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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Fritsch, H.: Der Libellenquadrant und seine Verwendung auf See, 
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Der Libellenquadrant und seine Verwendung auf See. 
Libellenquadrant,. Pendelsextant und Kreiselsextant, jeder für sich von 
besonderer Konstruktion, schalten den natürlichen Horizont, der auf See durch 
die Kimm gegeben ist, bei der Beobachtung der Höhe eines Gestirns aus, Sie 
ermöglichen also diese Beobachtung einerseits, wenn die Kimm infolge ungünstiger 
Witterungsverhältnisse nicht sichtbar ist, andererseits, wenn sie wie bei der Luft- 
schiffahrt, überhaupt nicht als Ausgangspunkt der Beobachtung dienen kann. 
Durch gütiges Entgegenkommen der Deutschen Seewarte zu Hamburg, für 
das ich auch an dieser Stelle meinen Dank aussprechen möchte, habe ich Ge- 
legenheit gehabt, den Libellenquadranten und Pendelsextanten auf See persönlich 
zu gebrauchen, Da der erstere jedoch von älterer Konstruktion war, so wandte 
ich mich an dessen Erbauer, Herrn Georg Butenschön, Bahrenfeld bei Hamburg, 
und erhielt von ihm zwei Libellenquadranten neuester Konstruktion, 
Da nicht allein die Seeschiffahrt, sondern auch die Luftschiffahrt daran 
interessiert sein wird, werde ich mich etwas ausführlicher über beide Instrumente 
und die Erfahrungen, die ich mit denselben gemacht habe, hier äußern, Eine 
Besprechung des Pendelsextanten behalte ich mir für später vor. 
Der. Libellenquadrant (Fig. 1) von Georg Butenschön, Bahrenfeld, ist 
kein neues Instrument. 
Aus einem Prü- 
fungsattest, ausgestellt 
von der Deutschen See- 
warte zu Hamburg, er- 
sah ich, daß Herr 
Butenschön bereits 
im Jahre 1894 den 
ersten Libellenquadran- 
ten gebaut hat. 
Die beiden In- 
strumente, die ich jetzt 
auf einer dreimonat- 
lichen Reise fast täglich 
benutzte, sind demnach 
20 Jahre jünger als ihr 
erster Vorgänger. Sie 
sind im Prinzip dieselben wie jener erste, nur mit einigen Verbesserungen ver- 
sehen, wie sie der Gebrauch in der Praxis nötig machte, 
Zum besseren Verständnis bringe ich nachstehend ein Bild der von mir 
während der Reise benutzten Instrumente. 
Fig. 2, 
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