Normanton,
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ist nur eine Tide in 24 Stunden. Die Hochwasserhöhe’ bei Springtide beträgt
bei NW-Winden 3.4 bis 4.0 m (11’ bis 13’), zur Zeit der SO-Winde 2.4 bis 2,7 m
(8' bis 9’), bei Nipptide 2.0 bis 2.3 m (61/, bis 7'/,) bzw. 1.4 bis 1.9 m (4’/,' bis 61/4’).
Die Nipptiden sind sehr unregelmäßig. Zur Zeit der SO-Winde kann man sich
auf die Tiden nicht verlassen, sie werden dann stark durch den Wind beeinflußt.
Die Gezeitenströme setzen mit beträchtlicher Geschwindigkeit bei Spring-
tide, bei Nipptide sind sie jedoch schwach.
Gezeitenpegel sind bei Karumba, bei Double-Eiland, bei der Baffle-Gruppe,
bei Rocky Crossing, bei Margaret und bei Jane Landy. Der Pegel bei Karumba
zeigt die tatsächliche Tiefe auf der Barre, die Pegel bei den andern Stationen
zeigen die Tiefe des betreffenden Fahrwassers,
Barre. Der Zugang zum Norman-Flusse ist durch eine. Barre gesperrt.
Ein ausgebaggertes Fahrwasser mit 3.0 m (10’) geringster Wassertiefe bei Spring-
niedrigwasser führt über dieselbe .zum Flusse. Baken und Tonnen bezeichnen
die‘ Fahrrinnen,.
Wind, Wetter. Im innersten Teil des Golfes von Carpentaria wehen von
Ende Mai bis Mitte September mehr oder weniger starke Winde aus südöstlicher
Richtung, die auch manchmal zu einem Sturm ausarten. Von Mitte September
bis nach Mitte Dezember kommt der Wind meistens aus nördlicher Richtung;
er weht am Morgen als frische Brise aus Nordosten, nimmt nachher an Stärke
ab und dreht am Nachmittag nach Nordwesten, weht in der Nacht als leichte
Brise und frischt um etwa 4b V wieder auf. Bis gegen Ende Februar ist dann
unbeständiges Wetter mit bewölktem Himmel, nordwestliche Winde mit Regen
wehen am Tage, steife ablandige Böen des Nachts. Von Ende Februar bis Ende
Mai wehen meistens ostnordöstliche Winde: (Siehe auch unter Ansteuerung
weiter vorn.)
Klima. Nach der Regenzeit treten einen oder zwei. Monate lang. Augen-
krankheiten und Fieber auf.
Einsteuerung. «Nachdem man nördlich von der Ankertonne entlang ge-
laufen ist, bringe man die beiden Richtbaken auf der Sandbank an der Südseite
der Norman-Mündung in der Peilung rw. 123° (mw. SO0z0!/„O) in Linie und
steuere auf dieser Richtlinie durch den ersten Durchstich; : drei schwarze Tonnen
bleiben dabei an B-B. Ist man bei der vierten schwarzen Tonne au der Gabelung
des äußeren und inneren Durchstiches angelangt, so umfahre. man sie in an-
gemessenem Abstande und bringe die beiden Richtbaken auf der Sandbank öst-
lich von der Elbow-Bank in der Peilung rw. 66° (mw. N0z03/ 0) in Linie. Auf
dieser Richtlinie laufe man ungefähr !/, Sm ostnordostwärts, Peilt dabei die
schwarze Bake an der Südkante der Elbow-Bank beinahe querab, so ändere man
den Kurs auf Karumba zu, indem man ‚die Richtbaken in der Nähe der Tele-
graphenstation in der Peilung rw. 111° (mw. 0S0*®/O) in Linie bringt. Diese
Peilung führt als Kurs bis zur Alligator-Huk an der Südseite der Flußmündung,
von wo aus man dann die Mitte des Fahrwassers hält. Tieferes Wasser behält
man aber auf dem Wege von der Elbow-Bank-Bake nach Karufnba, wenn man
nach Passieren der ersten roten Bake an der Südseite des Fahrwassers zunächst
die hintere Richtbake bei der Telegraphenstation nördlich frei hält von der
vorderen, und sie wieder in Linie hält, wenn man etwa in der Mitte zwischen
der zweiten und dritten roten Bake steht, und endlich die hintere Richtbake
südlich frei hält von der vorderen, wenn man querab von der dritten roten
Bake ist.
Bei Nacht muß man beim Einlaufen in den ersten Durchstich darauf
achten, daß man die Ankertonne meidet, die gerade in der Richtlinie der ersten
Richtbaken liegt.
Hafenanlagen. Verschiedene am Flusse liegende Ortschaften haben kleine
Ladebrücken. Es ist beabsichtigt Port Norman, etwa 10 Sm oberhalb Karumba,
als Hafen auszubauen.
Hafenunkosten. Ein- und ausklarieren je 2 £ 2 sh. Maklergebühren
5%, bei 2 £ 2. sh Mindestgebühr. Brückengeld 2 sh pt. Arbeitslohn 1sh6d