384 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1913.
Niederschlag, mm!)
Zahl der Tage
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Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
Mittl. Wind-
stärke (Beaufort)
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Am 17. näherte sich von Südwesteuropa her eine Depression, die mit einem
Nordwesteuropa bedeckenden Tiefdruckgebiet in Verbindung trat und verbreitete
Regenfälle, vielfach auch Gewitter, herbeiführte, Die Niederschläge ließen erst
am 20. nach, wo sich die Depression nordwärts entfernt hatte und von Südwest-
europa ein Hochdruckgebiet über den ganzen Kontinent vordrang, Dieser hohe
Luftdruck wurde jedoch schnell wieder zurückgedrängt durch Tiefdruckgebiete,
die über Nordwesteuropa erschienen und bis zum 23. dem Küstengebiet Regen
brachten; am 24. drang das Hochdruckgebiet erneut vor und bedeckte am 25.
den größten Teil Europas, wobei sein Kern über Nordwestdeutschland lag. Am
26. wurde es wiederum durch eine von Nordeuropa sich rückwärts ausbreitende
Depression zurückgedrängt, während zugleich von der Biscayasee her ein Tief-
druckgebiet herannahte, so daß das Hochdruckgebiet am 27. zu einem von den
Britischen Inseln bis Deutschland reichenden Rücken hohen Drucks zusammen-
schrumpfte. An diesem Tage entwickelten sich verbreitete Gewitter, die auch
stellenweise noch am folgenden Tage auftraten. Am 28. stellte sich über West-
europa ein neues Hochdruckgebiet ein, das ostwärts zog. Ihm folgte jedoch vom
Ozean her schnell ein Tiefdruckgebiet, das am 30, einen Ausläufer nach der
Biscayasee entsandte, der über Frankreich und das deutsche Küstengebiet hinzog
und von verbreiteten Gewittern begleitet war, Unter dem Einfluß der inlandigen
Winde in den letzten Tagen des Monats stellten sich an der Nordseeküste die
höchsten Monatstemperaturen ein, die Werte von 24 bis 27 Grad erreichten,
1) Die Niederschlagswerte sind auf ganze Millimeter abgerundet.
2) Erklärung siebe »Ann. d. Hydr. usw.« 1905, S,. 143.
Druck und Verlag von E. S. Mittler & Sohn, Königliche Hofbuchbandlung und Hofbuchdruckerei.
Berlin SW. Kochstraße 6R&— 71