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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

210 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1913. 
die Outer-Bänke bei Nacht; am Tage kann man sie bei gutem Wetter an der 
Färbung des Wassers, bei schlechtem Wetter an der auf ihnen stehenden Bran- 
dung erkennen. Die Ship-Durchfahrt ist das hauptsächlichste Fahrwasser, 
das zwischen den Bänken nach der Great Sandy-Straße führt. Es führt in süd- 
östlicher Richtung zwischen der Sandy-Huk und der Woody-Insel hindurch, und 
wird im Osten durch die Fork- und Sandy-Huk-Bänke und durch Little Woody- 
Eiland im Westen durch die Pearl-, Middle- und Long Middle-Bänke begrenzt. 
Schwarze Tonnen kennzeichnen die Ostseite, rote Tonnen die Westseite des Fahr- 
wassers, eine spitze Tonne mit Stange und Korb liegt als Ansteuerungstonne am 
Nordende der Durchfahrt. Die durchschnittliche Breite des Fahrwassers beträgt 
Ua bis 3/, Sm, als geringste Wassertiefe findet man eben innerhalb der An- 
steuerungstonne 6.4 m (31/, Fad.). Die Einsteuerung kann von Ortsunkundigen 
nur mit Lotsenhilfe unternommen werden, namentlich in der Regenzeit, von 
Dezember bis Mai, wo die Bänke oft ihre Form und Ausdehnung ändern und 
die Tonnen häufig ins Treiben geraten und selten an demselben Orte wieder 
ausgelegt werden, Die Gezeitenströme sind zu berücksichtigen. 
Südeinfahrt. Sind Schiffe nach Passieren der Barre bis in die Nähe 
der Inskip-Huk gelangt, so finden sie zunächst ein verhältnismäßig breites und 
reines Fahrwasser. Weiterhin wird jedoch das Fahrwasser in der Straße stark 
durch Bänke und Untiefen eingeengt, so daß auch hier Ortsunkundige der Lotsen- 
hilfe bedürfen. Von einer näheren Beschreibung der Ein- und Durchsteuerung 
der Straße wird daher abgesehen. 
Ankerplätze in der Great Sandy-Straße. Die Tyroom-Reede vor den White 
Cliffs ist von beträchtlicher Ausdehnung und bietet gute Ankerplätze über Sand- 
grund auf 9.1 bis 20.1 m (5 bis 11 Fad.) Wassertiefe. Der verfügbare Raum 
zwischen der Great Sandy-Insel und den gegenüberliegenden Untiefen ist 3 Sm 
lang und beinahe 1 Sm breit. Der beste Ankerplatz für große Schiffe befindet 
sich vor dem Südende der White Cliffs auf 11 oder 12.8 m (6 oder 7 Fad.) 
Wassertiefe, von wo das Westende von Little Woody-Eiland in rw. 4° (mw. N1/W)- 
Peilung östlich frei von den Duck-Inselchen peilt. Auf diesem Ankerplatz leichtern 
größere, nach Maryborough bestimmte Schiffe, wenn sie ihres Tiefganges halber 
nicht den Fluß hinauffahren können, 
Innerhalb der Südeinfahrt findet eine große Anzahl Schiffe sichere Anker- 
plätze auf 7.3 bis 18.3 m (4 bis 10 Fad.) Wassertiefe im Wide Bay-Hafen, Der 
Hafen ist einer der bequemsten und geschütztesten Häfen an diesem Teile der 
Küste. Der Platz zum Ankern ist etwa 1 Sm breit und erstreckt sich von der 
[nskip-Huk 6 Sm in nordwestlicher Richtung. Der geeignetste Ankerplatz be- 
findet sich unter der Westküste der Great Sandy-Insel querab von dem Beob- 
achtungspunkte. 
Einsteuerung nach dem Mary-Flusse, Im Mary-Flusse sind ebenso wie in 
der Great Sandy-Straße eine große Anzahl Bänke und Untiefen, die für die 
Schiffahrt sehr hinderlich sind. Durchstiche sind an verschiedenen Stellen aus- 
geführt, um für die Schiffe ein Fahrwasser zu schaffen, Baken und Tonnen 
sind zur Kennzeichnung des Fahrwassers in kurzen Abständen aufgestellt und 
ausgelegt. Die roten Baken sind dreieckig, die schwarzen viereckig. Der Fluß 
kann von Ortsunkundigen aber nur mit Lotsenhilfe befahren werden, da das 
Fahrwasser durch Überschwemmungen bedeutenden Änderungen unterworfen ist, 
Hafenanlägen. Ein Deich verbindet das Westende der Brothers-Inseln, 
die etwa 8 Sm flußaufwärts liegen, mit dem linken Flußufer. Ein !/, Sm langer 
Leitdamm ist an derselben Seite des Flusses bei dem noch weitere 4 Sm 
MNußaufwärts gelegenen Orte Dundathu errichtet, Mehrere staatliche und private 
Ladebrücken sind vorhanden, die bei mittlerem Springniedrigwasser 2.4 bis 
6.2 m (8’ bis 20!/,’) Wassertiefe längsseit haben. Eine von den staatlichen Brücken 
ist 170 m lang mit 3.7 bis 4.3 m (12' bis 14’) Wassertiefe längsseit bei Niedrig- 
wasser, Die Queen’s-Ladebrücke ist 25 m lang mit 4.3 (14’) Wassertiefe längs- 
seit und die Melbourne-Ladebrücke ist 35 m lang mit ebenfalls 4.3 m (14°) Wasser- 
tiefe längsseit bei Niedrigwasser, Der Grund längsseit der Brücken ist weicher 
Schliek.
	        
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