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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1913. 
das Übergewicht bekommen. Vor allem tritt das Übergewicht von K, deutlich 
ins Auge, 
Zur Klarstellung dieser Verhältnisse will ich in einer Tabelle die Stellung 
der Eintagstiden zu den Halbtagstiden geben, . 
A En 
KM, Ki | Ö:M, | 0:8, | O:P | KırO 
Ragusa . 
Pelagosa, . 
St. Andrea . 
Pola “. . 
3:9 
2:3 
36: 65 
26:25 
I 
03:58 
66:49 
78:43 
a. 
Kr« 
L:S 
2:8 ij 22:2 
1:2 3:2 
2:5 22:21 
5:8,7 2:2 
5:2 
2:1 
Bil 
In Ragusa übertrifft M, K, noch bei weitem. Ihre Amplitude ist fast 
das Doppelte der von K,. Auch S, ist hier noch größer als K,. Ragusa steht 
also unter dem Einfluß der Halbtagstiden, 
Auf Pelagosa ist K, schon größer als S,. M, übertrifft freilich K, noch 
um ein Bedeutendes, Ihre Amplituden nähern sich aber schon im Verhältnis zu 
Ragusa. Sie verhalten sich wie 3:2. Auf Pelagosa ist also ein Steigen des 
Einflusses der K, Tide zu beobachten. Auf St, Andrea sind dann M, und K; 
nahezu gleich. Das Verhältnis ihrer Amplituden ist fast 1:1. K, ist schon ein 
wenig größer als M,. 
In Pola ist dann K, die Haupttide geworden. Sie übertrifft M, um !/, cm. 
Auch O zeigt von Ragusa bis Pola einen wachsenden Einfluß auf M,. In Ra- 
gusa ist O==!/,, in Pelagosa, St. Andrea und Pola !/, von M,. 
Im Vergleich mit S, tritt das Wachstum der eintägigen Tiden noch mehr 
hervor. Nur in Ragusa ist K, kleiner als S,, auf Pelagosa überwiegt K, schon 
um !/, cm, auf St. Andrea um 2 cm und in Pola um 7 cm. 
O bleibt immer kleiner als S,. O ist an allen vier Orten fast gleich P, 
Das Verhältnis der vom Mond und Sonne zusammen gebildeten K, und 
der lunaren O ist in der ganzen Adria fast konstant. Der Mittelwert ist 3:1. 
Hieraus ergibt sich: Je weiter nach Norden, desto größer wird 
1. der Einfluß der Eintagstiden, besonders derjenigen von K,, 
2, die tägliche Ungleichheit, 
Wir finden also unser Vorhergezeigtes vollkommen bestätigt, 
Im Anschluß hieran möchte ich noch erwähnen, daß die Adria gegen 
Norden flacher wird. Die Welle wird also auch gegen Norden immer höher 
werden, 
Neben den Amplituden haben auch die Kappazahlen Bedeutung. In der 
nachstehenden Tabelle habe ich die Differenzen S,°—M,° und K,°—0,° zu- 
sammengestellt. 
In Spalte III und IV gebe ich in Tagen das Alter der halb- und ein- 
tägigen Springflut. 
Ort 
Ragusa , 
Pelagosa . . 
St. Andrea . 
Pola 
8 8° — M,° 
\ 8,° — M,° ! K;° — 0, (2 SM ) | K,; — O0, 
28.609 
36.039 
50.279 
636° 
14,55° itg 
39.30° 11 tg 
61.11° Ztg 
3.720 1er 
Uatg 
IA 
2 tg 
Ute 
| 
I, Die erste Differenzenreihe S,°—M,° ergibt, wenn wir sie mit 0.041 
multiplizieren, das Alter der halbtägigen Springflut in Tagen an, das heißt den 
Zeitpunkt, wo die halbtägige Sonnen- und Mondflut mit gleicher Phase zusammen- 
treffen. Die so gefundene Zeitdifferenz zeigt uns, wieviel Tage vor oder nach 
Neu- oder Vollmond die M, und S, Tide gleichzeitig Flut haben, oder wann 
Springflut ist in bezug auf die Syeygien.
	        
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