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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1913,
südwestliche. Gewitter wurden an einzelnen Stellen der Küste am 1,, 3., 27. und
29. beobachtet. Heiteres Wetter in größerer Verbreitung wurde nicht beob-
achtet; dagegen trat häufig Nebel auf, besonders am 83., 16., 17., 18., 22., 23,.,
29, und 30. vorzugsweise im Westen.
Vom 1. bis 3. stand die deutsche Küste unter dem Einfluß eines Tief-
druckgebietes, das mit seinem Kern von der östlichen Ostsee langsam ostwärts
wanderte und gefolgt von einem Hochdruckgebiet auf seiner Bückseite am 1.
und 2, von stürmischen, namentlich an der Ostseeküste auftretenden nordwest-
lichen Winden begleitet war. Am 3. schritten noch Ausläufer über das Küsten-
gebiet hin, während am 5. sich ein neues Tiefdruckgebiet über der Nordsee
einstellte. Am 6. kam die Witterung unter den Einfluß eines von Skandinavien
südwärts wandernden Hochdruckgebietes, das nordöstliche Winde und größten-
teils trockenes Wetter mit sich brachte. Während sich am 7. das Hochdruck-
gebiet nach dem Kontinent verlagerte, kam das deutsche Küstengebiet erneut in
den Bereich eines Tiefdruckgebietes, und nun zogen in unausgesetzter Folge bis
zum Monatsschluß Depressionen und Ausläufer von solchen über das deutsche
Küstengebiet hin. Nur vorübergehend besserte sich das anhaltende regnerische
Wetter; so am 16. bis 18, an der Ostseeküste, die an diesen Tagen unter dem
Einfluß hohen Luftdruckes stand, sowie am 21. und 22., wo ebenfalls hoher Luft-
druck vorübergehend das Küstengebiet beeinflußte.- Bemerkenswert waren während
dieser Zeit nur die Tage vom 25. bis 27., wo fast an der ganzen Küste ver-
breitete stürmische Winde auftraten. Ein tiefes Minimum war am 25, über der
Gegend der Farör erschienen, das einem Hochdruckgebiet über Südwesteuropa
gegenüber lag und auf seinem Wege nach Osten Südweststürme mit sich brachte.
Während sich das Hochdruckgebiet zurückzog, folgte am 26, ein neues, noch
erheblich tieferes Minimum nach, das erneut bis zum 27. anhaltende stürmische
südwestliche Winde brachte.
Druck und Verlag von E, S. Mittler & Sohn, Königliche Hofbuchhandlung und Hofbuchdruckerei
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