Weitere Beiträge zur Küstenkunde von Spitzbergen.
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bergens mit geradezu üppigem Pflanzenwuchs. Die kleine Bucht ist allerdings
nur für sehr kleine Fahrzeuge zugänglich,
In der schmalen Einfahrt hält man sich gut in der Mitte, wo man 3.7 m
bis 5.5 m (2 bis 3 Fad.) Wassertiefe finden wird. Vor der Mitte des Südufers
kann man auf 5.5 m bis 7.3 m (3 bis 4 Fad.) Wassertiefe ankern. Nach dem
Innern der Bucht nimmt die Wassertiefe auf 12.8 m bis 14.6 m (7 bis 8 Fad.) zu.
Die Bucht ist gut geschützt.
Die Hamburger-Bucht ist am besten von der Magdalenen-Bucht aus mit
Booten zu erreichen. Die Entfernung vom Ankerplatz in der Magdalenen-Bucht
beträgt 6 Sm. i
Kreuz-Bucht. Von der Magdalenen-Bucht kommend passiert man die Mag-
dalenen-Huk in 1 Sm Abstand und steuert in 1 bis 2 Sm Abstand von der Küste
bei den sieben Eisbergen südwärts. Nach dem Passieren des südlichsten dieser
Gletscher tritt das hohe Land mehr zurück, die Küste wird niedrig, der Grund
unrein. Man bleibe hier in 4 bis 5 Sm Abstand von dem sehr niedrigen Lande,
Das niedrige Kap Mitra erscheint vom Norden aus gesehen zuerst als kleine Insel.
Man steuert in 4 bis 5 Sm Abstand von der Küste bei Kap Mitra allmählich in
die Kreuz-Bucht hinein, bis sie gut offen ist und Mont des Oiseaux gut frei ist
von der Bourge-Huk.. Dann hält man in nordöstlicher Richtung in die Bucht
und gibt Kap Guissez, das an den südlich davon liegenden Inselchen zu erkennen
ist, gut 1 Sm Abstand. Weiterhin hält man sich in der Mitte der Kreuz-Bucht.
Port Möller. Mont des Oiseaux passiert man in !/, Sm Abstand und folgt
dann der Ostküste der König Haakon-Halbinsel in !/, bis '/„ Sm Abstand. Die
in der Karte verzeichneten Untiefen an dieser Seite liegen dicht unter Land und
sind meistens erkennbar an einem darauf gestrandeten Stück Gletschereis,
Ehe die kleine flache Kohn-Insel querab ist, hält man möglichst dicht an
die dort ganz reine König Haakon-Halbinsel heran, um von der Gallopin-Bank
frei zu kommen, Schneidet die Kohn-Insel mit der Nordkante des Louis Mayer-
Gletschers ab, dann ist man frei von der Untiefe. Man nimmt dann den in die
Karte eingezeichneten auffallenden Stein am westlichen Fuß des Prinz Olav-
Berges eben an St-B. voraus und läßt das Schiff auslaufen. Schneidet die Kohn-
Insel mit der Südkante des Louis Mayer-Gletschers ab, dann bringt man die
Fahrt aus dem Schiff, fühlt sich mit dem Lot langsam auf 46 m bis 27 m
(25 bis 15 Fad.) Wassertiefe und ankert. Unter keinen Umständen sollte man auf
geringere Tiefe als 27 m (15 Fad.) laufen, da sie dann nach Land zu schnell
abnimmt. »Vietoria Luise« ankerte mit 110 m (60 Fad.) Kette auf 42 m
(23 Fad.) Wassertiefe über weichem Schlickgrund, Der Ankerplatz ist einer
der besten auf Spitzbergen, von allen Seiten gut geschützt gegen Wind, Seegang
und Gletschereis.
Ein guter Landungsplatz für Boote findet sich vor dem auffallenden
Stein, !/, bis !/, Sm. vom Ankerplatz entfernt. '
Von Port Möller. aus ist die Besteigung des Supan-Gletschers und seiner
Moränen, sowie die des. angrenzenden mächtigen Lilliehöök-Gletschers, eines der
schönsten Gletscher auf Spitzbergen, ohne allzu große Mühe möglich. Lohnen
wird sich auch eine Bootfahrt nach dem Louis Mayer- nnd dem Louis Tinayre-
Gletscher, Interessant ist die reiche Fauna und Flora Spitzbergens an dieser Stelle.
_ KLilliehöök-Bucht. Vom Ankerplatz in Port Möller folgt man wieder der
König Haakon-Halbinsel in !/, bis 1/„ Sm Abstand, passiert den hohen Mont des
Oiseaux, auf dem zahllose. Vögel nisten, in !/, Sm Abstand und steuert in die
Lilliehöök-Bucht, die auf beiden Seiten bis dicht unter Land ganz rein ist mit
Ausnahme einer 5.9 m .- (3!/„, Fad.)-Stelle, die 4 bis 5 Kblg nordöstlich von der
Fridjov-Huk liegt... Am Nordende der Bucht mündet der große Lilliehöök-
Gletscher, In das hohe. Westufer schneidet der kleine Signe-Hafen ein, ein
vorzüglich geschützter Ankerplatz für kleine Schiffe. Für große Schiffe ist in
der .Lilliehöök-Bucht infolge der:großen Wassertiefe kein Ankerplatz.
;.. . Ebeltofts-Hafen. ‚Aus der Möller-Bucht kommend, passiert man die Burge-
Huk in etwa !/, Sm Abstand, läuft dann weiter, bis die in. westlicher Richtung
in die innere Bucht hineinlaufende Landzunge gut frei ist von der in südlicher