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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 41 (1913)

Kleinere Mitteilungen, 
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zeiten selbst sehr zurücktreten wie bei der Magdalenen-Insel inmitten des 
St. Lorenz-Golfes. 
Zum Studium dieser letzteren Erscheinung stellt die Ostküste Canadas ein 
sehr geeignetes Gebiet dar. Von Quebec bis Halifax und von Yarmouth bis zur 
Belle Isle-Straße schwankt der Gezeitenhub von den größten auf der Erde be- 
kannten bis zu so geringen Werten, daß die Gezeiten nur zur Zeit der Spring- 
tiden bemerkbar sind. Bruno Schulz. 
5. Ein Verfahren zur Bestimmung des magnetischen Momentes von 
Fluidkompaßrosen. Von R. Topp. . 
Im allgemeinen ist es nicht gebräuchlich, das magnetische Moment von 
Fluidkompaßrosen zu bestimmen; man findet es deshalb auch selten in den 
Kompaßzertifikaten verzeichnet. Nun ist das magnetische Moment neuerer Fluid- 
kompaßrosen beträchtlich gewachsen gegenüber dem älterer Rosen (von etwa 
50 Mill, G. E. bis zu 100 Mill. G. E. und darüber), so daß der Kompaßadjusteur 
gezwungen ist, bei der Anbringung der D-Korrektoren und der Flindersstange 
hierauf gehörige Rücksicht zu nehmen. Damit er das kann, muß er über das 
magnetische Moment der Rose unterrichtet sein. 
Wenn ein Fluidkompaß zwecks Untersuchung von einer nautischen Firma 
einer dazu befugten Person übergeben wird, so müßte diese schon die Rose aus 
dem Kompaß herausnehmen, um mit Hilfe des Sinus- Ablenkungsapparates das 
magnetische Moment bestimmen zu können. Dieser immerhin umständliche Weg 
läßt sich mit Hilfe eines Deflektors umgehen, 
Man stelle zu diesem Zweck eine kleine Magnetnadel und den Fluidkompaß 
so auf, daß die Verbindungslinie der beiden Pinnenspitzen magnetisch »Ost— West« 
verläuft. Die Entfernung wähle man so, daß der Ablenkungswinkel « der kleinen 
Nadel möglichst nicht größer als 20° wird. Ferner ist darauf zu achten, daß 
die Magnetnadeln in einer Horizontalebene liegen. 
Jetzt setze man den „org 
Deflektor in einem Winkel 7%“ 
von 45° zur N—S-Linie so 
auf den Deckel des Fluid- 
kompasses, daß dessen Rose 
um 90° abgelenkt wird 
(Fig. 1), so daß also am 
vorderen Steuerstrich Ost 
anliegt. In dieser Lage 
werden die Rosenmagnete 
die kleine Nadel um den 
Winkel (@-— x) ablenken. % 
Hierin bedeutet x einen zunächst unbekannten Winkel, der durch den Einfluß 
des Deflektors entsteht. Bei genügender Entfernung des Deflektors von der 
kleinen Nadel ist X x jedoch. sehr klein. Zum Beispiel ergibt Thomsons 
Deflektor (der jedoch für moderne Fluidkompasse nicht kräftig genug ist) bei 
größter Entfernung der Maan Nora 
Magnetstäbe in der in Fi- man 
gur2 angedeuteten Stellung 
von 45° zum magnetischen 
Meridian folgende Ab- 
lenkungen: - 
r = 300 mm, X x = 5°, 
= 400 « . x = 24°, 
r = 500 x = 1.59, 
r=— 600 4 ww -—= 07° 
5x5 
\ 
Nachdem der Winkel x bestimmt ist, addiere man ihn zum abgelesenen 
Winkel (@« — x), die Summe ist dann der Winkel «, mit dessen Hilfe das magnetische 
Moment nach der bekannten Formel 
M — 1LH-.r9.tanga berechnet wird.
	        
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