368 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1913.
linie und laufe durch den roten Sektor des Leuchtfeuers auf der Caloundra-Huk
in den weißen Sektor dieses Feuers hinein. Jetzt bringe man das Feuer achteraus
in rw. 344° (mw. NNW!/,W)-Peilung und laufe auf rw. 164° (mw. SSO1/, O)-Kurs
durch den dunklen Sektor des vorderen Richtfeuers auf der Bribie-Insel in
den weißen Sektor dieses Feuers, Auf dem weiteren Wege halte man sich in
diesem weißen Sektor und steuere mit rw. 144° (mw. SO)-Kurs südostwärts. Man
wird auf diese Weise von den Skirmish-Bänken freibleiben und die Leuchttonne
am Westende der Spitfire-Bank sichten. Diese Tonne lasse man etwa 3 Kblg an
B-B. und steuere dann so, daß man etwa 3 Kblg nordöstlich von der Leucht-
tonne am Nordende der Western-Bänke und etwa 4 Kblgy westlich von der Leucht-
tonne bei dem Westende der Yule-Bank entlang kommt. Hernach steuere man
mit rw. 136° (mw. SO3/,O)-Kurs auf das Leuchtfeuer auf der Cowan Cowan-Huk
zu, bis das weiße Licht des Leuchtfeuers auf der Comboyuro-Huk rw. 6° (mw.
N1!/,W) peilt, und laufe dann mit rw. 186° (mw. S1/,O)-Kurs durch den dunkeln
Sektor des Leuchtfeuers auf der Cowan Cowan-Huk, Peilt das weiße Feuer auf
dieser Huk rw, 43° (mw. NOzN), so laufe man mit rw. 226° (mw. SW*/,S)-Kurs
nach der Reede von Brisbane,
Steuert man bei Nacht von Süden her nach der North West-Durchfahrt,
so bleibe man nach Passieren von Kap Moreton im weißen Sektor der Leucht-
feuer auf Yellow Patch und auf der Caloundra-Huk, bis die beiden Richtfeuer
auf der Bribie-Insel in Linie sind. Hernach verfahre man, wie eben angegeben
worden ist.
Die North West-Durchfahrt kann man nötigenfalls auch ohne Lotsen
befahren,
Die Howe oder North-Durchfahrt führt eben nördlich von der East-
Bank entlang, wendet sich dann um die Westseite dieser Bank nach Süden und
führt westlich von den Venus-Bänken und östlich von der Yule-Bank und von
East Knoll nach dem Hauptfahrwasser zur Brisbane-Reede. Diese Durchfahrt
wird sowohl zum Ein- wie auch zum Auslaufen von Schiffen mit mäßigem Tief-
gang benutzt. Die Tiefe des Fahrwassers ist bei mittlerem Springniedrigwasser
nicht geringer als 5.5 m (18') (Hochwasserhöhe 1.2 m bis 2.1 m), seine Breite
innerhalb der 5.5 m (3 Fad.-Grenze) beträgt kaum über 4 Kblg. Schiffe mit
geringem Tiefgang sollten diese Durchfahrt nur bei oder nahe bei Niedrigwasser
benutzen. Das Passieren dieser Durchfahrt ohne Lotsen ist nicht möglich, da
wegen Verschiebung der Sände die Richtfeuer nicht mehr die genaue Fahrt-
richtung angeben, Von einer Anweisung über die Einsteuerung wird deshalb
abgesehen.
Die Freeman-Durchfahrt, die zwischen der Venus-Bank und der Nord-
küste der Moreton-Insel in die Moreton-Bucht führt, kann nur von kleinen
Schiffen unter ortskundiger Führung benutzt werden. Die Wassertiefe in ihr
ist beständigen Änderungen unterworfen und schwankt zwischen 2.7 m und 4.3 m
(9’ und 14’). Bei frischen Nord- oder Nordostwinden ist die Durchfahrt nicht
zu empfehlen,
Die South- oder Rous-Durchfahrt führt zwischen der Amity-Huk am
Nordende der Stradbroke-Insel und der Sandy-Huk am Südende der Moreton-
Insel in die Moreton-Bucht. Die Durchfahrt ist zwischen den Huken ungefähr
| Sm breit und 9.1 m bis 18,8 m (5 bis 10 Fad.) tiefj am Westende der Durch-
fahrt findet man jedoch nur 2.7 m (9’) Wassertiefe bei Springniedrigwasser. Die
der Einfahrt vorgelagerte Barre sowie die North- und die South-Bank sind aber
vollständig ungeschützt gegen die hohe See vom Ozean, so daß diese Durchfahrt
im allgemeinen als gefährlich angesehen werden muß. Auf der North-Bank
brandet es immer, auf der South-Bank dagegen je nach der Höhe der Dünung
an der Küste. Die Barre ist beständigen Änderungen unterworfen, so daß keine
zuverlässige Anweisung für die Einsteuerung gegeben werden kann. Die Durch-
fahrt kann deshalb von Ortsunkundigen unter keinen Umständen ohne Lotsen
befahren werden; für gewöhnlich wird sie auch nur von Küstendampfern mit
geringem Tiefgang und nur am Tage benutzt.