Hessen, K.: Ein Apparat zur Auswertung von Gezeitenkurven.
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Schraube so lange verschoben, bis’ die unterste Ecke des Ablesewinkels den letzten
Teilstrich der Trapezteilung berührt.
Diese Vorschläge scheinen mir beachtenswert, weil einmal dadurch die
Kurvenblätter geschont werden und sodann die Arbeitszeit verkürzt werden
kann, da nämlich der Schwerpunkt in der Benutzung des Gezeitenkurvenauswerters
darin liegt, die Kurve möglichst schnell auf die Trapezteilung einzustellen.
Für Kurven, bei denen in der. Regel die Dauer des Steigens und Fallens
stark voneinander verschieden ist, wird man statt des einen zwei Trapeze vor-
sehen müssen, die die entsprechenden Größenabmessungen haben. Sie sind dann
bei der von Herrn Leverkinck vorgeschlagenen Konstruktion leicht auswechselbar.,
Die verschieden großen Trapezskalen müßten dann in gleich große Rechtecke
eingelassen sein, die in den beiden Führungsschlitzen auf und nieder geführt
werden können. Die weiteren Verbesserungsvorschläge des Herrn. Wagner
wären natürlich hier auch anwendbar.
Zum Schlusse möchte ich noch kurze Angaben machen, in welcher Zeit
das Kurvenmaterial bearbeitet werden kann. Es wurden in 3'/, Stunden hinter-
einander mit geringen Pausen 30 Flut- und 30 Ebbekurven abgelesen, also das
Gezeitenmaterial eines halben Monats. Wenn die Verbesserungsvorschläge be-
rücksichtigt werden, ist wohl noch eine Steigerung der Schnelligkeit zu erwarten,
Jedenfalls scheint mir das Resultat die verhältnismäßig geringe Arbeitsleistung
völlig aufzuwiegen,
Beseitigung starker Krängungsdeviationen.
; Der in Heft II dieses Jahrganges der »Ann. d, Hydr. usw.« S. 92 von
Herrn Professor Maurer gemachte Vorschlag zur Beseitigung starker Krängungs-
deviationen veranlaßt mich, einen anderen Vorschlag hierfür mitzuteilen, auf den
ich vor längerer Zeit geführt wurde gelegentlich der Kompen-
sierung eines Kompasses mit sehr starker Krängungsdeviation,
die auf die gewöhnliche Weise nur unvollkommen .zu be-
seitigen war. 3
‚Die Verstärkung der kompensierenden Wirkung soll da-
durch erreicht werden, daß der Krängungsmagnet bei ein-
tretender Krängung geneigt wird gegen die Mittellinie des
Kompaßhauses. Es kann dies geschehen mit Hilfe eines Pendels,
In der Figur sei M_ die Mitte der Rose, MG, die. Mittel-
linie des Kompaßhauses, sei hier gekrängt um den Winkel i.
Das Pendel DP sei drehbar um den Punkt A auf der Linie MG.
Die Pendelebene liege querschiffs, Der Magnet OU sei um den
Punkt B, der auf der Linie MG liegt, drehbar. Die Drehebene
liege parallel der Pendelebene, also auch querschiffs, OU trage
bei C einen Stift, der in einem Schlitze des Pendels läuft,
Bei der Krängung i bildet der Magnet mit der Vertikalen,
d.h, mit dem Pendel den, Winkel —J. (Durch Verlegen ‚des
Punktes C oder der Punkte A, B und C ist leicht ein Winkel + J
zu erreichen.) Der. halbe Polabstand des Magnets sei 1, die
Entfernung MB sei E; MO und MU seien ra bzw. rn. E sei
groß im Verhältnis zu 1.
In Anlehnung an die von Herrn Maurer gebrauchten
Ausdrücke und unter Fortlassung der Polstärken ist dann die
von dem Magneten. ausgeübte ablenkende Kraft in der Horizontalen, falls der
Magnet wie üblich an MG befestigt ist (G also = i):
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