Kleinere Mitteilungen;
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.Sturmwarnungssignale werden an einem Signalmast beim Skanse-
Leuchtturm gezeigt. . ;
Ärztlichen Besuch brauchten wir nicht abzuwarten, um mit dem Lande
zu. verkehren, Der Gesundheitszustand am Ort und auf dem Schiffe war
während unseres Aufenthaltes gut. ;
Der Ankerplatz für große Schiffe befindet sich auf 29 bis 33 m (16 bis
18 Fad.) Wassertiefe über Sand- und Steingrund. Von ihm aus peilt das schwarze
Pfarrhaus von Sandegärde rw. 276° gut südlich frei von. einem am Strande
stehenden dunklen Schuppen mit: hellgelbem Dach, und der Skanse-Leuchtturm
rw. 357°, Der Ankerplatz ist nur gegen westliche Winde geschützt. Die Richtung
des Telegraphenkabels ist durch zwei Paar Baken, die auf Sandgärde stehen,
gekennzeichnet. N
Der Landungsplatz für Boote ist im Östre-Vaag an einer Steintreppe
beim Ort. Er ‘ist 3%, Sm vom Ankerplatz entfernt. Schiffsboote werden zum
Verkehr mit dem Lande benutzt, a
Frischer Proviant ist in kleinen Mengen zu haben, Seekarten und
nautische Bücher sind nicht zu kaufen, . «4 a8 i
3, Ansteuerung der Esmeralda-Mündung.!) Bericht des Kapt. R. Päßler,
D. »Assuan«, vom Jahre 1912.
Als wir am 1. Dezember (Mißw. = 6.5° 0) auf.dem Kurse rw. 85°. (mw. OzN)
den Leuchtturm von Coquito-Huk rw. 136° (mw. S01/„0) und Gorda-Huk rw. 220°
(mw. SWzS) peilten, sahen. wir den Lotsen in einem Kanoe aus der Esmeralda-
Mündung kommen und nahmen ihn an Bord, als der Leuchtturm rw. 175°
(mw. SzO) 2 Sm peilte, Dann steuerten wir nach den Anweisungen des Lotsen
rw. 119° (mw. O0SO), wobei die nördlichste Klippe vor der Ost-Huk an B-B., die
Ost-Huk- selbst ‚an St-B. zu sehen war, bis der Leuchtturm von Coquito-Huk
rw. 198° (mw. SzW) peilte. Weiter steuerten wir rw. 142° (mw. SO), bis der
Leuchtturm rw. 212° (mw. SSW1!/,W) peilte, rw. 153° (mw. SOzS), bis der Leucht-
turm rw. 282° (mw. SW) peilte, und rw. 172° (mw. Sz0O1/,0) in die offene Fluß-
mündung hinein, bis der Leuchtturm mit der nördlichsten Klippe vor der Ost-
Huk in Streckpeilung rw. 243° und 63° (mw. SWzW und NOzO) war. Darauf
wurde rw. 187° (mw. Süd) gesteuert und’ als die Ost-Huk rw. 88° (mw. O%/,N)
peilte, auf etwa 45.7 m (25 Fad.) Wassertiefe geankert.‘ Die nördlichste Klippe
vor der Ost-Huk ist.auch bei Hochwasser, die anderen Klippen dort sind nur
bei Niedrigwasser sichtbar. Vom Ankerplatze aus. peilte eine kleine Insel mit
Bäumen rw. 187° (mw. S) und die Mitte der‘ Landspitze vor der ‚Coquito-Huk
rw. 260° (mw. WSW!/,W) 2 Kblg.
Man ‘liegt. dort nur etwa 3/, Kblg von einer weiter südlich liegenden, bei
niedrigem Wasser sichtbaren Sandbank, doch läuft stets soviel Strom aus, daß
das Schiff SO bis SW anliegt. Wenn der Fluß.in der trockenen Jahreszeit
wenig. Zufluß aus. dem Innern erhält, soll: es. vorkommen, . daß Flutstrom in die
Flußmündung hineinsetzt; man müßte dann allerdings sein Schiff durch Maschinen-
manöver von der Sandbank freihalten. . nn N ”
. Die Flußmündung hat sich geändert; die Insel, die die Brit, Adm-Krt.,
Nr. 1814 als östlichste gibt, ist nur noch eine Sandbank, auch stimmt die wirk-
liche Lage des Zollhauses nicht mit den Peilungen nach der ‚Karte. Unsere
Lotungen stimmten mit denen auf dem Plan der Brit, Adm-Krt. Nr. 1814,- bis
die Coquito-Huk. rw. 181°. (mw. 5140) peilte; von da. an wurde mit dem Handlot
kein Grund mehr gefunden, Der Leuchtturm von .Coquito-Huk, ein Pfahl mit
der Laterne über einem verwitterten Hause an dem bewaldeten Abhange der
Huk, ist schlecht zu erkennen. Östlich davon liegen mehrere: Häuser, und man
kann vor diesen mit einem Boote jederzeit landen, um nach‘ der Ortschaft zu
gehen. ‚Man ‘kann diese aber auch bei niedrigem Wasser mit-einem Boote und
einem ortskundigen Steuerer durch den östlichen Teil der Flußmündung erreichen.
; Der Handel Esmeraldas: liegt vornehmlich iin Händen: der. Tagua-Handels-
gesellschaft, die dort durch zwei Deutsche vertreten ist, 2 361 210 0
‚Wir verließen. Esmeralda: am 27, Dezember ohne. Lotsen,’. 2:
1) Frühere Veröffentlichung %Pilote« 1.‘ 1902. 81807 0