accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1913. 
2. Gegenazimutale Karte. 
Sie ist so gezeichnet, daß sie das wahre Azimut a, eines Ortes II 
nach der Kartenmitte 2 gibt. Für den Entwurf in der Montuclaschen 
Konstruktion muß dann aber /Z/ mit der Breite @, in die Kartenmitte, Wenn 
dann die Länge von II] auf dem festen Parallel g, sich ändert, so variiert 
damit auch «a, die Richtung nach Q. Den Punkten T, T’... der Text- 
figur 1 entsprechen in Fig. 2, Tafel 1, die Punkte &' Q” ..., als welche 
sich Q auf die verschiedenen Horizonte der Orte /7 des Parallels @, pro- 
jiziert. Da jedoch nach der Kugelfigur im Text die Azimute auf der ersten 
Seite von /Z/ gegen Q2 liegen, so ist der nach obiger Konstruktion ermittelte 
Winkelstrahl &' 77,2" IT... über /Z hinaus verlängert und mit dem entsprechenden 
Meridian rechts von /7 zum Schnitt gebracht. Umgekehrt ist zu verfahren, wenn 
£Q westlich von Z liegt. Die Schnittpunkte, hier mit 2,, % ... bezeichnet, sind 
dann der geometrische Ort für alle Punkte // des Paralles gg, oder anders aus- 
gedrückt: Für alle Orte // des Parallels g, scheint 2 auf der Kurve 2, % ... 
zu liegen. Diesmal hängen die 4 Stücke «,, 4, gı und #„, durch die Gleichung 
sin @2-cos 2 = cos 7a -tang gp,-+sin 2-cotga, 0.0.0.0. N 
zusammen. Die Richtigkeit der Montuclaschen Konstruktion auch für diesen 
Fall ergibt sich wieder daraus, daß aus derselben die Gleichung I) folgen muß. 
Der Beweis dürfte nach den Darlegungen für die Erstellung der azimutalen 
Karte ohne jede Schwierigkeit zu erbringen sein. 
Aus I) folgt sogleich die Gleichung eines Parallels in der Plattkarte, wenn 
wir wiederum Ä==x setzen, während wir aus Fig. 1, Tafel 1, unmittelbar ablesen: 
cotg « = AZ Pa, 
Das gibt: 
x © Vorl 
SiN Pa COS X == COS gp, + tang , + Sin X. — 
dder näch y aufgelöst: 
3 x 
Y = ga X cotg x «sin pa — sin’x COS Pa lang g, 
iD) 
Diese Gleichung II) besagt, daß y mit wachsendem x abnehmen muß. Die 
Kurven senken sich links und rechts vom Nullmeridian symmetrisch. Ersetzt man 
X - cotg x und ZZ wiederum durch Potenzreihen, so hat mnan successive: 
x? x4 Ya xt  7xt ) 
Yy= + = in A cos tangg,. . MI, 
dy > 4x3 . ix 7x3 
dx 5 xt 2 4...) sin Ze + 457 +++) cos 9 tang a. 
day _ 2. 4x2 1 os tanz — xt cos gr lankG 
TE 5 ig Bi Pa — 37 I Pa — 53 008 Par LADE Pr — ur NT CO Par lang. 
Hieraus ersieht man wiederum, daß nach IV) SE nur für x= 0 zu Null 
wird; d.h. daß die Parallelkreiskurve im Nullmeridian wagerecht läuft, 
und daß sich auch bei diesem Entwurf für 9, + 9, + 0 kein Parallel 
yeradlinig abbilden kann. 
Solange in II) oder III) y>0, haben y und er verschiedene Vorzeichen; 
nach einem bekannten Satz aus der Theorie der ebenen Kurven wendet also 
das Bild des Parallels der X-Achse die konkave Seite zu. Dies ist ein 
Hauptunterschied zwischen den Parallelen der ersten und zweiten Karte. 
Gleichung V) besagt auch, daß die Kurve ebenfalls keine reellen Wendepunkte 
2 
haben kann, da für SE = 0, x komplex wird. Alle übrigen Fragen erledigen 
sich vanz analog wie im ersten Fall und können deshalb übergangen werden,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.