accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1913. 
in den fünf Tagen neun ozeanographische Stationen und zwei Drachenaufstiege 
vorgenommen, Da bei der Durchführung beider Forschungszweige immer das- 
selbe Personal beschäftigt war, bedeutete eine solche intensive Arbeit zwar eine 
Anstrengung in physischer Hinsicht für die daran beteiligten Leute, aber die 
Materie der Ozeanographie und Meteorologie nimmt jeden, der damit beschäftigt 
ist, vom Offizier bis zum Matrosen so gefangen, daß man immer interessiert 
eigentlich keine Müdigkeit empfindet. 
Die ältere Schwester, die Ozeanographie, deren Forschungsmethoden schon 
ungleich mehr ausgebildet sind, tritt allerdings stets mehr in den Vordergrund 
der Arbeiten. Aber trotzdem hat an Bord auch die jüngere Aerologie ihr Recht 
Fig. 2. 
Schnitt durch Station 9 bis 11 (Höhe von Mogador). 
119° W-Le. 
ım 
100 
NO 
00. 
00 
500. 
1000 
FO en , 
AR on 
14:! 
on 
Po 
f 
35.26 
= 
Rn 
* = 
A 
Dr 
vr 
1200 
# 
1500 
2000 
1 50 Sm 
A 
gefunden. Dieser Zweig wissenschaftlicher Forschungen, der früher zuerst auf 
der Yacht des Fürsten von Monaco und dann auch über den fernen Gebieten 
des Indischen und Stillen Ozeans auf der Planetexpedition Berücksichtigung 
gefunden hat, beschäftigt sich damit, mittels eigens für diesen Zweck kon- 
struierter Apparate, die in Drachen hochgegeben werden, die Verhältnisse der 
höheren Luftschichten zu erforschen und für die Klimatologie, die moderne 
Wetterprognose und damit‘ vor allem für die Luftschiffahrt die Unterlagen ızu 
schaffen. Die Einrichtungen auf der »Möwe« bestehen in einer durch Elektro- 
motor anzutreibenden Drachenwinde, deren Trommel mit etwa 14 km 0.8 mm 
starken Klaviersaitendrahtes beschickt ist, einer größeren Anzahl großer ge- 
flügelter und ungeflügelter Diamantdrachen, wie sie nach den Angaben von 
Professor Köppen auf der Deutschen Seewarte hergestellt werden und den schon 
erwähnten Drachenapparaten, sogenannten Baro-Thermo-Hygrographen, wie sie 
vom Mechaniker Schneider in Hamburg nach dem Vorbild der früheren 
Marwinapparate konstruiert sind.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.