Der. Weg zwischen Kap Melville und der östlichen Einfahrt zur Torres-Straße. 427
lich aus 3 bis 4 Sm Abstand zu sehen; dagegen sind die niedrigen Hannibal-
Inseln besonders für nordwärts steuernde Dampfer schwer auszumachen, weil
gewöhnlich der Rauch aus dem Schornstein vor dem Schiffe hergetrieben wird.
Glaubt man auf etwa 2 Sm an die Inseln herangekommen zu sein Ohne sie zu
sehen, so sollte man sich mit äußerster Vorsicht abwartend verhalten.
Von dem Punkte zwischen den Hannibal-Inseln und dem V-Riff steuere
man mit rw. 359° (mw. N!/„W)-Kurs, 10 Sm, auf Halfway-Eiland zu, und wenn
Pudding Pan Hill rw. 304° (mw. NWzW*%/,W) peilt, mit rw. 325° (mw. NW*/N)-
Kurs, 4 Sm, zwischen Pearn-Riff und Halfway-Eiland hindurch, und hernach mit
rw. 350° (mw. NzW%/,W)-Kurs, 12 Sm, zwischen den Cairncross-Inselchen und
Bushy-Eiland hindurch nordwärts. .
Die Segelanweisung für die Häfen von Queensland empfiehlt von den
Hannibal-Inseln ab den folgenden Weg: .
Peilt man die Hannibal-Inseln rw. 297° (mw. WNW), 1%, Sm entfernt, so
steuere man, etwa 1 Sm Abstand von den Hannibal-Inseln haltend, rw. 345°
(mw. NzW2/,W) 11 Sm weit; Halfway-Eiland wird dann rw. 50° (mw, NO) und
das Pearn-Riff rw. 103° (mw. 0%/,S), 1!/, Sm entfernt peilen. Von hier aus führt
dann rw. 355° (mw. N7/,W)-Kurs nach einem Punkte, von dem die Cairneross-
insel 1:Sm querab an St-B. peilt.
Nach einem Berichte des Kommandos S. M, S. »Cormoran« (N, f. S, 1753/03)
ist es am Tage wie bei Nacht sogar vorzuziehen, um das Pearn-Riff zu meiden,
von den Hannibal-Inseln aus mit dem Kurse rw. 337° (mw. NNW'/,W) zunächst
Kap False Orfordness anzusteuern und dann mit dem Kurse rw. 5° (mw. N) auf
die Cairneross-Inseln zu zuhalten; diese Inseln sind nachts leichter auszumachen
als die Bushy-Insel. (Siehe auch Ann. d. Hydr. usw. 1908, Seite 38.)
Von einem Punkte, von dem die Cairneross-Insel rw. 155° (mw. SSO*/0O)
und die Milman-Insel rw. 89° (mw. O!/„N) peilt, führt der Kurs rw. 333° (mw.
NNW7’/,W), 38 Sm, nach der SO-Einfahrt zur Adolphus-Durchfahrt. Die Gilmore-
Bank bleibt hierbei 2 Sm an B-B., und man passiert 1 Sm östlich von dem flachen
Wasser vor der Tern-Insel, weiterhin 1 Sm westlich von der X-Riff-Bake, beinahe
1 Sm westlich von der Z-Riff-Bake, !/„ Sm westlich vom Ende der Harrington-
Untiefe und bleibt etwas mehr als !/, Sm östlich von den 7.3 m (4 Fad.)-Stellen,
die westlich von dieser Untiefe liegen. Will man westlich von den 7.3 m (4 Fad.)-
Stellen entlang laufen, so bringe man nach dem Passieren der Turtle-Insel ihre
Ostseite in rw. 161° (mw. SSO!/,O)-Peilung mit Shadwell Peak in Linie und
steuere auf dieser Deckpeilung mit rw. 341° (mw. NNW!/,W)-Kurs nordwärts,
bis die höchste Erhebung der York-Insel in rw. 309° (mw. NWzW)-Peilung mit
der Osnaburg-Huk in Linie kommt.
Bei Nacht ist es im allgemeinen nicht ratsam, nördlich vom Shadwell Peak
in Fahrt zu bleiben, da man nördlich von diesem Punkte durch die Gezeiten-
ströme in kurzer Zeit leicht 1 oder 2 Sm versetzt werden und den Schiffsort
nicht beständig durch Landmarken kontrollieren kann.‘ Viele Lotsen haben es
sich daher zur Regel gemacht, bei den Cairneross-Inseln zu ankern und die
Fahrt erst 1 bis 2 Stunden vor Tagwerden fortzusetzen. Sie kommen dann beim
X-Riff an, wenn es schon ziemlich hell ist. X-Riff ist am Tage immer, bei Nacht
aber nie zu sehen.
Die Adolphus-Durchfahrt ist zwischen den Inseln Mount Adolphus und
Albany etwa 83%, Sm breit. Sie scheint im allgemeinen rein zu sein, nur die
Klippen Mid und Quetta sind gefährlich. Die Mid-Klippe, eine sehr gefährliche
Untiefe von geringer Ausdehnung, liegt 1.6 Sm nördlich vom Tree-Inselchen 1.8 m
(6) unter Wasser, ihre Lage ist gewöhnlich durch starke Kabbelung gekenn-
zeichnet. Die Quetta-Klippe, ebenfalls eine gefährliche Untiefe von geringer Aus-
dehnung, liegt bei Niedrigwasser 2.7 m (9') unter Wasser und die Cambridge-Huk
am Südwestende der Mount Adolphus-Insel peilt von ihr rw. 31° (mw. NNO%/0),
beinahe 1.1 Sm entfernt. Auch diese Klippe ist durch starke Kabbelung gekenn-
zeichnet. Nordwestlich davon liegt das Wrack des Dampfers Quetta, der auf
die Klippne aufgestoßen hat; starke Kabbelung macht auch dessen Lage kenntlich.