Die Witterung an der deutschen Küste im Oktober 1913, 647
Niederschlag, mm!)
Zahl der Tage
Windgeschwindigkeit 2)
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Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
Mittl. Wind-
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Bei einem um 1 bis 2 mm zu hohen mittleren Barometerstande war die
Witterung an der deutschen Küste im Monat Oktober meist ziemlich mild und
sehr trocken. Die registrierten Windgeschwindigkeiten hielten sich bedeutend
unter den normalen, und die vorherrschende Windrichtung war die südöstliche
bis südwestliche. Stürmische Tage waren der 6. an der Ostseeküste, wo die Winde
aus östlichen bis nordöstlichen Richtungen wehten, ferner der 9. an der Ostsee-
küste, wo die Windrichtung die nordwestliche war, und schließlich der 10. an
der Ostseeküste; hier war die Richtung der Winde die nördliche bis nordöstliche.
An einzelnen Stellen der östlichen Ostsee traten stürmische Winde noch am 15,,
16. und 18., sowie an der Nordseeküste am 27. auf. Gewitter wurden am 3. an
der östlichen Ostseeküste und am 5. an der Nordseeküste beobachtet. Tage ‘mit
heiterem Wetter in größerer Verbreitung waren der 1., 2, 11. bis 13., 17. bis
18. und 21., sowie der 16., 22., 17. bis 29. an der Ostseeküste. Nebel wurde in
größerer Verbreitung am 3,., 4., 18. bis 21., am 25. und an der Ostsee an den
beiden letzten Monatstagen beobachtet.
Am 1. und 2. stand die deutsche Küste unter dem Einfluß hohen Luft-
drucks und hatte ruhiges, heiteres und ziemlich warmes Wetter. Am 8. erstreckte
sich eine Tiefdruckfurche von der Ostsee bis zur östlichen Ostsee, die verbreitete
und stellenweise starke Niederschläge brachte.
Bis zum 9. blieb nun das regnerische Wetter bestehen. Hoher Luftdruck
verharrte mit verschiedentlichen Umformungen über Nordwesteuropa und Skan-
dinavien zunächst bis zum 6, während Drepressionen über dem Kontinent und
über Westeuropa lagen. An diesem Tage entwickelten sich an der Ostseeküste
an der Südseite des Hochdruckgebiets steife und stürmische nordöstliche Winde.
Am 7. trennte sich der nach Skandinavien vorgeschobene Hochdruckausläufer
1) Die Niederschlagswerte sind auf ganze Millimeter abgerundet.
2) Erklärung siehe »Ann. d. Hydr. usw.« 1905, S. 143.