368 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1913.
ya sa 1.
W satliches Mittel 7 Östliches Mittelmcer| Adriatisches Meer
i Schwarzes Meer
westlich der Knoten-
linie spanisch - alge-
rische Bucht
5,14 Stunden;
der Teil östlich der
Knotenlinie
10.79 Stunden;
als See betrachtet
5.96 Stunden
erzwungene Schwin-
gung
854 Stunden
nordwestlich der
Knotenlinie
11,53 Stunden,
südöstlich davon
14.31 Stunden,
als See betrachtet
12,8 Stunden
‚985 Stunden
Dauer der Eigen-
schwingungen
Die Gezeitenschwin-
gung ist eine
erzwungene Schwin-
gung
freie Schwingung
erzwungene Schwin-
zung
um 9b im Vergleich
zu 3h ein Wasser-
überschuß von
112.5 km3
Wasserbilanz
zur Zeit der Syzrgien
um 4b M E.Z., wenn
im Westen Hoch-
wasser ist, 24 km?
mehr als um 9,5%,
wenn im Osten
Hochwasser ist
Straße von Messina
+ 8 km3,
Meerenge von Tunis
—+34.5 km3,
Straße von Otranto
— 16.5 km?,
Zusammen:
+26 km?
Beide Erscheinungen superponiert geben eine befriedigende Erklärung für
die Hafenzeiten der Küstenorte und für die Lage der Knotenlinie in jenen
Becken, für die genügendes Beobachtungsmaterial vorliegt. Im östlichen Mittel-
meerbecken und im Schwarzen Meere sind zur Erprobung v. Sternecks Theorie
wohl noch zu wenig Beobachtungen vorhanden; es dürften aber wohl hoffentlich
in nächster Zeit auch solche für die Gebiete zur Verfügung stehen. Ob jedoch
v. Sternecks Theorie den Ergebnissen der harmonischen Analyse der immerhin
doch zahlreichen Aufzeichnungen der Mareographen im Mittelmeere standzuhalten
vermag, bedarf einer eingehenden Untersuchung und Prüfung der Theorie, was
hier — als Referat — nicht beabsichtigt war.
um 4b + 16.5 km?
mehr Wasser als um
10h
Über die Genauigkeit der Bahnbestimmung von Taifunen
mit Hilfe des Barocyklonometers.
Von J. Staben.
Seit einer Reihe von Jahren hat das vom Direktor des Manila-Observatoriums,
Pater J. Algu&, konstruierte Barocyklonometer Aufnahme in der Instrumenten-
ausrüstung vieler Schiffe gefunden. Über die Zuverlässigkeit, welche die An-
gaben des Instrumentes beim Navigieren in Wirbelstürmen bieten, wird sehr
verschieden geurteilt. Nicht selten findet man die Meinung vertreten, daß mit
Hilfe dieses Instrumentes der Abstand und die Zugrichtung eines Taifuns vom
Schiff aus mit absoluter Sicherheit bestimmt werden können. Demgegenüber
steht die Meinung völliger Wertlosigkeit, oder doch sehr beschränkter Brauch-
barkeit für die Zwecke der Schiffsführung. Die unberechtigte Verallgemeinerung
einzelner guter oder schlechter Erfahrungen mag zu übertriebener Wert-
schätzung oder abfälliger Beurteilung geführt haben.
Das Instrument besteht im wesentlichen aus einer Metallscheibe, in welcher
die Windbewegungen innerhalb einer Cyklone auf Nordbreite durch eingravierte
Pfeile angedeutet sind. Ein weiterer, von diesen leicht zu unterscheidender Pfeil