476 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1913.
der Bank, bis die Osnaburg-Huk rw. 168° (mw. SSO) peilt oder die Fly-Huk
freikommt von der Paget-Huk. Dann steuere man auf dieser Peilung südostwärts
und ankere, wenn die höchste Erhebung der Albany-Klippe mit der Arethusa-
Huk in Linie ist. Man kommt dabei nordöstlich von der 6.4 m (3*/, Fad.)-Stelle
entlang, die 1 Sm nördlich von der Bishop-Huk liegt.
Kommt man vom Süden durch den Albany-Paß, so folge man den An-
weisungen für den Paß. Hat man die Fly-Huk mit der Paget-Huk in rw. 143°
(mw. SO1!/,S)-Peilung ungefähr in Linie, so Jaufe man nordwestwärts und ankere,
wenn die höchste Erhebung der Albany-Klippe mit der Arethusa-Huk in Linie ist.
Kommt man vom Norden, so laufe man auf der Deckpeilung von Fly-Huk und
Paget-Huk südostwärts und ankere, wenn die Klippe und die Huk in Linie sind,
Die Evans-Bucht zwischen Ida-Eiland und der Kvans-Huk eignet sich
wegen ihrer geringen Wassertiefen nur für kleine Fahrzeuge als Ankerplatz.
Der beste Ankerplatz für große Schiffe ist bei südöstlichen Winden östlich von
der Bucht auf 12 m (61/, Fad.) Wassertiefe über Sand- und Schlickgrund, von
wo die Ida-Huk rw. 190° (mw. S1/,W) und die Sextant-Klippe rw. 320° (mw. NW)
mit dem Ostende der Insel Eborac in Linie peilt, Zur Zeit des NW-Monsuns
findet man besseren Schutz etwas westnordwestlich von diesem Ankerplatz, etwa
1/, Sm von der Sextant-Klippe entfernt.
Läuft man vom Süden her auf dem Wege östlich von der Albany-Insel
den Ankerplatz an, so steuere man, nachdem die Albany-Klippe und das Tree-
Inselchen in !/, oder 3/, Sm Abstand davon umfahren ist, rW. 275° (mw. W), bis
die höchste Erhebung auf Ida-Eiland rw. 215° (mw. SSW°/4W) peilt; auf dieser
Peilung steuere man auf etwa 8.2 m (4'/, Fad.) Wassertiefe über den Rücken
flachen Wassers und ankere in den vorher schon angeführten Peilungen auf
12 m (61 Fad.) Wasser,
N Einfahrt beim Raine-Eiland. Raine-Eiland liegt in der Mitte einer großen
Öffnung des Great Barrier-Riffes auf 11° 36’ S-Br. und 144° 2’ O-Lg. Ein reines
Fahrwasser von beinahe 2 Sm Breite führt nördlich, ein solches von 3'/, Sm
Breite südlich von Raine-Eiland entlang nach der Blackwood-Durchfahrt.
Von dieser aus erreicht man dann den innerhalb des Great Barrier-Riffes entlang-
führenden Weg durch die North- oder durch die Pollard-Durchfahrt.
Landmarken. Raine-Eiland ist !/; Sm lang und beinahe !/, Sm breit, es
liegt 6 m (20) über Niedrigwasser, Am Ostende des Eilandes steht ein 19 m (64)
hoher runder steinerner Turm, dessen hölzernes kuppelförmiges Dach jedoch
schon verfallen und eingestürzt ist. Der Turm bildet aber immer noch eine
gute Ansteuerungsmarke. (Siehe Ansicht auf der Brit. Adm-Krt. Nr. 2354.) An
der Südseite der Blackwood-Durchfahrt liegen die Ashmore-Bänke, zwei kahle
Sandbänke, die etwa 2.4 m (8) aus dem Wasser ragen. Sie bilden gute Land-
marken für Schiffe, die eine Durchfahrt nördlich von den Sir Charles Hardy-
Inseln benutzen. An der Nordseite der Blackwood-Durchfahrt liegen die Middle-
Bänke, die bei halber Tide überflutet sind. Die westlichste ist die auffälligste.
Gute Landmarken bilden die Sir Charles Hardy-Inseln, die von See aus rötlich
aussehen und schon vom Great Barrier-Riff deutlich auszumachen sind. Westlich
von den Inseln ragt bei Niedrigwasser am Westende des Cue (q)-Riffes eine
kleine Sandbank 2.4 m (8) aus dem Wasser. Von den vier Cockburn-Inselchen,
die nahebei in der Mitte vom westlichen Teile des Cockburn-Riffes liegen, sind
drei bewaldet und auffällig; Pig-Eiland ist 30 m (100’) hoch. Am Ostende des
sich nach Nordosten erstreckenden Teiles des Riffes, das zugleich die Pollard-
Durchfahrt nach Norden begrenzt, sind bei Niedrigwasser Sandbänke zu sehen.
Einige Klippen ragen an der Südwestecke des Riffes bei Niedrigwasser 1.8 m (6)
aus dem Wasser. 2.1 m (7) über Wasser bei Niedrigwasser liegt auch die Sand-
bank am Nordwestende des Forwood-Riffes, das eben nördlich vom empfohlenen
Wege liegt.
An- und Einsteuerung. Von 15° 30’ S-Br. und 152° O-Lg. führt der Kurs
rw. 297° (mw. WNW1!/,W), 520 Sm, direkt nach Raine-Eiland. Man bleibt dabei
”0 Sm nordöstlich von der Diane-Bank und 50 Sm nordöstlich vom Osprey-Riff.