600 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1913.
Tabelle 8, Abweichungen der mittleren Barometerstände von ihrem jährlichen Mittelwert, befreit
vom Sonneneinfluß und ausgedrückt in Hundertstelmillimeter,
Ord-. |
Nr ı
‚der
Örter
Mondstellungen
a
b cid e|/fıgih
i3 | k
-100 1117° 3° 98-49 25-126 -15'-20
123 — 541314 7113 39. 45— 72-21 —73
135 — 86° 39 12,119 142; 55 - 4-73 -68
-139- 76 51. 3104 96; 72 - 13-12 -85
138- 52 91, 989 54 87- 47 - 9-80
44- 36118 * 71-1 97- 73 17-50
128 — 16.107 14 33-25, 85—- 92 40-17
189-109. 5 °* 84168) SO, 17 -81'-59
148:— 97| 34 72.1041 93/ 49 -19:-83
-153 - 87, 61-‘ 72/ 60110 15! 3-73
-147— 761 64 59‘ 16122 1‘ 18159
-127- 76: 61—- 38 2121 1 2134
109 - 91-95 44158 32 57-18 12
-- 93-126 -54, 20136 82 74-20 3
116-117 -63 22120109 S1- 9-35.
131 97-7 20 72'105 104 872
Ord-
Nr,
‚der
Orter
Mondstellungen
a be eidiel|f,gıh'ilk
125! -85 '-15 37 59102 84 2-60
-1231 -S4 — 9, 437 42101 8 3-4
110, -81, 5-11: 22 28106 3 - 4-30
105. 46 18- 5-11 1 87 5° 10-15
—- 93-7 50 3-41-11 28 65 30-23
— 60-8283 3-36 57106 44 25, 21
— “2 66-58: 2-16 47; 90 82 13-15
4 2-28 -721-28,- 9-4 46' 9* 98 | 0-27
5 81-79 [-37,- 1 17 39 63 85 — 5-10
% -— 55 -711.27-25: 24: 31 62 °3 - 1-21
7 = 7-57 ;-89.— 5-68 39, 94 ı4 | 24, 44
28 ‚- 31,-61,-62 7-22 29 60. 62; 16: 3
29 - 55 -73|-28-2 18 28 36 92 - 7-9
N!
1 |- 14 74-51 -17 24 43.29 37:20 6
32 |- 16-6631 10. 2 21 175-7 15
Namentlich diese letzte Zahlenanordnung gestattet beim ersten Blick, ganz
besondere Regelmäßigkeiten in der monatlichen Luftdruckänderung für einen
tropischen Umlauf herauszufinden. Noch genauere Aufschlüsse hierüber sind
jedoch der Tafel 18 zu entnehmen. Diese zeigt in ihren zehn letzten Figuren
für die einzelnen Mondstellungen die durch Europa ziehenden Linien, welche
die Punkte gleicher Abweichung von dem mittleren Luftdruck miteinander ver-
binden, und zwar für Beträge von Viertel- zu Viertelmilimeter, Das beim
anomalistischen Monat über die zeichnerische Darstellung Gesagte gilt auch hier.
Auf allen diesen Kärtchen, vielleicht von dem der Stellung d abgesehen,
macht sich eine sehr eigenartige und recht regelmäßig wechselnde Kurvenlage-
rung bemerkbar. Die Periode ihrer Änderung umfaßt den ganzen tropischen
Monat, Unmittelbar nach dem Übertritt des Mondes von der südlichen auf die
nördliche Himmelshalbkugel steht fast ganz Europa, nur die südlichsten Vor-
sprünge ausgenommen, unter stark vermindertem Druck, namentlich das Gebiet
der Nord- und Ostsee. Bei der nächsten Überschreitung des Himmelsäquators,
also beim Übergang des Mondes auf die südliche Halbkugel, ist es beinahe um-
gekehrt. Zu dieser Zeit zeigt sich im Nordwesten Europas ein Gebiet ganz
erheblich gesteigerten Luftdrucks, das sich nachher auch fast über den gesamten
Kontinent ausbreitet, Das Auftreten und Verschwinden dieser Bereiche erhöhten
oder verringerten Barometerstandes läßt sich durch Vergleichung der Kärtchen
leicht verfolgen. Die Wanderung geht in jedem Fall ungefähr von Nordosten
nach Südwesten vor sich. Zuerst erscheint der Luftdruck über Skandinavien und
Finnland vermindert, nämlich zur Zeit des südlichsten Mondstandes in der
Stellung h. Dieses Gebiet verringerten Drucks verlegt sich langsam nach Süd-
westen, erreicht mit seinem Zentrum zur Zeit der Aquatorstellung des Mondes
die Nordsee und verschiebt sich dann, während der Mond auf der nördlichen
Halbkugel weilt, allmählich nach den Britischen Inseln, dem Golf von Biscaya
und der Pyrenäenhalbinsel, um hierauf nach der zweiten Äquatorüberquerung
des Mondes im Südosten Europas zu verschwinden, Ganz ähnlich verhält es
sich mit dem Erscheinen des Gebietes erhöhten Luftdrucks, Das Kärtchen der
Mondstellung b läßt bereits seine Bildung im Nordosten von Europa, vielleicht
über dem Polarmeer vermuten. Zur Zeit des nördlichsten Mondstandes ist es
mit seinem Kernpunkt bis Nordskandinavien vorgerückt, hat kurz nach Über-
schreitung des Himmelsäquators durch den Mond Großbritannien erreicht und
wendet sich von hier, etwas mehr nach Südosten ziehend, Deutschland zu. Der
höchste Luftdruck lagert über den Ländern am Rhein, wenn der Mond am süd-
lHechsten steht. Während dieser am Himmel wieder nordwärts wandert. verlegt