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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Schneider, J.: Die jährliche und die monatlichen Änderungen der Luftdruckverteilung usw. 605 
Tabelle 12. 
Größte Änderungen des Barometerstandes während des Jahres und der einzelnen Mondumläufe. 
Ord,-Nr, 
der Örter 
[—XI1 
Absoluter Betrag | 
in Hundertstelmillimeter 
1—6 8a A. HM ! Summe 
Betrag in Prozenten 
der jährlichen Anderung 
A--H | Summe 
1—6 | a 
19.0 69.3 
19.6 80.1 
13,6 74.0 
20.4 90.4 
25.1 97.6 
28,7 211.7 
289 110.8 
129 26.4 114.0 
8 1.9 93.9 
20 23.9 103.4 
4 28,9 1205 
18 21 19.1 
103 233 119.9 
46 538.4 188.7 
7 35.2 115.7 
‘3 30.0 106.3 
1 30.3 107.2 
1 I 26.4 98.0 
716 5 „46 26.3 93.8 
192 52 462 25.5 77.6 
178 58 417 20.6 54.4 
189 ‚54 455 37.3 1102 
“2 163 417 41.9 . 107,2 
126 161 398 39,5 82.9 
166 128 337 37.1 71.4 
154. 89 303 17.6 59,8 
183 142 298 23 115.6 
124 172 343 144 ) 885 
165 |. 163 350 42.0 | 90.2 
121 | 125 263 ; 34.6 | 73.0 
117 86 221 19.0 48.8 
2A 19 315 . 40,3 89.5 
Mittel | 503 | 115 | 215 | 137 | 467 | 225 | 434 | 28.7 | 946 
Am Fuß der Tabelle 12 stehen nun die Mittelwerte von den Zahlen der 
einzelnen Kolonnen. Aus denselben‘ ersehen wir, daß die mittlere jährliche 
Schwankung des Barometerstandes über Europa durchschnittlich 5 mm beträgt. 
Die monatlichen Änderungen. bleiben ziemlich weit hinter jener zurück. Sie 
können aber bei geeigneter Übereinanderlagerung der drei betrachteten Mond- 
umläufe die Jahresschwankung durch ihre Summierung beinahe erreichen. Im 
Vergleich zu der durch den Sonnenumlauf bewirkten Änderung vermag sich die 
durch den Mond herbeigeführte insgesamt auf 94.6° , zu steigern. Davon ent- 
fallen auf den anomalistischen Umlauf 22,5, auf den tropischen 43.4 und auf den 
synodischen 28,7%. Wenn auch die Verschiedenheit dieser Werte teilweise in 
der von uns vorgenommenen ungleichen Einteilung der drei Monate in 6, 10 und 
8 Teile ihren Grund haben dürfte, so kann doch der für den tropischen 
Monat angegebene erhebliche Mehrbetrag hierdurch allein seine Erklärung nicht 
finden. Darum deuten auch diese Werte darauf hin, daß der mutmaßliche Ein- 
fluß des Mondes auf den Luftdruck ‚wirklich besteht und daß die durch den 
anomalistischen Umlauf bedingte Änderung am kleinsten, die durch den tropischen 
Umlauf hervorgerufene am größten ist. 
Noch bestimmtere Anhaltspunkte für einen tatsächlich vorhandenen Mond- 
einfluß lassen sich gewinnen durch einen Vergleich der räumlichen Verteilung 
stärkster Luftdruckänderungen. Um diesen bequem zu ermöglichen, sind mit 
Hilfe der Zahlen in Tabelle 12 die unteren Kärtchen der Tafel 19 entworfen worden. 
Diese enthalten die Linien, deren Punkte gleich große Schwankungen des Luft- 
Adrucks in den betrachteten Zeitabschnitten zu verzeichnen haben.
	        
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