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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Newcastle, N. 8. W. 
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Dampferlinien. Dampfer des Norddeutschen Lloyd und der Deutsch-Austra- 
lischen Dampfschiffs-Gesellschaft laufen den Hafen an. Europäische oder ameri- 
kanische Postdampfer laufen nicht regelmäßig an, wohl aber besteht regelmäßige 
Verbindung mit allen australischen und neuseeländischen Häfen. Newcastle ist 
mit den australischen Staaten, West-Australien ausgenommen, durch Eisen- 
bahnen verbunden, Überseeische Kabel münden nicht am Orte, doch steht 
Newcastle mit Sydney und dem Norden von Australien in telephonischem und 
telegraphischem Verkehr. Der »Hunter«, der zweitgrößte Fluß von Neu-Süd- 
Wales, ist 300 Sm lang und ist für Dampfer von etwa 800 tons!) bis nach Morpeth, 
23 Sm oberhalb Newcastle, befahrbar. 16 Sm von Nobby Head findet man unter 
gewöhnlichen Umständen Wassertiefen von nicht weniger als 2.4 m, Das Fahr- 
wasser ist durch Tonnen und Baken bezeichnet, 
Schiffsausrüstung. Bunkerkohlen sind in jeder Menge und Güte zu haben 
und werden an den Ladebrücken eingenommen, Es können etwa 250 Tonnen in der 
Stunde verladen werden. Frischer und Dauerproviant sowie Ausrüstungs- 
gegenstände sind zu angemessenen Preisen erhältlich. Die Ladebrücken werden 
von der städtischen Wasserleitung mit Wasser versorgt. Gutes Wasser in jeder 
Menge ist zum Preise von 4 sh für 1000 Gallonen zu haben. Das Flußwasser ist 
salzig. Schiffe nehmen in Newcastle zum Versegeln als Ballast fast nie Steine 
oder Sand, sondern stets Kohlen. 
Auskunft für den Schiffsverkehr. Das Deutsche Konsulat befindet sich 
in der Scott-Straße. Agenten des »Bureau Veritass und des »Vereins Hamburger 
Assecuradeure« sind am Ort. Auch der »Norddeutsche Lloyd« und die »Deutsch- 
Australische Dampfschiffs-Gesellschaft« haben Agenten dort. Hafenamt, Hafen- 
polizeiamt, Lotsen- und Zollamt liegen an der Südseite des Hafens dicht bei- 
einander, fast unmittelbar an den Kaianlagen für Passagierdampfer. Es ist rat- 
sam einen Arzt gleich für die Zeit im Hafen für etwa 4 £ 4 sh anzunehmen; 
kranke - Seeleute werden im Notfalle auch unentgeltlich in das Allgemeine 
Krankenhaus aufgenommen; der gewöhnliche Preis für die Person und den 
Tag ist 4 sh. Ein gut eingerichtetes Seemannsheim liegt neben dem Zolihause; 
außerdem befindet sich eine Seemannsmission in Stockton. Mannschafts- 
entweichungen, namentlich von Segelschiffen, kommen vor. Im Jahre 1911 
sind von deutschen Schiffen 104 Mann entwichen, Seeleute und Heizer sind fast 
stets in genügender Anzahl am Ort wieder zu bekommen. Beim Abgang des 
Schiffes kommt die Hafenpolizei an Bord, um nach unangemusterten Seeleuten 
zu forschen, diese werden dann in Gegenwart der Hafenpolizei, wenn nichts gegen 
sie vorliegt, angemustert, wofür 3 sh für den Mann bezahlt werden muß. 
Zeitball. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere«, Heft VIII. Seekarten und 
Segelhandbücher sind bei W. H. Sprout & Co, 99 Hunter Street zu be- 
kommen. Der Optiker C. Pearce prüft und vergleicht nautische und meteoro- 
logische Instrumente, 
Chanaral de las Animas. 
(Amtlich) 
Ergänzung zum Piloten, 1904, B. III, Seite 421. Quellen: Bericht Nr. 3539 des Kapt. D. Kruse, S. 
»Christine«, vom Juli 1904; Nr. 3793 des Kapt. F. Schepp, S. »Louis Pasteur«, vom Januar 1906; 
Fragebogen Nr. 4230 des Kapt. P. Lorenzen, $. »Wellgunde«, vom Mai 1907. Englisches Shb. 
»South America Pilot«, Part. II, 1905. Brit. Adm-Krt. Nr. 3013, Chafiaral de las Animas Bay; 
Nr. 1276, Herradura de Carrizal to Grande Point. 
Landmarken. Die 183 m hohe Insel Pan de Azucar ist bei klarer Luft 
auch eine sehr gute Landmarke für vom Süden kommende Schiffe, Sie hat 
pyramidenförmiges Aussehen und hebt sich deutlich von der Küste ab, Für 
vom Süden kommende Schiffe bildet White-Eiland, etwa 20 Sm nördlich von der 
Caldera-Huk, eine gute Landmarke, wenn die Bergspitzen auf dem Festlande 
I) Hier scheint nur Tragfähigkeit gemeint zu sein,
	        
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