Brisbane,
317
die Untiefen meiden, die nordnordöstlich vom Kap Moreton liegen. Es sind dies
die Smith-Klippe, das Flinders-Riff und die Hutchison-Untiefe,
Die Smith-Klippe ist eine gefährliche spitze Klippe, die 2 Sm nordnord-
östlich vom Kap Moreton-Leuchtturm 2.1 m (7’) unter Wasser liegt. Eine schwarze
Tonne mit Stange und Ball als Toppzeichen ist 3 Kblg südsüdwestlich von ihr
verankert. Man passiert !/, Sm östlich von der Klippe, wenn der Berg Tempest
in rw. 209° (mw. SzW3/,W)-Peilung frei ist vom Kap Cliff, dem Ostende der
Moreton-Insel. Man bleibt !/„ Sm südlich von der Klippe, wenn Ridge Tree-
Hügel in rw. 244° (mw. SW7/,W)-Peilung mit dem Hügel auf der North-Huk in
Linie ist. (Siehe Ansicht G auf der Brit. Adm-Krt. Nr. 1670a.) Bei Nacht steht
man seewärts von der Klippe, wenn das Hauptfeuer auf Kap Moreton westlicher
als rw. 217° (mw. SSW1/,W) peilt. Man ist auch frei von der Klippe, wenn das
Nebenfeuer auf Kap Moreton vom Hauptfeuer frei peilt.
Das Flinders-Riff liegt 31, Sm NzO vom Kap Moreton-Leuchtfeuer. Das
Riff ist flach und liegt zum größten Teil in der Wasserlinie, nur zwei kleine
Erhebungen ragen 1.5 m (5) über dem Wasser empor; es ist leicht an der
schweren Brandung kenntlich. Die Hutchison-Untiefe mit 6.7 m (22') geringster
Wassertiefe liegt 2 Sm NzO vom Flinders-Riff und 5 Sm vom Kap Moreton
entfernt. Sie ist für tiefgehende Schiffe gefährlich und sollte bei starken Ööst-
lichen Winden auch von beladenen Küstenfahrzeugen vermieden werden, da
dann der mit 11!/, Sm Geschwindigkeit in der Stunde nach OSO setzende Strom
Brandung auf der Untiefe erzeugt. Man befindet sich seewärts von der Untiefe,
wenn der Leuchtturm auf Kap Moreton mit der Mitte des Flinders-Riffes in
Linie ist; man ist innerhalb der Untiefe, wenn der Berg Tempest in rw. 197°
(mw. S3/,W)-Peilung mit dem innern gelben Flecken südwestlich von der North-
Huk in Linie ist. Man passiert 1'/, Sm nördlich von der Untiefe, wenn der
Berg Beerwah, der nordwestlichste und höchste von den Glass House Mountains,
nicht westlicher als rw. 271° (mw. W3/,S) peilt. (Siehe Ansicht auf der Brit.
Adm-Krt, Nr. 1029.)
Bei nebeligem oder schlechtem Wetter. wird Ortsunkundigen: empfohlen,
das Fahrwasser zwischen Kap Moreton und der Brennan-Untiefe nicht zu nehmen,
sondern lieber vor dem Kap beizudrehen und Lotsensignale zu zeigen oder
nördlich vom Flinders-Riff entlang zu gehen und von da aus auf den Lotsen-
dampfer zuzusteuern,
Kapt. E. Stolz berichtet über die Ansteuerung: »Die Ansteuerung der
Moreton-Insel ist sehr einfach. Das Leuchtfeuer auf Kap Moreton ist weit zu
sehen und brennt sicher, Zu beachten ist nur, daß unter der Küste der Strom
mit etwa 2 Sm Geschwindigkeit in der Stunde nach Süden setzt. (Vgl. hierzu
unter Küstenstrom weiter unten.) Wenn man dieses nicht in Rechnung zieht,
so kann man bei etwas regnerischem Wetter die Moreton-Insel leicht mit der
Stradbroke - Insel verwechseln. Dies ist schon häufig vorgekommen. Beide
Inseln sehen aus der Ferne ziemlich ähnlich aus, wenn die Gipfel in Regen-
wolken stecken, was hier nicht selten vorkommt. Mit günstigem Winde kann
man bequem zwischen Kap Moreton und der durch eine Tonne gekennzeichneten
Smith-Klippe hindurchsegeln.«
Kapt. H. Schmidt schreibt: »Von Sydney nach Brisbane wurde der Kurs
möglichst nahe der Küste, etwa 2 bis 3 Sm frei von den vorspringenden Huken
und Untiefen genommen. Der Strom setzte in 24 Stunden etwa 6 Sm nach Süden,
Der Wind war leicht östlich oder westlich, umlaufend, die See leicht bewegt, das
Wetter schön. Große Vorsicht ist von Kap Lookout an geboten. Man darf hier,
wenn man vom Südende der Moreton-Insel nordwärts steuert, nicht zu nahe an
die Küste hinanlaufen, da man dann das Leuchtfeuer auf Kap Moreton nicht
sehen kann; auch soll hier nach Lotsenaussage häufig westliche Stromversetzung
stattfinden. «
Kapt. L. Schmidt berichtet: »Vom Süden kommend folgte ich der Küste
in etwa 8 Sm Abstand, bis Kap Moreton in Sicht kam. Dann hielt ich auf das
Kap zu, bis.ich etwa 2 Sm von ihm entfernt war, und steuerte dann zwischen
dem Kap und der schwarzen Tonne vor der Smith-Klippe hindurch. Sobald wir