622 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1913.
turmes auf Nobby Head ist 32° 55’ S-Br. und 151° 49’ O-Lg. Die Mißweisung für
das Jahr 1913 ist 9,8° O; die jährliche Änderung ist sehr gering.
Landmarken. Wenn man vom Süden kommt bildet Norah Head, 14 Sm
nordnordöstlich vom First Point des Kaps Three Points, eine gute Landmarke,
Norah Head ist mit Bäumen bestanden und ist durch seinen weißen Leuchtturm
und durch eine sehr auffallende weiße Sandstelle !/„ Sm südlich von der Huk
gut auszumachen. Die Küste südlich und nördlich von der Huk ist felsig, Klippen
sind ihr 1!/, Kblg weit vorgelagert.
31/, Sm nördlich von Nora Head liegt 1 Sm vom Lande ab Bird Islet, das
eine Länge von 366 m und eine Höhe von 53 m hat.
Moon Islet ist ein abgeflachtes felsiges Inselchen von 6 m Höhe, es liegt
1. Sm von der Einfahrt in den Maquarie-See.
Als Ansegelungsmarke für den Hafen dient Nobby Head, das wie eine
steile runde Insel erscheint, in Wirklichkeit aber mit dem Festlande durch einen
Hafendamm verbunden ist. Nobby Head steigt schroff zu einer Höhe von 28 m
aus dem Wasser empor. Auf dem Gipfel steht ein weißer Leuchtturm, der bei
sichtigem Wetter auf 13 bis 15 Sm Abstand sicher erkannt wird. Nach
Kapt. Ad. Müller war der Schein des Feuers von Nobby Head schon auf 22 Sm
Abstand zu sehen. 51/, Kblg in südwestlicher Richtung von Nobby Head liegt
der Signal Hill, auch Fort Scratchley genannt. Es ist ein kleiner steiler Hügel
von 35 m Höhe, auf dem zwei Signalmasten und zwei kleine Baken, des Hafen-
meisters Haus und der Lotsenausguck stehen.
Das Land südlich von der Hafeneinfahrt ist bergig und 75 bis 180 m hoch.
Nordöstlich vom Hafen bis nach Morna-Huk erstreckt sich ein 18 Sm langer
Sandstrand, hinter. dem sich mit Gestrüpp bewachsene Dünen bis zu 18 m Höhe
erheben. Morna-Huk ist ein steiles, hügeliges Vorgebirge. Mehrere Untiefen sind
diesem 1!/, Sm weit vorgelagert, auf denen bei schlechtem Wetter schwere
Brandung steht.
Eine gute Landmarke für von Osten kommende Schiffe ist Stephens
Point. Diese Huk liegt 4'/, Sm ostnordöstlich von Morna-Huk; sie bildet
ein felsiges Vorgebirge, das 2 Sm südlich von der Einfahrt nach Port Stephens
am Fuße des 76 m hohen Berges Stephens liegt. Ein Leuchtturm steht auf der
östlichen Erhebung etwa 1 Kblg von ihrem äußersten Ende. Vor der Huk liegt
felsiger Grund, auf dem es bis zu !/, Sm östlich von der Huk brandet. Das Vor-
gebirge ist mit dem Festlande durch eine schmale Sandzunge verbunden, die
Narrow Gut genannt wird und die Nordseite der Fingal-Bucht bildet.
Ansteuerung. Die Ansteuerung des Hafens von Newcastle ist an der Hand
der Karte einfach. Wenn es der Wind zuläßt, laufen Segler Nobby Head ge-
wöhnlich auf etwa rw. 319° (mw. NW !/,W)-Kurs an. Man kann sich dem Lande
südlich von der Hafeneinfahrt unter entsprechender Vorsicht bis auf 20 m
Wassertiefe nähern. Nördlich von der Hafeneinfahrt steht aber immer schwere
Brandung, deren Einfluß bei schlechtem Wetter weit hinaus reicht; diesem Teile
der Küste sollte man deshalb immer fernbleiben. Und da die Einfahrt nach
Newcastle in einer Bucht liegt, sollte man bei südlichen oder südöstlichen Stürmen
oder bei Anzeichen davon stets besonders vorsichtig sein. Viele Schiffe sind
schon dadurch verloren gegangen, daß sie versucht haben, bei stürmischen süd-
lichen oder südöstlichen Winden einzulaufen, aber der hereinbrechenden Nacht
wegen oder wegen Ebbestromes oder aus anderen Ursachen den Hafen nicht
haben erreichen können und dann auf die gefährliche Küste in Lee geraten sind.
Bei südöstlichen oder südlichen Stürmen rollen dort gewaltige Brecher etwa 2 Sm
weit vom Strande zurück. Unter solchen Umständen sollte man draußen bei-
drehen, wo man noch Raum genug hat zu treiben, und sollte dort bessere
Gelegenheit abwarten.
Leuchtfeuer und Nebelsignale siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1913, Heft VIIL
Tit. XII. Eine Signalstelle mit zwei Signalmasten befindet sich auf Nobby Head,
Der eine Mast steht nördlich, der andere südlich vom Leuchtturm. Die Station
ist mit Morselaternen ausgerüstet.