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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Die Witterung an der deutschen Küste im September 1913, 591 
Niederschlag, mm. 1) 
. Zahl der Tage 
Windgeschwindigkeit 2) 
Stat. 
Ab- z » mit Nieder-=,  |F: 42 
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Meter pro Sek. 
Mittel] Abw. | Stürm- 
Daten der Tage 
mit Sturm 
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Wilh. | 18, 12' 301—2" 12, 21.4 6 
Keit. 14 | TSL SO 10 20.| 7 
Ham. | 7! 6) 13— 49 4| 9.1 91 
15/ 12) 27/—40| 8 9.1 7 
31| 4| 35/—24! 17 15.| 2 
12i 43| 55/4 3] 17 17.112 
Rüg. 23| 26| 4826| 21] 
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keine 
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Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) 
Mittl. Wind- 
stärke (Beaufort) 
Stat. 
Bork. 
Wil. 
Keit. 
Ham. 
Kiel 
Wus. 
Swin. 
Rüg. ; 
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Bei durchschnittlich um etwa 2 mm zu hohem mittleren Barometerstande 
war die Witterung an der deutschen Küste im Monat September 1913 meist sehr 
trocken, ruhig und sonnenscheinreich bei nahezu normalen Temperaturen. Die 
vorherrschende Windrichtung war im allgemeinen die südöstliche bis nordöstliche. 
Nebel wurde nur am 1,., 2, 20. und 30, an vereinzelten Stellen beobachtet, 
Heitere Tage dagegen waren. sehr häufig und verbreitet, namentlich frat.eine 
Periode heiteren Wetters an der Nordsee- und westlichen Ostseeküste vom 16. 
bis 30. hervor; sie wurde nur vom 20, bis 22, teilweise unterbrochen. Gewitter 
traten in größerer Verbreitung am 1. an der Ostseeküste, am 14., 21. und 22. an 
der Nordseeküste auf, Tage mit stürmischen Winden waren der 9. an der Nord- 
seeküste, der 10., 11. und 21, und 22, an der östlichen Ostseeküste; sie wehten 
überall aus nördlichen Richtungen, 
Vom 1. bis 3., im Osten auch noch am 4., stand die deutsche Küste unter 
dem Einfluß eines flachen Tiefdruckgebiets, das von der Nordsee langsam ost- 
wärts fortschritt und Regenwetter mit schwacher Luftbewegung mit sich brachte, 
Während dieser Zeit verlagerte sich ein am 1, über Nordwesteuropa liegendes 
Hochdruckgebiet allmählich ostwärts und breitete sich am 4. über die Küste aus. 
Es blieb ohne wesentliche Anderung vom 4. bis 7. über Nordeuropa liegen und 
schrumpfte erst am 8. unter der Annäherung vom Tiefdruckgebiet vom Norden 
und Süden her zusammen, Es brachte vom 5, bis 8. bei schwachen Winden meist 
aus nordöstlichen Richtungen etwas kühleres, meist heiteres, trockenes Wetter 
mit sich, 
Am 9. trat unter dem Einfluß eines Ausläufers des erwähnten nördlichen 
Tiefdruckgebiets regnerisches Wetter ein; auf der Rückseite des ziemlich flachen 
1) Die Niederschlagswerte sind auf ganze Millimeter abgerundet. 
?) Erklärung siehe »Ann. d. Hydr. usw.« 1905. 8. 143.
	        
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