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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Der Weg zwischen Kap Melville und der östlichen Einfahrt zur Torres-Straße, 477 
Nähert man sich Raine-Eiland und ist man seiner Breite sicher, so setze man 
des nördlichen Stromes halber den Kurs so, daß man den Turm auf Raine-Eiland 
gut an St-B. bekommt. Ist der Turm deutlich auszumachen, so wird man auch 
das Eiland sehen. Man halte dann nach der Einfahrt, die südlich vom Eiland ent- 
lang führt, da sie breiter und bequemer ist als die nördlich vom Eiland, Dem 
Turme darf man sich nicht ganz auf 1!/, Sm nähern, da sich vom Südostende 
des Eilandes ein Riff 1!/, Sm ‘weit nach Südosten erstreckt. Peilt der Turm 
rw. 5° (mw. N), so bringe man ihn so schnell wie möglich in der Peilung rw. 58° 
(mw. NO3/,O) achteraus und steuere unter Berücksichtigung des Gezeiten- und 
des nach Norden setzenden Oberflächenstromes mit rw. 238° (mw. SW °/,W)-Kurs 
durch die Backwood-Durchfahrt auf die Sir Charles Hardy-Inseln zu. Kommen 
diese in Sicht, so bringe man ihr Südende in rw. 238° (mw. SW */,W)-Peilung 
und steuere auf dieser Leitlinie südwestwärts. Peilt die östlichste Sandbank der 
Middle-Bänke rw. 309° (mw. NWzW) und die westliche Ashmore-Bank (wenn in 
Sicht) rw. 213° (mw. SSW1/,W), so steht man südlich von der Salamander-Untiefe 
und kann den Kurs auf die North- oder auf die Pollard-Durchfahrt setzen. 
Nördlich von den Middle-Bänken entlang zu laufen, ist nicht ratsam. - 
Muß man die Einfahrt nördlich vom Raine-Eiland benutzen, so laufe man 
etwa */, Sm nördlich vom Eiland entlang und dann südwestwärts, Den Turm 
bringe man so schnell wie möglich in rw. 58° (mw. NO*®/,O)-Peilung und ver- 
fahre dann, wie eben angegeben worden ist. 
Wehen starke östliche Winde gegen den Ebbstrom, so steht am Rande der 
Gründe durcheinanderlaufende unruhige See, die aber nicht weiter zu beirren 
braucht. Der Ebbstrom ist in der Nähe des Great Barrier-Riffes gewöhnlich 
nicht so stark wie der Flutstrom, der nördlich setzt wie die am Riff entlang 
nordwärts setzende SO-Passatströmung. Dieser Strom ist nicht nur bei der 
Ansteuerung des Raine-Eilandes zu berücksichtigen, sondern auch mit in Rechnung 
zu ziehen, wenn man nördlich oder südlich vom Eiland entlang in die Blackwood- 
Durchfahrt einläuft, um nicht nach Norden zwischen die Korallenuntiefen versetzt 
zu werden. 
Passiert man Raine-Eiland spät am Nachmittag, so ist es ratsam, querab 
und gut südlich von den Middle-Bänken auf 22 m bis 27 m (12 bis 15 Fad.) 
Wassertiefe zu ankern und dort den andern Tag abzuwarten, um am Morgen 
mit der Sonne im Rücken die im Fahrwasser weiter nach Westen liegenden Un- 
tiefen besser ausmachen zu können. Im übrigen ist bei gutem Ausguck das 
Befahren der Blackwood-Durechfahrt nicht schwierig, da die Untiefen mit weniger 
als 5.5 m (3 Fad.) Wassertiefe, wenn nicht gerade die Sonne:voraussteht, von 
oben leicht auszumachen sind an der Stromkabbelung und der hellgrünen 
Färbung des’ Wassers, die stark absticht gegen die dunkelblaue Farbe des 
Wassers in ihrer Umgebung. 
Geschützten Ankerplatz auf 33 m bis 37 m (18 bis 20 Fad.) Wassertiefe 
findet man südsüdwestlich vom Raine-Eiland auf dem nördlichen Teil des Great 
Detached-Riffes. Man kann auch auf der östlichen Ausbuchtung des Riffes auf 
15 m (8 Fad.) Wassertiefe ankern, muß hier jedoch wegen der vielen Korallen- 
untiefen mit großer Vorsicht verfahren. Die breiteste Einfahrt zum Ankerplatz 
ist am Nordwestende des Riffes, Für Segelschiffe liegt diese Einfahrt aber bei 
südöstlichen Winden nicht günstig, da sie aufkreuzen müssen; sie kommen 
schneller zum Ziel, wenn sie eine der engen Durchfahrten am Nordostende des 
Riffes benutzen, . 
North-Durchfahrt. Passiert man schon am frühen Morgen Raine-Eiland 
und steht gegen Mittag bei den Middle-Bänken, so erreicht man die Bird-Inseln 
nordwestlich vom Kap Grenville am schnellsten, wenn man die North-Durchfahrt 
benutzt. Um diesen Weg einzuschlagen, steuere man von einem Punkte 1'/, Sm 
südlich von der westlichen Middle-Bank auf westlichem Kurse zwischen der 
Tynemouth-Bank und der 1!/, Sm südlich davon gelegenen Bank mit »discoloured 
Water« durch. Weiterhin setze man den Kurs nach einem Punkte, der 1 Sm 
nördlich vom Nordende des Cockburn-Riffes liegt, und laufe dann in der Mitte 
zwischen dem Forwood- und dem Fairway-Riff hindurch. Man kann auch vom
	        
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