534 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1913,
benutzt werden, da in ihr bei Flutstrom sowohl wie bei Ebbstrom wilde Strom-
kabbelung und Neerstrom ist.
Um dann den Sand- und Korallenstert zu meiden, der sich vom Westende
Goode-Eilands 6 Kblg nach Südwesten erstreckt, darf man den westlichen Hügel
auf Friday-Eiland nicht südlicher als rw. 140° (mw. SO) bringen, ehe die Flaggen-
stange oder das Haus des Gouverneurs auf der Vivien-Huk (Thursday Island) in
der Peilung rw. 99° (mw. 03/,S) mit dem Nordende der Black-Klippe in Linie ist.
Läuft man von Nordosten, aus der Great North East-Durchfahrt, und
zwischen den Beresford-Untiefen und der Bucephalus-Klippe südwestwärts, so
steuere man, sobald die Hammond-Klippe rw. 250° (mw. SWzW?/,W) peilt, nach
dem Punkte !/, Sm rw. 5° (mw. N) von der Klippe und. dann, wie eben angegeben
worden ist, weiter.
Läuft man, vom Nordosten kommend, zwischen den Eilanden Double und
East Strait durch in die von der Alpha-Klippe westnordwestwärts führende Kurs-
linie, so folge man den Anweisungen für diesen Weg.
Verfärbtes Wasser. In der Prince of Wales-Durchfahrt ist die Farbe
des Wassers je nach den Witterungsverhältnissen verschieden. Bei steifen
Winden und westwärts setzendem Gezeitenstrom wird vom Wasser viel Sand
mitgeführt, der in Streifen auftritt und das Vorhandensein von Untiefen vor-
täuscht. Schiffsführer müssen sich dadurch nicht irre führen lassen. Bei gutem
Wetter und ostwärts setzendem Gezeitenstrom ist dagegen das Wasser gewöhnlich
klar und bis zum Grunde durchsichtig,
Der Normanby-Sund liegt zwischen den Inseln Goode, Hammond und
Thursday im Norden und den Inseln Friday und Prince of Wales im Süden. Er
ist etwa 5 Sm lang und im Fahrwasser wenigstens 7.3 m (4 Fad.) tief bei Spring-
niedrigwasser, Die gefährlichen Stellen darin sind genügend gekennzeichnet, so
daß auch Ortsunkundige mit einem Dampfer ohne Lotsen einlaufen können. Der
Schiffsort muß jedoch ständig nach den Leitmarken kontrolliert werden, nament-
lich wenn man vom Westen kommt, da die Gezeitenströme stark und unregel-
mäßig sind,
Steuert man vom Westen her den Sund oder auch die Torres-Straße an,
so trachte man danach auf 10° 45’ S-Br. zu kommen, ehe die 37 m (20 Fad.)-
Grenze erreicht ist, und laufe auf dieser Breite ostwärts, bis Booby-Eiland in
Nordosten in Sicht kommt. Man bleibt dabei in gutem Abstand südlich von der
gefährlichen Proudfoot-Untiefe (10° 31’ S-Br. und 141° 29’ O-Lg.) und der Untiefe,
die auf 10° 37%4' S-Br. und 141° 341%’ O-Lg. liegen soll, aber trotz gründlichem
Suchen nicht gefunden worden ist. Ist Booby-Eiland in Sicht, so setze man den
Abb. 1.
Booby -Eiland - Leuchtturm,
Kurs nach einem Punkte 2 Sm nördlich davon, wobei tiefergehende Schiffe die
7.3 m (4 Fad.)- und die 9.1 m (5 Fad.)-Stelle nordnordwestlich von dem Eiland
meiden müssen. (Die Varzin-Untiefe mit 4.1 m (21, Fad.) Wassertiefe liegt
3.6 Sm nördlich vom Leuchtturm auf diesem Eiland.) Dann halte man auf