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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Wagner, H.: Zur Geschichte der Seemeile 
411 
Germain!) nahm 1882 das Mittel zwischen dem kleinsten Meridiangrad 
in 0° Br. und dem größten in 90° Br. und findet 
1842.9 T 1861.7 — 18523 m 
Nach Bessel?) würde auf gleichem Wege 
ABER — 1852.030 m 
nach Clarke?) 1866 ; | 
180.787 180.05 _ 1852.221 m = 6076.83 feet 
für die Seemeile folgen. 
Meist aber wird die mittlere Meridianminute aus dem Meridianquadranten 
berechnet. Man erhält nach Germain®) 
10001965 _ 
10 000 856 
10 002 093 
50:60 = 1852.239 m = 6076.89 feet 
10 001 996 
2, Die Meridianminute auf 45° Br. 
22, Um ein Geringes weicht die Meridianminute auf 45° Br. von der eben 
bezeichneten mittleren Meridianminute ab, Richtig definiert ist sie der 21 600, Teil 
des Kreises, welcher den Meridiankrümmungshalbmesser in 45° Br. zum Radius 
hat. Sie ist daher auch sehr nahe gleich dem Meridianbogen zwischen 44° 59.5’ Br. 
und 45° 0.5’ Br. und kann ohne merklichen Fehler als 60. Teil des Meridiangrades 
in 45° Br. aufgefaßt werden, aber nicht wohl als der 60. Teil des 45. Breiten- 
grades.®) Ihre Größe ist 
nach Bessel = 1851.991 m, 
nach Clarke (1858) = 1852.218 m =— 6076.82 feet, 
nach Clarke (1866) =— 1852.200 m = 6076.76 feet. 
3. Die Seemeile berechnet aus einem Kreise vom Radius = A712 
23. Zu den begrifflichen Bestimmungen, die auf den runden Wert 1852 m 
oder 6076 engl. Fuß führen, gehört auch diejenige, der man seit Mitte des 19. Jahr- 
hunderts in Lehrbüchern der Navigation häufig begegnet. Auch A. Breusing 
legte sie schon 1852 in seiner bekannten »Steuermannskunst« zugrunde und an 
ihr hat ihr heutiger Herausgeber, Professor Schilling, bis in. jüngste Zeit 
festgehalten. 
Der mittlere Halbmesser der Erde, heißt es bei Breusing, ergibt sich 
aus der halben Erdachse (nach Bessel = 6 356 079 m) und dem Halbmesser des 
Aquators (= 6377 397 m) zu 
RA tl _ 6366738 m 
1) Traite d’Hydrographie. Paris 1882, p. 20, 
Vgl. Hartl’s Tafeln, Mitt, d. K. u. K. Militärgeogr. Inst. XIV, 1894, 
Reduziert mit dem neuen Reduktionsfaktor. 
Vgl. z. B. Lehrbuch der Navigation, 2. Aufl. Berlin 1906, 
>) Hilgard berechnete1881 mit anderm Reduktionsfaktor: 1852.201 m = 607 6.82 feet(a. a. O.p. 356). 
8) Indem das vom Reichsmarine-Amt herausgegebene Lehrbuch der Navigation (2. Aufl. I, 
S. 8) dieser Meridianminute auf 45° Br. nach Bessel 1851.83 m gibt, ist sie offenbar aus dem vom 
vom 44° bis 45° reichenden Breitengrad berechnet, der (nach Bessel) 111 109.713 m mißt. Der 
60. Teil dieses Breitengrades entspricht aber mit 1851.8285 m oder abgekürzt 1851.83 m der Meridian- 
minute in 44° 30’ Br., nicht derjenigen in 45° Br. (Vgl. die Werte der einzelnen Meridianminuten 
bei Hartl in Mitteil. d. K. u. K. Militärgeoer. Inst. Wien. Bd. XIV, 1894, S. 95.)
	        
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