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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1913.
Die Einfahrt ist geschützt durch Hafendämme oder Wellenbrecher, zwischen
denen der Zugang zum Hafen liegt. Der nördliche ist im Jahre 1912 fertig
geworden. Seine Gesamtlänge beträgt 1036 m. Er ist keine Verlängerung
des alten nördlichen Hafendammes, sondern läuft vom Strande vor Stockton
aus und bildet mit dem Außenende des alten Hafendammes einen sack-
artigen Wellenfänger. Der südliche Hafendamm ist 1408 m lang und wurde als
fertig angesehen, doch soll er um etwa 140 m verlängert werden, um den süd-
lichen Seegang aufzufangen, der seit Fertigstellung des nördlichen Wellenbrechers
von diesem aufgefangen und in den Hafen gelenkt wird. In ähnlicher Weise
wie auf der Nordseite der Einfahrt ist auf der Südseite ein Wellenfänger durch
einen hakenförmigen Damm angelegt, dessen Wurzel bei der Rettungsstation
am Lotsenhafen liegt.
Die Einsteuerung sollte nicht ohne Lotsen unternommen werden. Kann
sich ein Schiff, das vorzeitig in zu große Nähe des Landes geraten ist, draußen
nicht halten, bis es einen Lotsen bekommt, so steuere man unter Beachtung
etwaiger Signale der Signalstation in etwa 2 Kblg Abstand um den neuen süd-
lichen Hafendamm herum und drehe südwestwärts auf, um in die Richtlinie der
beiden Richtfeuer auf dem Hügel hinter der Stadt einzusteuern, sobald man
äen Hafen offen oder bei Nacht die beiden grünen Leuchtfeuer vor dem nörd-
lichen inneren Hafendamm in Linie sieht und gleich darauf auch das rote Feuer
am Außenrande des Innenriffes an der Südseite der Hafeneinfahrt in Sicht
kommt. Hat man das rote Unterfeuer der Richtfeuer in der Peilung rw. 232°
(mw. SW!/,S) unter dem weißen, so laufe man auf dieser Richtlinie ein, bis man
das äußere grüne Feuer auf dem inneren nördlichen Hafendamme annähernd
querab an St-B. hat oder bis das rote Feuer am Außenrande des Innenriffes an
der Südseite des Fahrwassers an B-B. achteraus aus Sicht kommt. Man laufe
nun mitten durch zwischen dem innern grünen Feuer an St-B. und den beiden
senkrecht übereinander stehenden roten Feuern an B-B. in den Hafen und
ankere, wo man kann. Beim Anfang des Einsteuerns an den Außenenden der
Wellenbrecher hat man besonders darauf zu achten, daß das rote Unterfeuer
der Richtfeuer nicht nach links vom weißen Oberfeuer wandert, weil man sonst
zu ‚weit nach dem nördlichen Wellenbrecher hinüberkommt. Weiter drinnen,
etwa querab vom roten Feuer unter Nobby Head, darf man das rote Unterfeuer
der Richtfeuer nicht nach rechts vom weißen Oberfeuer kommen lassen, weil
die Richtlinie nur 73 m frei von der Untiefe vor Boulder Point führt. Seit
Herstellung der äußeren Hafendämme ist die Barre geschützter als früher, und
die Gezeitenströme setzen mehr in der Richtung des Fahrwassers,
Hafenanlagen. An der Südseite des Hafens erstrecken sich von der
Rettungsstation aus etwa 1000 m Kaianlagen mit Eisenbahnanschluß. Sie dienen
hauptsächlich dem Passagierverkehr, und Schiffe bis zu 7,6 m Tiefgang können
dort liegen. Schiffe mit weniger Tiefgang pflegen weiter westlich zu liegen, wo
keine Bahngleise mehr an den Anlegeplätzen sind. Noch weiter westlich folgen
dann einige Kohlenschütten, und in der südwestlichsten Ecke endlich geht eine
Ladebrücke ihrer Vollendung entgegen. Sie bildet die Südseite des neuen Hafens
»the Basin«, an dessen Kaianlagen Schiffe bis zu 8.5 m Tiefgang unter 6 Wasser-
druckkränen Kohlen laden können.
Die Westseite des Hafens, der Bullock Island Dyke, hat die Hauptanlagen
zum Verladen von Kohlen, nämlich 12 Wasserdruckkräne, die je 9 bis 25 t, und
3 Dampfkräne, die je 15 bis 16 t heben. Weiter oberhalb sind zunächst 6 Ballast-
brücken von je 15 m Länge, je 61 m voneinander entfernt, an denen man Ballast
löschen kann; dann folgen eine Anlegestelle mit einem 30 t-Kran, noch ein paar
Ballastbrücken und noch weiter oberhalb, am Waratah-Kanal, eine Brücke zum
Verladen von Kupfererz und eine Kohlenschütte der Waratah-Eisenbahn.
An der Ostseite des Hafens, bei Stockton, werden keine Kohlen mehr
verladen, weil die Gruben dort ihren Betrieb eingestellt haben. Die Ladebrücken
dort können in ‘ihrer ganzen Länge für anderweitigen Schiffsverkehr benutzt
werden; es sind auch einige Anlegestellen dort, wo man Ballast löschen kann.