586 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1913.
Wales rw. 217° (mw. SSW7/,W), so steht man Östlich von der Brisbane-Klippe
und muß jetzt die weiße Bake auf der Insel Horn etwas südlich freihalten von
der roten Bake auf den Madge-Riffen, um genügend weit von der Vivien-Huk
zu bleiben. Das Riff vor dieser Huk soll nach Westen hin anwachsen.
Die 5,8 m (19’) unter Wasser liegende Devonshire-Klippe, 11, Kblg nord-
Östlich von der Head-Huk, bleibt auf diesem Wege in gutem Abstand an St-B.
Kommt dann die Bake auf der Ladebrücke mit dem T-Kopfe in der Peilung
rw. 53° (mw. NO'/,O0) mit der Bake auf dem Südostende von Thursday Island
in Linie, so laufe man auf dieser Richtlinie zwischen Normanby Sound-Riff und
der Hovell-Klippe in den Hafen von Thursday Island und ankere innerhalb der
Hovell-Klippe im nördlichen Teil des Hafens oder hole an die Ladebrücke.
Normanby Sound-Riff ist am Südrande durch eine kleine schwarze Tonne, die
man an B-B, läßt, das Westende der Hovell-Klippe ist durch eine rot und weiß
wagerecht gestreifte Tonne, die man an St-B. läßt, bezeichnet. (Diese Tonne ist
nach der Brit. Adm-Krt. Nr. 437 schwarz und weiß.)
Beim Passieren der Vivien-Huk und des Normanby Sound-Riffes mit Ebb-
strom ist große Vorsicht geboten, da der Strom unregelmäßig ist. Zwischen der
Vivien- und der Heath-Huk findet man auch starke Stromkabbelung, wenn der
Gezeitenstrom gegen steifen SO-Passat setzt,
Lange und tief gehende Schiffe benutzen besser das Fahrwasser südlich
von der Hovell-Klippe. Man halte, wenn man durch diese Einfahrt will, nach
Passieren der Vivien-Huk die weiße Bake auf der Insel Horn wieder in Linie
mit der roten Bake auf den Magde-Riffen und laufe auf dieser Richtlinie bis
auf etwa 2 Kblg an die letztere Bake heran und dann zwischen dieser und der
rot und weißen Tonne am Ost-Ende der Hovell-Klippe durch in den Hafen hinein.
Auslaufen. Es hält manchmal schwer, bei steifem SO-Wind und Flutstrom
von der Ladebrücke abzuholen, da dann Wind und Strom das Schiff an der
Brücke festhalten.
Schiffe mit mehr als 6.7 m (22) Tiefgang müssen den Thursday Island-
Hafen vor Niedrigwasser verlassen. Man steuere die für die Einsteuerung ge-
gebenen Kurse in entgegengesetzter Richtung.
Leuchtfeuer. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere«, Heft VII, Tit. X. Ferner
brennt auf der Ladebrücke mit dem T-Kopfe zeitweilig ein rotes Feuer.
Signalstellen. Beim Leuchtturm auf Goode-Eiland befindet sich eine
Lloyds-Signalstation, die an das Telegraphennetz von Queensland angeschlossen
ist, Schiffe werden von hier direkt nach London gemeldet. Auf die Signale
vorbeifahrender Schiffe wird sorgfältig geachtet, Eine zweite Signalstation be-
findet sich beim Hause des Gouverneurs auf der Vivien-Huk, die telegraphische
Verbindung mit der Lloyds-Signalsstation auf Goode-Eiland hat,
Lotsenwesen. Lotsen sind vorhanden, Sie haben ihre Station an der
Südostseite von Goode-Eiland. Der Lotse kommt den Schiffen in einem Boote
bis zur Tucker-Huk entgegen, wenn sie der Signalstation beim Goode-Eiland-
Leuchtturm rechtzeitig signalisiert haben. Kommt man vom Osten, so setze man
die Signale, sobald man querab von Turtle Head ist, kommt man vom Westen,
sobald die Signale vom Goode-Eiland-Leuchtturm aus erkannt werden können.
(Siehe auch Ann. d. Hydr, usw. 1908, Seite 38.)
Auch Küstenlotsen für den Weg innerhalb des Great Barrier-Riffes sind
auf Thursday Island stationiert, Das Signal für sie ist die Flagge K unter der
Lotsenflagge. Es kann vorkommen, namentlich bei nach Osten setzendem Ge-
zeitenstrom, daß Schiffe vor dem Südende von Goode-Eiland ankern und den
Lotsen erwarten müssen. Die Lotsentaxe beträgt: nach Townsville 30 £, nach
Rockhampton 35 £, nach Brisbane 40 £, nach Newcastle oder Sydney 45 £, nach
Melbourne 50 £. Nach Angaben des 4. Offiziers, Herrn J. Müllers, D. »Hessen«,
beträgt die Taxe für ein Schiff von der Größe der »Hessen« (5100 R-T. brutto)
nach Townsville 40 £.
Sturmsignale werden von der Signalstation auf der Vivien-Huk gezeigt.
Quarantäne. Der Untersuchungsankerplatz befindet sich im Normanby-
Sund und ist in den Karten durch gestrichelte Linien bezeichnet. Der Quarantäne-