314 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1913,
Höft liegt der südliche Ausläufer der Stradbroke-Insel, die sich bei 6 Sm größter
Breite 33 Sm weit in nördlicher Richtung hinzieht,
Die Insel Stradbroke ist im Norden hoch und dicht bewaldet, sie steigt
an manchen Stellen zu über 213 m (700’) Höhe an. Der südliche Teil der Insel
dagegen ist, die ersten 13 Sm von der Südhuk der Insel an gerechnet, nur ein
niedriger bewaldeter Sandrücken. Die Lookout-Huk, der nordöstliche Ausläufer
der Insel, ist felsig und 79 m (260’) hoch. (Siehe Ansicht auf der Brit. Adm-
Krt. Nr. 1029.) 2 5Sm nördlich von der Huk ragt die niedrige Flat-Klippe 1.8 m
(6’) aus‘ dem Wasser empor. Sie ist am Tage leicht an der Brandung zu er-
kennen,
Die Moreton-Insel, nördlich von der Stradbroke-Insel, erstreckt sich 20 Sm
weit in nördlicher Richtung. Ihre größte Breite, nahe ihrem Nordende, erreicht
5 Sm. Die Insel wird fast ihrer ganzen Länge nach von einer Hügelkette durch-
zogen, die stellenweise nicht unbeträchtliche Höhe erreicht. Die Hügel sind alle
mäßig mit Bäumen und Strauchwerk bestanden und zeigen hier und dort sehr
auffällige kahle Sandflecken. Nahe bei der Mitte der Insel erhebt sich der Berg
Tempest zu 274 m (900’) Höhe. Nach dem schmalen, südlichen Teil der Insel
zu, nimmt die Hügelkette an Höhe allmählich ab; nahe ihrem Südende bildet
ein bemerkenswerter Sandflecken eine auffällige Landmarke. Kap Moreton, am
Nordende der Insel, ist schon aus 25 Sm Entfernung auszumachen. Wenn man
es von Süden kommend zuerst sieht, scheint es für sich allein zu liegen, da das
Land zwischen ihm und den höheren Punkten der Insel nur niedrig ist. Beim
Näherkommen ist es leicht an dem auf ihm stehenden Leuchtturm zu erkennen.
Zum Einlaufen in die Moreton-Bucht von dieser Seite aus dient zunächst
die North-Huk, beinahe 1 Sm nordwestlich vom Kap Moreton, als Landmarke,
Auf ihr erhebt sich ein kleiner Hügel mit einem Leuchtturm darauf. Südlich
von der Huk liegt der weiße Flecken „Outer White Patch“. Südwestlich von
der Huk, etwa 1 Sm davon entfernt, liegt ein gelber Flecken, 2.5 Sm westsüd-
westlich von ihr der Ridge Tree-Hügel, Das Nordwestende der Moreton-Insel
bildet die niedrige, sandige Comboyuro-Huk. Landeinwärts von dieser steigt
eine mit Gestrüpp bewachsene Hügelkette zu 30 m (100) bis 107 m (350) Höhe
an, und 31/, Sm südsüdöstlich von der Huk erhebt sich der Berg Campbell zu
216 m (710°) Höhe. Tangaluma-Huk, 8 Sm südlich von der Comboyuro-Huk, fällt
von einem 79 m (260) hohen Abhang jäh nach dem Meere ab, Sie bildet eine
auffällige Landmarke für vom Norden kommende Schiffe. Das Erkennen dieser
Huk wird noch durch einen bemerkenswerten weißen Sandflecken erleichtert,
der !/, Sm nördlich von ihr liegt und infolge seiner Ähnlichkeit mit einem
Schiffe unter Segeln auch den Namen Ship-Patch führt. In der Mitte zwischen
der Comboyuro- und Tangaluma-Huk befindet sich die niedrige, aber unter
Wasser steil abfallende Cowan Cowan-Huk, südöstlich von der, etwa 2 Sm von
ihr entfernt, der Leading oder Cone-Hügel zu 184 m (608’) Höhe ansteigt.
An der Westseite der Moreton-Bucht liegt südlich von der Caloundra-
Huk die 18 Sm lange und an ihrer breitesten Stelle etwa 4 Sm breite Bribie-
Insel. 6 Sm südwestlich vom Südende dieser Insel springt die niedrige Castle-
reagh- oder Reef-Huk vom Festlande hervor; die Huk steigt nur allmählich zu
9m bis 12 m (30’ bis 40’) Höhe an. 8 Sm südlich von der Huk liegt auf dem
Gipfel der Cabbage Tree-Huk der Badeort Sandgate, dessen Häuser auffällige
Landmarken bilden, namentlich das große weiße Haus von M. Connel, Im übrigen
wird das Fahrwasser nach der Moreton-Bucht und den Fluß hinauf durch Baken
und Tonnen gekennzeichnet, die teilweise bei Nacht befeuert sind. Auch sind
an verschiedenen Stellen Leuchttürme errichtet. Auf die richtige Lage der
Tonnen vor der Einfahrt zur Moreton-Bucht darf man jedoch nicht unbedingt
rechnen, da es vorkommen kann, daß sie bei schlechtem Wetter vertreiben,
Die Außenkanten der quer vor der Einfahrt zur Moreton-Bucht liegenden
North- und East-Bänke sind leicht an der auf ihnen stehenden Brandung zu er-
kennen; bei ruhigem Wetter sind sie auch von oben aus auszumachen, da das
Wasser gewöhnlich klar und der Sand sehr weiß ist.