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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1915. 
Einstenerung. . Nach der älteren englischen Anweisung wird man von See 
aus innerhalb der Einfahrt an jeder Seite der Bucht eine Huk sehen; die Huk 
am Westufer liegt etwa !/„ Sm, die am Ostufer etwa 3/, Sm innerhalb der 
Einfahrt, und die Deckpeilung dieser Huken zeigt über die blinden Klippen vor 
der Westhuk an der Einfahrt. Um davon frei zu bleiben, muß man die innere 
östliche Huk auf der Peilung rw. 343° (mw. NzW1/,W) frei von der inneren 
westlichen bringen, ehe man auf 16.5 m (9 Faden) Wasser hinangeht. Hat man 
die inneren Huken auf der Peilung 343° (mw. NzW1/,„W) frei voneinander, so 
steuere man auf dieser Peilung in den Hafen hinein. Nach Kapt. Jürgensens 
Angaben fällt, sobald man die Einfahrt offen hat, ein ziemlich weit drinnen 
liegendes Haus mit einem roten Dache auf, Näher an der Einfahrt und niedriger 
als das Haus mit dem roten Dache liegt dicht am Abhange des westlichen Ufers 
das Zollhaus, ein graues Gebäude mit plattem Dache, auf dem die domini- 
kanische Flagge weht. Von diesem Gebäude, dem Zollhause, sollte man das 
rote Dach rechts frei halten und auf dieser Einsteuerungslinie, die frei von den 
blinden Klippen bei der Einfahrt liegt, einlaufen, 
Abb. 2. 
Ansicht der Einstenerung, Haus mit rotem Dach und Zollhaus in Linie. 
Liegeplatz. Man ankert querab vom Schlachthause auf dem westlichen 
Ufer, etwa 500 m innerhalb der Einfahrt und dreht das Schiff vor dem Anker 
herum, Dann werden vom Heck aus nach beiden Ufern Leinen gebracht und 
in Ringen befestigt, die dort in die Felsen eingemauert sind, Kleine Schiffe 
mit 3 bis 3.4 m Tiefgang finden etwas weiter oberhalb hinter einer Huk noch 
besseren Schutz, nur müssen sie sich dort vor einer flachen Stelle hüten, die 
vom Ostufer ausläuft und nur 1.8 m (6 Fuß) Wasser hat; mit einem Lotsen 
können sie auch, von der Einfahrt aus gerechnet, 2 Sm weit aufwärts gehen. 
Segelschiffe können nur mit Seebrise ein- und mit Landbrise auslaufen. Schlepp- 
dampfer sind nicht vorhanden. 
Gesundheitsbehörde. Gewöhnlich kommt der Quarantäne-Arzt den Schiffen 
schon mit dem Lotsen entgegen. Man muß einen von einem dominikanischen 
Konsul beglaubigten Gesundheitspaß vorlegen und wird nach der Insel Catalina 
oder Savona zur Beobachtung geschickt, falls man keinen reinen Gesundheitspaß 
oder eine Seuche an Bord haben sollte, 
Den Zollbeamten muß man ein Ladungs- oder ein Ballast-Manifest vor- 
legen, ein Verzeichnis der Passagiere, der zu landenden wie der weiterfahrenden, 
eine Mannschaftsliste und eine Proviant- und Ausrüstungsliste in spanischer 
Sprache. Das Schiff wird beständig von Zollbeamten bewacht, die man an Bord 
verpflegen muß. 
Hafenanlagen werden von einer amerikanischen Gesellschaft erbaut (vgl. 
Taf. 11), zur Zeit löscht und ladet man noch mit Leichtern, und es pflegt ziemlich 
schnell zu gehen. Eine Hafenordnung soll es geben, Kapt. Jürgensen hat 
aber keine bekommen können.
	        
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