South Esk, deren gemeinsamer Unterlauf Tamar genannt
wird und in die Bass-Straße mündet. Der Tamar ist bis Georgetown, etwa 4 Sm
innerhalb seiner Mündung, für Schiffe jeden Tiefganges und bei Hochwasser bis
Launceston, 38 Sm innerhalb der Mündung, für Schiffe von 6.4 m (21 Fuß) Tiefgang
zugänglich. Die geographische Lage des Leuchtturmes auf Low Head,
an der Ostseite. der Tamar-Mündung, ist 41° 03’ N-Br und 146° 49’ O-Lg. Die
Mißweisung für das Jahr 1914 beträgt 9.4° O. Ihre jährliche Änderung ist
sehr gering. .
Landmarken. Vom Westen her bilden Moonlight Head und Kap Otway
gute Landmarken,
Moonlight Head ist eine rundliche steile und stark bewachsene Huk, hinter
welcher sich in unmittelbarer Nähe 150 m hohe Hügel erheben, die den Ausläufer
des Otway-Höhenzuges bilden. Dieser ist 2 bis 3 Sm landeinwärts bereits mehr
als 300 m hoch, und sein höchster Berg westlich von Kap Otway ist ein rundlicher
Gipfel von 550 m Höhe, der etwa 10 Sm nordöstlich von Moonlight Head
liegt. Kap Otway ist ein steiler felsiger Vorsprung von 76 m Höhe, dessen Abhänge
dunkelbraun erscheinen. Hinter ihnen erheben sich mit Gras bewachsene
Hügel bis‘ zu 107 m Höhe, Auf der südwestlichen Huk des Kaps steht ein weißer
runder Leuchtturm von 19 m Höhe, King Island ist in nördlicher Richtung
36 Sm lang und steigt in der nördlichen Hälfte bis zu 108 m, in der südlichen
bis zu 213 m Höhe an. Längs der ganzen Westküste von King Island zieht sich
ein 60 bis 100 m hoher Höhenzug, Kap Wickham, das Nordende von King
Island, besteht aus grauem Granit, ist 90 m hoch und trägt einen weißen, 44 m
hohen runden Leuchtturm.
Von den unmittelbar vor dem Nordwestende Tasmaniens liegenden Inseln
bildet besonders die Three Hummock-Insel eine vorzügliche Landmarke. Von
ihren drei Gipfeln ist der nördliche 180 m und der südliche 240 m hoch. Obwohl
die Küste Tasmaniens ziemlich hoch ist (bei Rocky Head mehr als 300 m), sieht
man bei klarem Wetter gewöhnlich doch die etwa 20 Sm landeinwärts liegenden
hohen Berge früher als die Küste selbst. Von ihnen ‚ist der westlichste,
Valentine Peak, 1250 m, der etwa 10 Sm östlicher liegende Black Bluff
1355 m und der von diesem in östlicher Richtung etwa 15 Sm entfernte Mount
Roland 1233 m hoch. Der noch fast 50 Sm östlicher liegende, 1160 m hohe
Row Tor kommt für die Ansteuerung der Tamar-Mündung besonders in Betracht,
weil er ihr von den hohen Bergen am nächsten ist.