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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

468 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1913. 
und denselben Parallel konstant gehaltenem @, sind dann Punkte des Parallels 
der Breite @,. Der gesuchte Winkel « geht aus dem Kosinussatz 
cos (90 — 3) = cos 8 + cos (90° — g,) + sin 6 + sin (90° — g,)- cos (180° — a) 
hervor zu 
win = 
cos g, sin d 
welcher Ausdruck sich aber ebenso leicht konstruieren läßt wie I). Die drei 
Seiten 90°—g,, 90°—g@, und ö liefern einen Punkt J, der, nach Fig, 2 über- 
tragen, dort die Ablesung des Winkels @ gestattet. Freilich gewinnt man damit 
nicht gleichzeitig Punkte für einen Meridian, da in II) die Länge 4 nicht vorkommt. 
Will man jedoch die Netzschnittpunkte mit großer Schärfe bestimmen, so 
wird man die Polarkoordinaten @ und ö nach den Formeln I) und II) berechnen. 
Um I) logarithmisch zu machen, setze man 
sing, = M-sinN, 
coS 9, COS 4 = M-cosN, 
womit I) übergeht in 
sin ö = M- cos (g, — N), 
und statt II) kann man zur Berechnung von & auch die Formel anwenden: 
votg © Fi — Pa): cos 5 (8 + 91 + Po) 
2 ‘cos 4 (6 — 9, — Fa) sin } (6 d — 1) 
2. Gleichung und Diskussion eines Parallels in der Karte. 
Wurde die geographische Länge eines Punktes der Parallelkreiskurve = x 
(Abszisse) gesetzt, so fand sich für die zugehörige Ordinate y in der Karte der 
Ausdruck 
Y = @,-+x «cotgx + sin Pa in COS Pa-tangpL + 0. HN 
(I. Aufsatz, S. 40, Gleichung 17). 
Ich will nun zuerst zeigen, daß man auch für eine gegenazimutale mitt- 
abstandstreue Karte formell ganz dieselbe Gleichung wie III) aufstellen kann, 
wenn man sich der Hyperbelfunktionen bedient. Aus der von mir für die 
Breite g, = 22° als Mittelpunkt entworfenen Karte der Tafel 15 liest man direkt ab 
VPE Lcosa. 2 ; 
d 
Ersetzt man in IV) cos @ durch seinen in II) angegebenen Wert, so folgt 
ra „Sg A ö— n 
= 98 sin 6 + cos g; 
_ aa — A A 
= @,-+ 6 +cotg 6 +tang @, nE og 
womit die Gleichung eines Parallels in unserer Projektion schon 
Setzt man jetzt 
sin g, = Zang g,, 
so gilt auch 
tang pp, = Sin ©, 
und 
— = Cola 
cos @, 
Substituiert man diese Werte in V), so erhält man die III) ganz analoge 
Gleichung 
v = fo + d-cotg d + Sin fe ‚Cofgp2 Zanggp, + + +. VD) 
Da die Hyperbelfunktionen jedoch leider immer noch viel zu wenig gekannt 
sind, so wollen wir die Form V) der weiteren Untersuchung zugrunde legen, 
Integral 
‘ij Vgl. hierzu: C. Schoy: »Bemerkungen zu dem in der Merkatorprojektion auftretenden 
{SP (>Ann, d. Hyvdr. usw.« 1912. S, 432.) 
COS
	        
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