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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1913.
British India Steam Navigation Company. Die zwischen Adelaide, Hongkong und
Japan verkehrenden Dampfer der Eastern & Australian Steam-Ship Company
kommen etwa alle 14 Tage nach Thursday Island, die zwischen Melbourne und
Hongkong verkehrenden Dampfer der China Navigation Company etwa alle drei
Wochen. Ferner kommen öfter die Dampfer der Herren Burns, Philp & Co,
die der Netherlands Royal Steam Packet Company, die von Japanischen und
andern Gesellschaften nach dem Hafen. .
Telegraphische Verbindung besteht mit verschiedenen Inseln der
Umgebung und mit dem Festlande Australiens.
Schiffsausrüstung. Bunkerkohlen lagern gewöhnlich 1000 t auf dem
Hulk in der Bertie-Bucht. Proviant. Frisches Rindfleisch und gefrorenes
Hammelfleisch ist in reichlichen Mengen zu haben, ebenso gutes Eis; Gemüse
und Früchte sind jedoch rar. Dauerproviant ist reichlich vorhanden. Sonstige
Ausrüstungsgegenstände kann man bei rechtzeitiger Vorherbestellung erhalten.
Trinkwasser ist sehr spärlich und nicht gut. Es wird in Tanks an die Lade-
brücke gebracht; man muß vorher die gewünschte Menge bestellen. Der Preis
dafür ist hoch. Etwas Wasser kann man auch kostenlos von den umliegenden
Inseln holen. In Thursday Island beheimatete Schiffe ergänzen ihren Vorrat
auch an einer Quelle südlich vom Westende von Friday-Eiland. Das Wasser ist
gut, aber in den Monaten April bis Oktober spärlich.
Kleinere Mitteilungen.
i. Coquimbo. Ergänzung zum Piloten 1902, Band I, Seite 376, 1907, Band VI, Seite 159,
Quellen: Bericht Nr, 5071, vom 13. April 1910; Konsulatsfragebogen Nr. 4829, vom Juni 1908, Nr. 5368.
vom Mai 1910, Nr. 5850, vom Juni 1912, Brit. Adm-Krt. Nr. 1287, Maitenecillo to Herradura; Nr. 574,
Coquimbo Bay and Port Herradura. (Amtlich.)
Landmarken. Für vom Norden kommende Schiffe dienen die Pajaros-
Inselchen als Landmarken., Nordöstlich von der Arrayan-Bucht erhebt sich der
Berg Juan Soldado bis zu 1188 m Höhe, er bildet das Nordende des Höhenzuges,
der sich von Punta Teatinos an der Nordseite der Coquimbo-Bucht ausdehnt.
Diese Berge sind besonders auffällig in größerer Entfernung von der Küste.
Der Rauch aus den Schornsteinen und Öfen der Schmelzerei von Guayacan
in der Bucht von Herradura ist am Tage nicht gut zu sehen, während der Nacht
sind jedoch die Feuer der Schmelzöfen 6 bis 8 Sm weit sichtbar. Der 305 m hohe
Pan de Azucar ist erst zu erkennen, wenn man vor der Hafeneinfahrt steht,
Ansteuerung. Für vom Süden kommende Segelschiffe empfiehlt es sich
nicht, nach GP N in den Hafen einsteuern zu wollen, da der günstige Wind dann
gewöhnlich in Windstille übergeht. Auch sollten sie sich dann der Küste nur
bis auf 3 oder 4 Sm nähern, um nicht bei Windstille mit dem Strom auf die
Finaya-Huk oder in die Mündung des Risco Bravo zu treiben.
Signalstellen befinden sich auf den Pajaros-Inselchen auf Punta Lengua
de Vaca und auf der Tortuga-Huk. Die beiden letzteren haben telephonische
Verbindung mit der Hafenbehörde in Coquimbo.
Lotsenwesen, Das Lotsengeld von oder nach See beträgt 15 bis 50 $, je
nach dem Tonnengehalt des Schiffes. Für Vermuren oder Entmuren bezahlen
Segelschiffe 3 c p R-T., Dampfer bezahlen für die ganze Arbeit 40 $. Lotsenzwang
besteht nicht, doch ist ein Lotse notwendig für Kapitäne, die die Küsten- und
Hafenverhältnisse nicht kennen. Der Lotse geht Schiffen in einem Ruder- oder
Segelboot 4 bis 7 Sm weit, gewöhnlich bis zur Saliente-Huk, entgegen. Sein
Fahrzeug führt eine blaue Flagge mit einem P als Signal. Es empfiehlt sich,
schon bei der Punta Lengua de Vaca für einen Lotsen zu signalisieren.
Schleppdampfer. Ein Schleppdampfer von 60 R-T. Größe ist vorhanden, er
fordert für jede Seemeile 1 £ Schlepplohn,
Als Sturmsignal wird die Flagge »M« an der Flaggenstange auf der
Landungsbrücke gezeigt.