Brisbane.
369
Ankerplätze in der Moreton-Bucht. Man kann im allgemeinen in der
Moreton-Bucht überall, auch zwischen den Sandbänken, ankern. Bei anhaltenden
Nord- und Nordostwinden setzt jedoch schwere See in die Bucht hinein und
starker Gezeitenstrom ist in der Nähe der Bänke. Es ist daher ratsam, tunlichst
auf einem freien Platz zu ankern, wo der Gezeitenstrom schwächer ist,
Die Yule-Reede, südwestlich von der Comboyuro-Huk, bietet bei gutem
Wetter Ankerplätze auf 9 1m bis 14.6 m (5 bis 8 Fad.) Wassertiefe über sandigem
Grund. Der beste Ankerplatz ist auf 14.6 m (8 Fad.) Wassertiefe in den Pei-
lungen: Leuchtturm auf der Comboyuro-Huk rw. 54° (mw. NO), Leuchtturm auf
Cowan Cowan-Huk rw. 161° (mw. SSO1!/„O); hier setzt der Gezeitenstrom nicht
so stark. Schiffe können auch vor der Lotsenstation auf 12,8 m bis 14.6 m
(7 bis 8 Fad.) Wassertiefe ankern, wo die Cowan Cowan-Huk mit Tangaluma Patch
in Linie peilt, oder auf 22 m.bis 25 m (12 bis 14 Fad.) vor dem Wasserplatze
(Watering Place) 1, Sm von der Küste. Kleine Schiffe ankern auch am Rande
der Yule-Bank auf 4.6 m oder 5.5 m (21/, oder 3 Fad.) Wassertiefe, Sie sind hier
weniger im Bereich des Gezeitenstromes und besser geschützt gegen stürmische
Nordost- und Südostwinde, die hier öfter auftreten.
Die Yule-Reede kann nur vorübergehend als Ankerplatz benutzt werden;
bei stürmischen östlichen Winden setzt schwere See auf die Reede und ver-
ursacht häufig Brechen der Ankerketten. Liegt man vor einem Anker, so ist
darauf zu achten, daß derselbe klar bleibt.
Die schmale Tangaluma-Reede erstreckt sich von Tangaluma Patch in
nördlicher Richtung 1 Sm weit längs der Küste. Sie bietet kleinen Segelschiffen
und Dampfern mit mäßigem Tiefgang Ankerplätze auf 11 bis 14,6 m (6 bis 8 Fad.)
Wassertiefe, Sie ist bis zu einem gewissen Maße durch die Sholl-Bank gegen
steife westliche Winde geschützt und bietet gegen südöstliche Stürme den besten
Schutz an der ganzen Westküste der Moreton-Insel, Gezeitenstrom macht sich
nur wenig bemerkbar.
Man bringe, um im tiefsten Wasser nach der Reede zu gelangen, Tan-
galuma-Patch in rw. 88° (mw. OzN)-Peilung mit dem kegelförmigen Sandhümpel
dahinter in Linie und laufe auf dieser Richtlinie weiter, bis man noch 2 Kblg
vom Strande entfernt ist. Dann ankere man sogleich oder halte ein wenig nord-
wärts bis eben innerhalb der Sholl-Bank. Man wird so wenigstens 6.1 m (20)
Wassertiefe bei Niedrigwasser behalten. Kleine Schiffe mit weniger als 2.4 m
(8) Tiefgang können die Reede auch auf nördlichen Kursen verlassen, wenn sie
dicht am Strande entlang laufen, bis die Sholl-Bank passiert ist. Dieser Weg ist
aber nicht zu empfehlen,
Die South Tangaluma-Reede, südlich von der Tangaluma-Huk, bietet
Ankerplätze auf 7.3 m bis 9.1 m (4 bis 5 Fad.) Wassertiefe, Die Reede wird
durch die Moreton-Insel gegen nordöstliche Winde geschützt, nach Westen ge-
währt die Dring-Bank Schutz.
Die Brisbane-Reede erstreckt sich von der: Woody-Huk bis zur Mud-
Insel hinüber, Sie ist ungeschützt gegen nordöstliche und östliche Stürme, die
schwere See verursachen, und: daher für kleine Fahrzeuge gefährlich. Gegen
südöstliche Stürme wird sie bis zu einem gewissen Grade durch die Mud- und
die St. Helena-Insel geschützt. Schiffe können irgendwo zwischen der Woody-
Huk und der Mud-Insel ankern, müssen aber je nach ihrem Tiefgange in mehr
oder weniger großem Abstand von der Küste bleiben. Man findet bis zu 3 Sm
Abstand von der Küste, außer in der Nähe der Mud-Insel, keine größere Wasser-
tiefe als 7.3 m (4 Fad.) bei Niedrigwasser, Der geeignetste Ankerplatz für große
Schiffe befindet sich vor der Flußbarre auf 8.2 und 9.1 m (4, und 5 Fad.)
Wassertiefe über Schlicekgrund, von wo aus der Nordrand des Buschwerkes auf
der Mud-Insel rw. 116° (mw. 0S0!/„O) peilt. Große und kleine Schiffe sind
jedoch schon auf diesem Ankerplatz bei östlichen Stürmen beträchtlich vertrieben.
Barre. Vor der Brisbane-Mündung liegt eine Barre, über die der alte
Durchstich in südlicher Richtung führte, Dieser alte Durchstich ist jetzt aber
gesperrt und der Pfahlleuchtturm bei seiner Einfahrt wird abgebrochen. Der
neue Durchstich führt in südsüdwestlicher Richtung über die Barre, und an