Schlenzka: Wissenschaftl, Forschungen auf d,. Ausreise S. M..S. »Möwe« nach Südwestafrika usw. 15
nördlichen Grenze unseres Schutzgebietes, dann .um das Stück von Walfisch-Bucht
bis eben. nördlich von Lüderitzbucht und ‚schließlich um. die Fortsetzung der
Vermessung von Chamais-Bucht bis zur Südgrenze der‘ Kolonie, zum Oranje.
Nach einer vierwöchigen gründlicheren ° Fig. 6. 300 ;
ba Verhan langen Pe dee Längsschnitt durch den Benguelastrom.
, "tags A
vernement in Windhuk und Beschaffung ‘Station 33, 40, 53 von 1911 und Station.1, 1912.)
des notwendigen Materials in Lüderitz-
bucht, ging die »Möwe« Anfang No-
vember, nachdem der völlig wieder-
hergestellte. Kommandant an Bord
eingetroffen war, zu‘ den ersten Ver-
messungsarbeiten : südlich Walfisch-
Bucht in See. ;
Als Stützpunkt war Lüderitz-
bucht, der einzige für Kohlen- und
Proviantübernahme in Frage kommende
Hafen, gewählt und dorthin ging das
Schiff alle. drei Wochen für acht bis
zehn Tage, um Kohlen und Proviant zu
nehmen und die notwendigen Kessel-
reinigungen vorzunehmen. . Für einen
Teil der Landtriangulation hatte das
Gouvernement durch die Arbeiten eines
Landmessers vorgesorgt und das Schiff
konnte darum an dieser bereits fest-
gelegten Küste gleich mit den Lot-
arbeiten beginnen. In diesem. Gebiet
waren von dem Landmesser auch Baken
am Strande aufgestellt, nach denen
wenigstens bis zur 40 m-Tiefenlinie
das Schiff zur Festlegung seiner Lo-
tungen Doppelwinkel messen konnte.
Über die 40 m-Linie hinaus bis zur
100 und 200 m-Linie mußten die Lot-
linien nach Kurs und Distanz gelaufen
werden, Dieses Loten in der nimmer
rastenden atlantischen Dünung war auf
dem für diese Seeverhältnisse eigent-
lich. viel zu kleinen Schiff kein Ver-
gnügen, und für das gesamte Personal,
das :meist Tag und Nacht abwechselnd
in zwei Wachen. mit den Lotarbeiten:
Winkelmessen, Handlot und Bedienung
der Lotmaschinen beschäftigt war, be-
deutete‘ das ewige Rollen, Stampfen
und Schlingern eine schon recht erheb-
liche Anstrengung. Noch schwieriger
wurde es, als das Stück, das vom Land-
messer 'vorgearbeitet war, erledigt war
und nun die Triangulierung der Küste
für das Schiff selbst in Frage kam.
Dazu mußte eine Anzahl Leute an Land DE EL Bo
ausgeschifft werden, die teils durch zo 888 8 8 8 8 88
Dreieckmessungen an Land, teils durch 4° * 553% - 2 8 ®
gemeinschaftliche Messungen zusammen mit dem Schiff die Küstenkonturen- fest-
stellen und. die für die Lotungen nötigen Baken errichten sollten. In der Voraus-
sicht auf die überaus schwierigen Landungsverhältnisse hier in Südwest: hatte der