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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1913.
Dampferlinien, Die Postdampfer des Norddeutschen Lloyd laufen auf dem
Wege von Sydney nach Japan und zurück den Hafen monatlich an. Die Fracht-
dampfer dieser Gesellschaft sowie die Dampfer der Deutsch-Australischen Dampf-
schiffs-Gesellschaft kommen alle 14 Tage nach dem Hafen, Die auf der Linie
New York— Australien verkehrenden Dampfer der Deutschen Dampfschiff-Gesell-
schaft »Hansa« unterhalten monatlichen Verkehr. Englische Postdampfer unter-
halten wöchentliche Verbindung mit Adelaide über Sydney. Die Aberdeen Line
fährt ungefähr alle drei Wochen über Natal nach London, Holts Blue Funnel Line
ungefähr monatlich nach London und Liverpool, die Federal Houlder Shire Line
über Kapstadt nach England, die Canadian Australian Royal Mail Line alle 4 Wochen
nach Vancouver, die China Navigation Co, alle 3 Wochen und die E, & A. Mail Line
etwa alle 4 Wochen nach Manila, China und Japan. Ferner kommen die Dampfer
der Orient Royal Mail-Line alle 2 Wochen, die der Nippon Yushen Kaisha und
die der Com. des Messageries Maritimes alle 4 Wochen und die der Schwedischen
Südafrika-Linie monatlich nach dem Hafen. Dampferverbindung besteht auch
mit den Südsee-Inseln, Singapore usw, Eisenbahnverbindung besteht nach
Norden mit Rockhampton, nach Süden mit Sydney, nach dem Innern mit Charle-
ville. Die Stadt ist an das australische Telegraphennetz und alle überseeische
Telegraphenlinien angeschlossen.
Schiffsausrüstung. Bunkerkohlen sind nach kurzer Vorherbestellung in
jeder Menge zu erhalten. Für gewöhnlich werden Queensland-Kohlen genommen,
Es wird jedoch auch Newcastle-Kohle geführt, die besser sein soll. Die Kohlen
werden in Leichtern längsseit gebracht und in Körben durch eine Dampfwinde
übergehievt. Es werden im allgemeinen gut 100 t in 8 Stunden übergenommen.
S. M. S. »Condor« brachte es auf 160t in 8 Stunden. Zum Einnehmen von
größeren Mengen holen die Schiffe an die Kohlenbrücke. Auf der Reede werden
die Kohlen aus Leichtern genommen, Das Bekohlen wird hier jedoch bei steifen
Winden gestört. Frischer und Dauerproviant, sowie andere Ausrüstung
ist zu erhalten. Die Preise für Proviant sind billig, für andere Ausrüstung
durch den Zoll verteuert. Wasserversorgung. An den Kais und Ladebrücken
arhalten Schiffe Trink- und Kesselwasser aus einer Wasserleitung. Der Preis
hierfür beträgt in Brisbane 75 .Z pt, in Pinkenba 1. 2.Z. Im Flusse ankernde
Schiffe werden durch Wasserboote, auf der Reede liegende Schiffe durch ein
Tankschiff mit Wasser versorgt. Das Flußwasser ist im allgemeinen nicht zu
gebrauchen, weil es zu salzig ist. Sandballast ist zum Preise von 2sh bis
2sh 3dpt zu haben. Steine kosten 3 sh bis 4 sh pt, Kies 4sh 6 d bis
5sh 6d pt.
Auskunft für den Schiffsverkehr. Das deutsche Konsulat liegt in den
London Bank Chambers, Creek Street 62. Agenten des Germanischen Lloyd
und des Vereins Hamburger Assekuradeure sind am Ort, Den ersteren vertritt
Kapt. Taylor, die letzteren O. Tieg & Co., Albert Street, Agenten deutscher
Dampfergesellschaften sind vorhanden. Hafen-, Hafenpolizei und Lotsen-
amt liegen in der Edward-Straße, das Zollamt in der Queen-Straße, Ein
Krankenhaus ist am Ort. Es empfiehlt sich für längere Zeit im Hafen liegende
Schiffe dem Krankenhaus einen Beitrag zu überweisen, da dieses zum größten
Teil aus milden Gaben erhalten wird. Ein deutscher Arzt ist am Ort ansässig.
Das Seemannsheim liegt in der Ann-Straße. Mannschaftsentweichungen
kommen vor. Im Jahre 1911 wurden dem Konsul 105 Entweichungen gemeldet.
Auf S. »Viduco« versuchte die ganze Mannschaft zu entweichen. Matrosen und
Heizer können angeheuert werden,
Zeitball. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1913, Heft VIIL Deviations-
bestimmung. An der Nordseite der Mud-Insel sind 4 weiße Baken errichtet,
die zum Kompensieren von Kompassen dienen. Die magnetischen Richtlinien der
Baken sind aus der Brit. Adm-Krt. Nr. 1676b zu ersehen. Auf dem Flusse kann
man den Kompaß nach den Richtlinien der bei den verschiedenen Durchstichen
aufgestellten Richtbaken kontrollieren, wenn man über deren genaue Lage an
Ort nnd Stelle Erkundigung eingezogen hat. Abgemessene Meile. Eine See-
meile von 6080’ (1853 m) Länge ist in Bulimba Reach abgesteckt. Ihre Grenzen