Wagner, H.: Zur Geschichte der Seemeile.
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b) Tables showing the Length in Feet of a Degree, Minute and Second
of Latitude and Longitude, With the corresponding number of Statute Miles in
each Degree of Latitude; and the Number of Minutes of Latitude or Nautie
Miles contained in a Degree of Longitude, under each Parallel of Latitude. For
every ten Minutes of the Quadrant. Based on the Ordnance Geodetical Tables,
compression 1/294, By Robert C. Carrington. London 1868. 18 S. Die Werte
für die Grade mit 1, für Minuten und Breitensekunden mit 2, für Längen-
sekunden mit 3 Dezimalen des ‚englischen Fußes, Es ist sicher, daß diese
»Tables« identisch sind mit den »Spheroidal Tables«, welche im Catalogue
of Admiralty charts etc, Ed. 1913 p. 321 ohne nähere Bezeichnung angeführt
sind. Carrington’s Tables sind in extenso abgedruckt in Sir W. Whartons
Hydrographical Surveying. New edition by Rear Admiral Mostyn Field. London
1909. Appendix p. 443—456.
4. Nach Clarkes Sphäroid von 1866 in Metern.
a) Tables for a Polyconic Projection of Maps. 3% Edition, Washington
1910. Coast and Geodetic Survey. Geodesy. Special Publication Nro. 5. S. 11—189.
Arcs of the Parallel (minutes and seconds) and Meridional Ares (minutes and
seconds) für jede Breitenminute von 0° bis 90° in Metern bis auf 2, bzw.
3 Dezimale.
b) Woodwärds Smithonian Geographical Tables, Washington 1894,
S. 78 bis 83, Length of terrestrial Arcs of Meridian and Arcs of Parallel in
englischen Fuß (2 Dezimale) für je die einzelnen Grade der Breite von 0° bis 79° Br,
Es ist denkbar, daß mir der Wiederabdruck einzelner dieser Tabellen im
Auszug entgangen ist.
II. Die größeren Seemeilen,
Die drei großen Seemeilen, die uns vom Standpunkt der Geschichte der
Nautik interessieren, die spanische Legua maritima (171/, = 1°), die französische
Lieue marine und englische Sea-league (20 = 1°) und die deutsche Meile (15 = 1°)
sind heute längst außer. Gebrauch gekommen, herrschten aber nicht nur im
16. bis 18. Jahrhundert durchaus vor, sondern erhielten sich. zum Teil noch bis
in das 19, Jahrhundert neben dem Emporkommen der kleineren Seemeile.
Es kann nicht Aufgabe dieser historischen Skizze sein, dies durch die
Jahrhunderte im einzelnen zu verfolgen. Nur sollen einige Beweise dafür an-
geführt werden, daß auch diese Meilen in ihrem absoluten Werte in gleicher
Weise wie die kleinere Seemeile (60 = 1°) mehr und mehr gewachsen sind.
11. Die spanische Legua maritima.
28. Eskann kaum ein Zweifel darüber herrschen, daß im eigentlichen Zeitalter
der Entdeckungen die spanischen Nautiker im Anschluß an ihre Lehrmeister,
die Italiener, die Legua Espanfiola .
= 4 Miglien (millas) .
annahmen. Man begegnet auf den Karten des 16. Jahrhunderts, wenn überhaupt
dem. Maßstab eine Legende beigegeben ist, stets diesem Verhältnis, gelegentlich
auch der Notiz .
1°= 70° millia oder 17'/, leucae hispanicae. _ .
Versteht man unter den. Miglien die Tausendschrittmeile und legt man den
passus geometricus der Römer unter (==1480 m), so folgt also für die ältere
spanische Meile = 4.1480 — 5920 m, eine Zahl, die allerdings auf 5573 m herab-
gehen würde, sobald man annehmen wollte, die Spanier seien dabei vom kasti-
lischen Fuß (0.278635 m) ausgegangen, wonach die 1000-Schrittmeile = 13938 m
gehabt haben würde. Für den kleinen Wert (5573 m) spricht das Ergebnis der
Berechnungen, welche K. Kretschmer!) 1909 über die in Pietro de Versi’s
*) Die italien, Portolane d, Mittelalters, Berlin 1909. S. 64. Vgl. hierzu die Ausführungen
in $ 1 dieser Abhandlung über den Anachronismus, welchen Kretschmer (a, a. O. S. 63) beging,
indem er die Span. Legua im 15. Jahrhundert zu 5565.329 km annahm.