Die Witterung an der deutschen Küste im Februar 1913.
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der Himmel stärker bedeckt. Nebel wurde am 5., vom 10, bis 14. sowie am 27,
ostwärts bis zur Oder. beobachtet. Gewitter wurden nicht gemeldet,
Vom 1. bis 9. Februar stand die deutsche Küste fast ohne Unterbrechung
unter dem Einfluß von Tiefdruckgebieten, die über Nord- und Mitteleuropa hin-
zogen und mildes ozeanisches Wetter mit Niederschlägen im Gefolge hatten. Nur
der 5. bildete eine Ausnahme, da an diesem Tage vorübergehend ein Hochdruck-
gebiet das ganze Küstengebiet bedeckte und heiteres Wetter herbeiführte. Mehr-
fach entwickelten sich während dieser Periode stürmische Winde, zunächst am
2. an der östlichen Ostseeküste, wo auf der Rückseite eines nach Rußland ab-
ziehenden Teilminimums stürmische Nordwestböen auftraten, die vereinzelt noch
am 3. anhielten. Ein neuer Depressionsausläufer brachte am 4. fast der ganzen
Küste steife und stürmische westliche Winde. Am stärksten aber traten die
stürmischen Winde am 8. auf; ein tiefer Depressionsausläufer schritt über die
Nordsee nordostwärts, während zugleich ein Hochdruckgebiet von Südwesteuropa
über den Kontinent vordrang,. So entwickelten sich verbreitete stürmische Winde
aus westlichen Richtungen, die an der Nordseeküste stellenweise Stärke 9 er-
reichten und auch am 9. noch vielfach anhielten, ;
Nun kam die deutsche Küste unter den Einfluß des genannten, vielen Um-
bildungen unterliegenden Hochdruckgebietes, das seinen Einfluß bis zum Monats-
schluß geltend machte, da es die Ursache für das Vorherrschen meist trockenen,
vielfach heiteren und ziemlich ruhigen Wetters bildete. Zunächst hatte es vom
11. bis 14. anhaltenden verbreiteten Nebel bei niedrigen Temperaturen zur Folge,
Am 15. fielen an der östlichen‘ Ostseeküste auf der Rückseite eines flachen
Depressionsausläufers verbreitete, aber nur leichte Niederschläge. Nach dessen
Abzuge verlagerte sich das Hochdruckgebiet mehr nordwärts, und es zogen
über Deutschland von Südosteuropa her flache Depressionsausläufer westwärts,
so daß das deutsche Küstengebiet Östliche Winde erhielt. Diese führten all-
mählich von Osten nach Westen vordringendes Frostwetter herbei. In der Zeit
vom 18. bis 20., meist jedoch am 20., traten die tiefsten Monatstemperaturen mit
4° bis 9° Frost ein. Am 21. und 22. kam die Küste vorübergehend unter den
Einfluß eines im Norden vorüberziehenden Tiefdruckgebietes, das leichte Nieder-
schläge mit sich brachte. Nach seinem Abzuge trat wieder hoher Luftdruck an
seine Stelle, der sich nun allmählich nach Südosteuropa verlagerte und neuen
ozeanischen Depressionen Platz machte, die am 26. an der Nordsee- und am 27.
an der ganzen Küste leichte Niederschläge herbeiführten. Am letzten Monatstage
drang vom Ozean ein neues Hochdruckgebiet westwärts vor, so daß die Nieder-
schläge zunächst im Westen nachließen. -
Mittel, Summen und Extreme!)
aus den meteorologischen Aufzeichnungen der Normal-Beobachtungsstationen der
Seewarte an der deutschen Küste.
Stations-Name
und Seehöhe
des Barometers
Borkum ..... 7.7m
Wilhelmshaven . 8.5
Keitum ..... 84
Hamburg .... 26.0
Kiel ........ 472
Wustrow .... 7.0
Swinemünde. .. 10.0
Rügenwaldermünde6.9
Neufahrwasser. . 4.5
Memel. ..... 175
Luftdruck, 700 mm +
Mittel | _Monats-Extreme N
— N Yn AR
Se om red. auf MN * 45° Br.
50 Br. 1). Max. | Dat. | Min. | Dat.
57.2 +B..
66.3 45,3
66.3 [+ 54
67.3 15,5
79.5
79.2
79.0
79.1
12.
12.
1.
11.
47.7
45.6
46.1
40.4
2.
D,
2,
66,8 + 5.4,
56.1 [+ 4.6
56.4 | 4 4.5
65.6 |-+ 6.2
65.1 + 3,8
63.0 | 1.9!
78.0
78.3
zn 6
11.
11.
5
41.9
42.0
386
(6,5
76.0 |
76.6
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Zahl der
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8.7
4.7
3.0
3.2
2.1
3,1
2.9| 1.3
3.0| +18
2.2.1.8
971 119
71 09
12 | vv
11{ 0
101 0
13} 1
16 | 0
16 3
3.1
2,8]
371
1.6/ 1.01 +08
1.21 1.01+1.1
16) 1.3141.4
10 08|+L6
07° 0.6) 1.6
4.11 0.1 2.5
X
)
3
L6
:5
18
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3
DE
‘\ Erläuterungen zu den meteornlogischen Monatstabellen siehe »Ann. d. Hrdr. usw.« 1905. S. 143