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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1913. 
befindet. Hernach passiere man südlich von einer schwarzen Tonne und halte 
dann die Mitte des Fahrwassers, bis man querab und dicht bei der Haycock- 
Insel steht. Von hier aus steuere man auf die nächste Huk zu, hole dann etwas 
hinüber nach der Westseite der Durchfahrt, lasse eine schwarze Tonne an St-B., 
halte dann wieder auf nördlichem Kurse nach der Ostseite hinüber und lasse 
eine rote Tonne an B-B, Dann halte man die Mitte des Fahrwassers bis zu 
einer kleinen Mangroven-Insel, lasse sie im Vorbeifahren !/, Sm an B-B. und 
steuere dann wieder in der Mitte des Fahrwassers entlang bis zum Ankerplatze 
vor Cardwell. Die Durchfahrt ist gut begrenzt und hat 9.1 bis 14.5 m Wasser- 
tiefe. An die Felsenküste der Hinchinbrook-Inseln kann man größtenteils dicht 
hinangehen; vom Festlande dagegen erstrecken sich Sand- und Schlickbänke auf 
beträchtliche Entfernung. Nachts sollte man nicht durchfahren, 
Leuchtfeuer. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1912, Heft VIII, Tit. XII, 
Nr. 3325, 3330 bis 83350. Signalstellen. Auf der Lucinda-Huk befindet sich 
die Lotsenstation, mit der Schiffe Signale austauschen können. Die Nachrichten 
werden telegraphisch weitergegeben. (Siehe auch Cooktown. Ann. d. Hydr. 
1912, S. 558.) 
Lotsenwesen. Die Lotsenstation befindet sich auf der Lucinda-Huk. Der 
Lotse kommt bei der Ansteuerungstonne an Bord, wenn seine Hilfe gewünscht 
wird, Um Verzögerung zu vermeiden, ist es ratsam, vom Abgangshafen dem 
Lotsen die ungefähre Ankunft des Schiffes zu telegraphieren. Wünschen Schiffe 
an der Nordeinfahrt einen Lotsen, so müssen sie ihn entweder an der Südein- 
fahrt an Bord nehmen oder ihm so zeitig Nachricht geben, daß er Zeit hat, 
durch die Hinchinbrook-Durchfahrt und bei der Hecate-Huk an Bord zu kommen, 
Lotsgeld und Lotsensignale wie für Cooktown. 
Sturmsignale werden von der Lotsenstation bei Annäherung schlechten 
Wetters gegeben. Über die Signale selbst siehe Cooktown, 
Gezeiten. Die Hafenzeit für die Hinchinbrook-Durchfahrt ist 9% 30min, die 
Hochwasserhöhe bei Springtide beträgt 1.8 bis 3.7 m. 
Gezeitenströme. Der Flutstrom setzt in beide Einfahrten der Hinchin- 
brook-Durchfahrt hinein und die Ströme treffen etwa 8 Sm westnordwestlich von 
der Lucinda-Huk, zwischen der Haycock-Insel und dem Berge Leafe auf der 
Hinchinbrook-Insel, aufeinander, Von der Mündung des Herbert-Flusses setzt 
im allgemeinen beständiger Strom nordwärts; nur nicht nach steifen südöstlichen 
Winden oder wenn der Fluß starkes Oberwasser führt. (Siehe auch Cooktown.) 
Gezeitensignale. Befindet sich ein Schiff um einzulaufen vor der Barre 
oder will ein Schiff den Hafen verlassen, so werden auf der Lotsenstation die 
Tiefen auf der Barre durch Signale gezeigt. (Über die Signale selbst siehe 
unter Cooktown.) 
Hafenanlagen. Bei der Lucinda-Huk befindet sich eine Ladebrücke mit 
5.5 m (18') Wasser längsseit bei Niedrigwasser. Eine zweite Ladebrücke ist bei 
Cardwell an der Nordeinfahrt zur Hinchinbrook-Durchfahrt, sie ist jedoch nur 
kleinen Schiffen zugänglich. 
Der Ort Cardwell ist gegenüber der Hecate-Huk auf dem Festlande nahe 
am Strande schon im Jahre 1863 gegründet, ist aber jetzt von geringer Be- 
deutung, da er durch eine hohe Gebirgskette vom Hinterlande abgeschlossen ist. 
Im Jahre 1901 zählte der Ort nur 70 Einwohner. Dungeness, an der Südeinfahrt 
zur Hinchinbrook-Durchfahrt, ist der Ein- und Ausklarierungshafen für die 
Hinchinbrook-Durchfahrt. Das Zoll- und das Telegraphen-Amt sowie sonstige 
Geschäftshäuser haben ihren Sitz aber nach Lucinda verlegt, da die See in der 
Umgebung von Dungeness fortwährend Land wegspült, so daß die sandige Huk, 
auf der die Häuser errichtet sind, in kurzer Zeit eine Insel sein wird. 
Ausgeführt wird von Cardwell Frucht und von Lucinda Zucker in 
größeren Mengen. 
Dampferlinien. Küstendampfer unterhalten Verkehr mit den Plätzen an 
der Hinchinbrook-Durchfahrt. Sie kommen dreimal wöchentlich nach Cardwell, 
um Frucht zu laden. Straßenbahnverbindung besteht von Lucinda aus mit 
Halifax, Macnade und dem 20 Sm landeinwärts gelegenen Ingham. Eine Tele-
	        
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